Abstract
Gesellschaftliche und umweltrelevante Transformationen verfügen meist über eine zeitliche und räumliche Dimension, die seit dem „spatial turn“ zunehmend in den Fokus auch nicht originär raumbezogener wissenschaftlicher Disziplinen rücken (Soja 1989). Mithilfe Geographischer Informationssysteme (GIS) können
die Merkmale von Transformationsprozessen aufgearbeitet, analysiert und visualisiert werden. Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Beantwortung der Frage, welche grundlegenden Daten und Instrumente zur GIS-gestützten Analyse von Transformationsprozessen zur Anwendung auf die Region Weser-Ems bereitstehen. Im ersten Abschnitt werden oft verwendete Geodatenbasen vorgestellt. Darauffolgend wird eine Plattform zur Verarbeitung, Visualisierung und Management von raumzeitlichen Daten gezeigt. Im letzten Abschnitt wird eine Geodatenanalyse am Beispiel der fußläufigen Erreichbarkeiten von Hausärzt*innen in Niedersachsen dargestellt.