• Abstract

    Nach Einschätzung der Europäischen Umweltagentur ist davon auszugehen, dass sich die Auswirkungen pluvialer, fluvialer und küstenbedingter Hochwasserereignisse in Europa infolge des fortschreitenden Klimawandels signifikant verstärken werden. Sowohl die Intensität als auch die Frequenz dieser Extremereignisse werden voraussichtlich zunehmen, was zu einer erhöhten Gefährdung von Siedlungsräumen, Infrastrukturen und wirtschaftlichen Werten führt.

    Gerade Kommunen in der Nordseeregion stehen dabei vor besonderen Herausforderungen, da sie häufig dicht besiedelte Küsten- und Tieflandgebiete mit sensibler Infrastruktur umfassen. Im Gegensatz zu Großstädten verfügen sie in der Regel nicht über das Know-how und die finanziellen Mittel diese Probleme adäquat anzugehen. Um die Folgen extremer Niederschläge und steigender Wasserstände besser bewältigen zu können, ist eine gezielte Unterstützung dieser Städte und Gemeinden notwendig. Digitale Technologien bieten neue Möglichkeiten, Niederschlagsereignisse frühzeitig zu erkennen, Risiken präziser zu bewerten und Maßnahmen effizient zu steuern. An dieser Stelle setzt das von der EU geförderte Interreg Nordsee-Projekt Digital Solutions for Climate Adaptation (DISCO) an. Die Förderung solcher Lösungen kann dazu beitragen, die Resilienz kommunaler Infrastrukturen zu stärken und die Anpassung an den Klimawandel in der Nordseeregion nachhaltig zu beschleunigen.

    Publikationsdetails

    Autor_innen
    M.Sc. Lara Entrup,Prof. Dr.-Ing. Sebastian Hollermann,Prof. Dr.-Ing. Katharina Teuber
    Publikationsjahr

    2026

    Erschienen in

    Ernst & Sohn Special

    Seiten

    18-22