Abstract
Dezentrale Einspeisung ist zunehmend durch den Einsatz stromrichterbasierter Erzeugungsanlagen am Netzanschlusspunkt charakterisiert. Mittels dieser Technologie können zum Beispiel Windkraftanlagen den abgegebenen Wirk- und Blindleistungsanteil im Netzfehlerfall flexibel beeinflussen. Die Minimalanforderungen an das Verhalten werden durch technische Richtlinien festgelegt und sollen vor allem zu einer erhöhten Versorgungszuverlässigkeit beitragen. Die Auswirkungen dieses Verhaltens auf die Distanzmessung werden in diesem Artikel untersucht. Dazu wird ein generisches Windparkmodell betrachtet, welches über eine Freileitung an das Stromnetz gekoppelt ist. Auf dieser Leitung werden unsymmetrische Kurzschlüsse simuliert, um insbesondere die Auswirkungen eines Fehlerstrombeitrages ausschließlich im Mitsystem betrachten zu können. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen wird der Einfluss verschiedener Parameter auf die Reaktanzmessung von Distanzschutzgeräten untersucht.