• Beschreibung

    „Einfacharbeit“ (d. h. Tätigkeit ohne formale Qualifikationsvoraussetzungen) spielt in vielen Dienstleis-tungstätigkeiten bereits traditionell, aber auch als Folge zunehmenden Fachkräftemangels perspektivischeine zunehmend größere Rolle. Zugleich wachsen die Anforderungen an die Beschäftigten in vielen dieser Tätigkeiten, weil es weniger Fachkräfte gibt bzw. weil der technologische Wandel die Tätigkeitsanforderungen verändert und Arbeitsbelastungen zunehmen. Das gefährdet einerseits die Beschäftigungsfähigkeit von Personen in Einfacharbeit und andererseits ebenso die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmenmit hohem oder wachsendem Anteil solcher Arbeitstätigkeiten. Es ist daher dringend angeraten, im Bereich der Einfacharbeit in eine Kompetenz- und Qualifikationsentwicklung, gesundheitsförderlich gestaltete und technisch unterstützte Arbeit und eine darauf ausgerichtete Führungskultur zu investieren. Das gilt insbesondere für die Region Bremen-Bremerhaven-Wesermarsch-Oldenburg, in der es aufgrund des ausgebauten Logistiksektors (einschließlich Hafenwirtschaft) viele Tätigkeitsbereiche mit ausgeprägtem Anteil an Einfacharbeit gibt. Daneben entwickeln sich soziale Dienstleistungen in derGesundheitswirtschaft in dieser Region zum Beschäftigungsmotor, der aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend Einfacharbeit verzeichnet.Um den damit verbundenen Herausforderungen begegnen und Einfacharbeit flexibel und präventiv gestalten zu können, soll in der genannten Region das Kompetenzzentrum „RessourcenEntwicklung inDienstleistungsarbeit“ – RessourcE transdisziplinär von Forschungs-, Entwicklungs- und Praxispartnern in verschiedenen Themen-Hubs aufgebaut und anschließend verstetigt werden. RessourcE soll eine physische und virtuelle Anlauf- und Servicestelle für die vernetzte Beratung von Beschäftigten, Interessenvertretungen, mittleren Führungskräften sowie dem Unternehmensmanagement im einfacharbeits-intensiven Dienstleistungssektor der Region werden. Die im Rahmen von vier Praxis-Hubs entwickelten Hardware- und Softwarelösungen sowie Weiterbildungskonzepte, innovativen Lösungen gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung und regionalwirtschaftlichen Entwicklungsdialoge sollen zudemim Rahmen von vier Koordinations-Hubs nachhaltig in (über-)regionale Unternehmen und weitere Branchen transferiert, vermarktet und in die Hochschulausbildung eingebracht werden.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr.-Ing. Frank Wallhoff
    Weitere Projektmitglieder
    M.Sc. Fenja Tjalda HesselmannB.Eng. Yves Korte-Wagner
    Gefördert durch
    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Mittelherkünfte
    Drittmittel