Abstract
Die Erhebung psychosozialer, somatischer und ökonomischer Outcomes gilt als Standard beim Wirksamkeitsnachweis verschiedener rehabilitativer Versorgungsformen. Ein weiterer wichtiger Teil stellt die Patientenperspektive zur subjektiven Bewertung der Maßnahme insgesamt bzw. verschiedener Facetten der Rehabilitationsmaßnahme dar. Im Rahmen eines Wirksamkeitsvergleiches von Versorgungsformen der orthopädischen Rehabilitation (stationär, ambulant in der Klinik, ambulant) wurden insgesamt 1176 Patienten über 4 Messzeitpunkte hinweg schriftlich befragt. Die Ergebnisse zur allgemeinen Bewertung der Zufriedenheit mit der rehabilitativen Maßnahme zeigen über alle Versorgungsformen ein hohes Niveau und eine hohe Akzeptanz der erhaltenen Rehabilitationsmaßnahme zum Ende der Maßnahme und darüber hinaus. Auch die Beurteilung der Frage, ob für die patientenspezifischen Beschwerden die richtige Klinik ausgewählt wurde, fiel über alle Versorgungsformen positiv aus. Dies kann auch für die patientenseitige Einschätzung der Kontakte zu Ärzten und Physiotherapeuten festgestellt werden. Die Patienten bewerten zum Ende der Maßnahme über alle Versorgungsformen hinweg die Kontakte als hilfreich. Dabei wurden die ambulanten Angebotsformen hinsichtlich der Kontakte zu Ärzten und Physiotherapeuten durch die Patienten etwas besser eingeschätzt. Das entsprechende Ausmaß der berufsgruppenspezifischen Betreuung wurde durch die Patienten über alle Versorgungsformen fast durchgängig als gerade richtig eingeschätzt. Auch die Beurteilung der Ablauforganisation und der Leistungen der Verwaltung wurden von den Patienten als gut eingeschätzt - mit leichten Vorteilen für die ambulanten Versorgungsformen.