• Abstract

    Ein Großteil der deutschen Erwerbsbevölkerung ist im Dienstleistungssektor beschäftigt. Beschäftigte, deren Tätigkeit durch flexible Interaktionen gekennzeichnet ist, stehen vor besonders fordernden Aufgaben. Gerichtete Interventionen von Seiten der Unternehmen hinsichtlich der psychischen Gesundheit sind vergleichsweise selten zu finden. In einer qualitativen Studie im Projekt FlexiGesA („Flexible Dienstleistungsarbeit gesundheitsförderlich gestalten“) wurden in Nordwestdeutschland zwölf Expert:innen, die im Bereich der ambulanten Pflege und der IT-Dienste agieren sowie Akteur:innen der Sozialleistungserbringung und der betrieblichen Gesundheitsförderung zur Einschätzung der Situation und zu Änderungsbedarfen interviewt, um herauszufinden, welche Unterstützungsangebote zum Umgang mit psychischer Belastung von Beschäftigten vorhanden sind, und inwiefern darauf zurückgegriffen wird. Die Ergebnisse zeigen, dass aus Sicht der befragten Akteur:innen, die in diesem Themenfeld tätig sind, noch Defizite vorliegen, zum Teil was die Informationen, aber vor allem, was die Vernetzung der Unterstützungsangebote betrifft.

    Publikationsdetails

    Autoren
    Lena Stange, Dr. phil. Sarah Mümken, Prof. Dr. rer. biol. hum. Frauke Koppelin, MPH Cornelia Gerdau-Heitmann
    Publikationsjahr

    2022

    Erschienen in

    Zeitschrift für Arbeitswissenschaft

    Seiten

    323-336

    DOI