• Abstract

    <p>Die tiefliegenden Flächen entlang der Nordseeküste sind vor dem Hintergrund des projizierten Klima-<br>wandels neben Sturmfluten auch durch intensiver werdende Niederschlagsabflüsse aus dem Deichhin-<br>terland bedroht. Diese Risiken stellen die Binnenentwässerung der Marschgebiete vor große Heraus-<br>forderungen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit extremer Ereignisse, die zu Binnenhochwässern führen,<br>wird künftig aller Voraussicht nach erheblich steigen. Die nach EU-Hochwasserrisikomanagement-<br>Richtlinie entwickelten Konzepte und Produkte für den Küstenraum basieren bislang allerdings allein<br>auf der Betrachtung von Sturmflutgefahren und -risiken, wohingegen die Gefahren und Risiken mögli-<br>cher Binnenhochwasserereignisse in den Küstenniederungen nicht berücksichtigt werden. Im Rahmen<br>des KLEVER-Risk-Projekts werden deswegen vielfältige Pilotmaßnahmen konzipiert, um das Binnen-<br>hochwasserrisiko auch zukünftig bewältigen zu können. Wesentliche Aspekte sind dabei eine verbands-<br>übergreifende Kooperation der Entwässerungsverbände, ein stärkerer Fokus auf Retentionslösungen<br>im Binnenland, die Ableitung von Binnenhochwassergefahrenkarten und die Erstellung verbandlicher<br>Hochwasser-Alarmpläne. Darüber hinaus werden weitere Ansatzpunkte aus dem Spektrum des Hoch-<br>wasserrisikomanagementzyklus, wie raumplanerischer Aspekte und die Eigenvorsorge der Bevölke-<br>rung, in den Blick genommen</p>

    Publikationsdetails

    Autoren
    Dr. Helge Bormann, Jan Spiekermann, Jenny Kebschull, Nadine Kramer, Jürgen Meyerdirks, Peter Schaal
    Publikationsjahr

    2022

    DOI
    URL