Abstract
<p>Die großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte –<br>Übergang zur Klimaneutralität und Klimaanpassung, Erhalt der Biodiversität,<br>Umgang mit Ressourcenknappheit, technische Disruptionen<br>und Digitalisierung, soziale Ungleichheiten und Urbanisierung<br>– erfordern eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation, die<br>vom gegenwärtigen Zustand der fossil geprägten Nichtnachhaltigkeit<br>zu einem Zustand der postfossilen Nachhaltigkeit führt. Diese<br>Transformation hat weitreichende Implikationen für die Stadt- und<br>Regionalentwicklung, etwa im Hinblick auf Flächennutzung, Mobilität<br>oder Energieversorgung. Unsere Schriftenreihe greift diese Herausforderungen<br>auf und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, indem<br>sie theoretische Ansätze mit praktischen Erfahrungen verbindet.<br>Der erste Band der Reihe widmet sich in übergeordneter Perspektive<br>dem breiten Spektrum der genannten Themen. Er versammelt<br>zukunftsweisende Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, die neue<br>konzeptionelle Zugänge eröffnen und mögliche Transformationspfade<br>sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen gestalterische,<br>governancebezogene und strategische Fragen einer nachhaltigen<br>Raumentwicklung in unterschiedlichen Maßstabsebenen. Der<br>Schwerpunkt liegt auf Europa, zugleich finden auch Beiträge aus<br>anderen Weltregionen Berücksichtigung, die – trotz unterschiedlicher<br>Ausgangsbedingungen – durch gemeinsame Zukunftsfragen<br>miteinander verbunden sind. Dabei werden räumlich-funktionale<br>Qualitäten, institutionelle Steuerung sowie soziale, ökologische<br>und ökonomische Resilienz in ihren Wechselwirkungen betrachtet.<br>Beiträge können sich beispielsweise mit zirkulären Ansätzen in<br>der Stadt- und Regionalentwicklung, der Bedeutung der digitalen<br>Transformation für urbane Resilienz, der Innenentwicklung als Weg<br>zur Klimaneutralität oder mit gemeinwohlorientierter Boden- und<br>Wohnungspolitik befassen. Ebenso willkommen sind Beiträge zur<br>Mobilitätswende, zur biologischen Vielfalt als planerischem Leitmotiv,<br>zu neuen Formen von Sub-Urbanität sowie zu den Chancen<br>und Herausforderungen von Migration, Integration und Multilokalität.</p>