Abstract
<p>Dieses Kapitel spricht über Kraftübertragung vom Bogen in den Pfeiler, Messtechnik und Verfahren. Die mittragende Wirkung der Stirnwand anhand der Dehnungsdifferenzen zwischen den beiden Belastungsversuchen sowie die Auswirkung im Gewölbe- und Pfeilerquerschnitt überprüft werden. Die fehlende Stirnwand erzeugt einen geschwächten Zustand, der die Spannungszustände in erster Linie im Gewölbe erhöht. Die Ermittlung der Steifigkeiten beziehungsweise Steifigkeitsunterschiede sowie das Verbundverhalten sind von großer Bedeutung hinsichtlich der Bestimmung des Tragverhaltens des Brückenbauwerks. Zur Erfassung der Verformungen (Dehnungen) am Bauwerk wurden induktive Wegaufnehmer mit unterschiedlichen Messstrecken eingesetzt. Die Darstellung der Messergebnisse erfolgt durch Zusammenfassung von Messfeldern. Einzelne Bezugsmessstrecken werden in Beziehung zu dem jeweiligen Messfeld gebracht. Um einen Bezug zu den Untersuchungen an dem dreischaligen Pfeiler herstellen zu können, müssen zunächst die Ansätze in Abhängigkeit von deren Randbedingungen unterschieden werden. Der Rückbau der Gewölbebrücke ermöglichte eine Bestandsaufnahme über den Systemaufbau, die eine Identifikation der Bestandspfeiler in Hinblick auf das bekannte Tragmodell dreischaliger Mauerwerkswände erleichterte.</p>