• Abstract

    Der vorliegende Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer Vollbefragung aller Versicherten der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) dar, die von März bis August 2002 eine ambulante orthopädische Rehabilitation in Anspruch genommen haben. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Fragebogenerhebung 3838 Versicherte angeschrieben, die Rücklaufquote beträgt 69 % (n = 2660 ausgefüllte Fragebogen). Die standardisierte Befragung erfasste die Bewertung der ambulanten Behandlungsmaßnahme, die ärztliche, psychologische und therapeutische Betreuung, die Organisation und Durchführung der Maßnahme sowie angebotsformspezifische Belastungen und Rahmenbedingungen. Im Zentrum der Befragung stand auch die Bewertung des Behandlungserfolges, der gesundheitlichen und psychosozialen Veränderungen sowie der Erreichung wichtiger rehabilitativer Ziele. Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine sehr positive Bewertung der ambulanten Rehabilitation, aber auch Optimierungsbedarf - insbesondere im Hinblick auf Ruheräume, die ärztliche und psychologische Versorgung sowie die Alltagsorientierung der Therapien. Vor allem aber weisen die vergleichenden Auswertungen der Einrichtungen untereinander auf eine enorme Varianz der Versorgungsqualität hin, wobei einzelne Einrichtungen in vielen Qualitätsmerkmalen herausragend positiv bewertet werden, andere offenbar systematische Qualitätsdefizite aufweisen.

    Publikationsdetails

    Autoren
    Wolfgang Bürger, Prof. Dr. phil. Stefan Dietsche, U. Koch, P. Nischan, H. Klosterhuis
    Publikationsjahr

    2004

    Erschienen in

    Die Rehabilitation

    Seiten

    90-99

    DOI
    PMID
    15100918