Abstract
Im Zuge der Diskussion der zunehmend dezentralen und fluktuierenden Erzeugung von Strom durch Anlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger und der daraus drohenden Instabilität des Stromnetzes wird die Versorgung von Ortsnetzen bei Netzausfall durch Großbatteriespeicher überlegt. Es wird untersucht, inwieweit mit dem Smart Grid-Batteriespeicher (SGBS), der eine Leistung von 2,5 MVA und eine Kapazität von 2,2 MWh aufweist, ein Mittelspannungs-Ortsnetz oder ein Teil davon im Inselbetrieb versorgt werden kann. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Betrachtung des Einschaltvorganges einer bestimmten Anzahl an Trafostationen.
Da es im konkreten Fall aufgrund des gewählten Aufstellungsortes nicht möglich ist, ein Ortsnetz oder einen Teil davon direkt mit dem SGBS einzuschalten, wird versucht, unter Versuchsbedingungen gewisse Einschaltvorgänge nachzubilden und diese mit realen Einschaltvorgängen zu vergleichen. Parallel dazu werden durch ein C-HIL-Setup dieselben Lastschaltungen wie im Inselnetzversuch simuliert, um im Vorhinein eine Abschätzung betreffend die zu erwartende Funktion vornehmen zu können.
Es wird gezeigt, dass es möglich ist, mithilfe von Inselnetzversuchen solche Einschaltvorgänge realitätsnah nachzubilden und Aufschluss über deren dynamisches Verhalten zu erlangen.