Beschreibung
Der Forschungsverbund 4N wird von der Universität Vechta zusammen mit der Jade Hochschule Wilhelmshaven / Oldenburg / Elsfleth und der Hochschule Emden / Leer gebildet. Weiterhin wirken Arbeitsgruppen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Georg August Universität Göttingen mit. Er verfolgt das Ziel, gesellschaftliche, technologische und ökologische Transformationen im regionalen Rahmen Nordwest-Niedersachsens hin zu zukunftsorientierten, nachhaltigen Lebenszusammenhängen zu initiieren, zu begleiten und zu evaluieren, um auf den gegenwärtigen Strukturwandel zu reagieren und Antworten zu generieren. Die Kooperation zwischen den regional intensiv vernetzten beiden Hochschulen und der Universität Vechta ermöglicht eine gemeinsame Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten (insbes. Promotionen) zu Nachhaltig-keitsdimensionen technologischer, sozialer, kultureller, ökonomischer und ökologischer Lebenszusammenhänge. Verstärkt wird das integrative Potenzial durch Mitwirkung der Universitäten Oldenburg und Göttingen. Das Verbund-Vorhaben dient vorrangig der praxisorientierten Lösung von drängenden Fragen der Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus und Governance-Prozessen gemeinsam mit den Akteuren in der Region. Durch bestehende sehr umfangreiche Kontakte zu Trägerinnen und Trägern des gesellschaftlichen Lebens wird es möglich, sowohl transformative Lösungen zu erarbeiten, als auch deren wechselseitige Beeinflussung als fördernde bzw. retardierende Zusammenhänge zu erkennen und so Transformationen nachhaltig zu befördern. Der interdisziplinäre Austausch zwischen den verschiedenen Teilvorhaben fördert quantitativ und qualitativ neue Einsichten in regionale Transformationsdynamiken. Damit lassen sich synergistische Potenziale umsetzen. Solche Wechselbeziehungen werden zur demografischen Situation, zu wirtschaftlichen Potenzialen, infrastrukturellen Gegebenheiten sowie dem kulturellen und landschaftlichen Kontext der (Teil-)Regionen untersucht, in denen gegenwärtig starke Veränderungsprozesse stattfinden. Neben einer zusammenführend tätigen und in die Öffentlichkeit hinein kommunizierenden Koordination sind folgende Teilvorhaben projektiert, zwischen denen intensiver Austausch und Zusammenarbeit erfolgt:
(1) Transformation Geo-Toolbox Nordwest-Niedersachsen
(2) Raumplanung und Regionalentwicklung
(3) Governance von Nutzungskonflikten und Entwicklungsperspektiven am Beispiel der Ostfriesischen Inseln und des Küstenraumes
(4) Rurban (rural-urban) Design und Mobilität
(5) Gesundheit und Pflege
(6) Landwirtschaftlicher Strukturwandel und Klimawandel-Anpassung
(7) Transformative Bildung und Lernwerkstätten für eine nachhaltige Entwicklung