Alltagsrelevante Merkmale des Hörstatus

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Daten zur Hörgesundheit aus der allgemeinem Bevölkerung beinhalten wichtige Informationen, die das Leben eines jeden Einzelnen verbessern können. Dazu leistete die Studie HÖRSTAT (2010-2012) an der Jade Hochschule einen nachhaltigen Beitrag.

Mit ALLSTAT setzt die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Inga Holube diese erfolgreiche Arbeit mit einem erweiterten Untersuchungsprogramm fort.

 

Ziele

Ein Junge hört aufmerksam Kopfhörer.

Die Ziele der mit 2000 Erwachsenen geplanten Studie liegen in unterschiedlichen Handlungsfeldern.

Referenzwerte für die Diagnostik

Die Bandbreite diagnostischer Höruntersuchungen nimmt zu, aber bei etlichen Verfahren mangelt es an geeigneten Bezugsgrößen: Was ist alterstypisch? Was ist ‚normal‘? Des Weiteren gibt es einige experimentelle Verfahren, deren Potential nachgewiesen, aber in Bevölkerungsstudien noch nicht annähernd ausgeschöpft ist. Für sämtliche Untersuchungsverfahren sollen alters- und geschlechtsabhängige Referenzwerte ermittelt werden.

Weiterentwicklung von Testverfahren

In ALLSTAT kommen verschiedene Testverfahren bei den gleichen Personen zum Einsatz. Damit eröffnet sich die Chance, aus einem Kreuzvergleich der Testergebnisse mehr über die Charakteristika und Aussagekraft der einzelnen Tests zu erfahren.  Derartige Analysen unterstützen nicht nur die Modellierung von Hörprofilen, sie dienen auch der Weiterentwicklung der verwendeten Verfahren.

Design von Alltagstechnik

Auditive Kommunikation findet nicht nur zwischen Menschen statt, sondern heute vielfach auch zwischen Menschen und Maschinen. Ob die Mensch-Maschine-Interaktion gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Unbestritten wichtig sind die Umgebungsbedingungen. Ebenso wichtig ist
die präzise Beschreibung der menschlichen Hörfähigkeiten und ihrer Grenzen. Die Analyse der Hörtestdaten aus umfangreichen, altersgemischten und sozial diversen Studiengruppen ist unverzichtbar, um Alltagstechnik und –umgebungen für gutes Hören gezielt zu gestalten.

Internationale Normung

Normen sind Instrumente der Qualitätssicherung, die oftmals unterschätzt werden. Im Bereich des Hörens gibt eine ganze Reihe von internationalen und nationalen Standards. Sie müssen regelmäßig auf Aktualisierung geprüft und ggf. überarbeitet werden. Für einen Teil dieser Normen und Leitlinien werden aktualisierte Daten benötigt, die in größeren Bevölkerungsgruppen erhoben wurden und gleichzeitig strengen wissenschaftlichen Kriterien genügen.

Prävention und Versorgungsplanung

Der zahlenmäßige Umfang und das graduelle Ausmaß von Hörbeeinträchtigungen in der breiten Bevölkerung können nur auf Grundlage zuverlässiger Daten abgeschätzt werden. Sie eröffnen die Möglichkeit, rechtzeitig sowohl vorbeugende Maßnahmen einzuleiten als auch die Versorgung mit geeigneten Hörhilfen zu planen.

Erweiterung großer laufender Gesundheitsstudien

ALLSTAT verfolgt ein umfassendes Untersuchungsprogramm mit methodischen Schnittstellen zu anderen Gesundheitsstudien, die derzeit in Deutschland durchgeführt werden. Hervorzuheben ist die bundesweite Studie NAKO, die methodisch sehr breit aufgestellt ist. Ein Hörscreening und einige Interviewfragen werden in beiden Studien gleichwertig eingesetzt. Damit sollen die Ergebnisse aus der NAKO audiometrisch vertieft und die Reichweite der regional durchgeführten Studie ALLSTAT erhöht werden.

Förderung und Durchführung

Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert (H0 4370/2-1). Die Datenerhebung erfolgt in Oldenburg, Emden, Wilhelmshaven und Delmenhorst und beginnt im Juli 2024. Eine Studienteilnahme ist nur auf Einladung möglich.

Terminbuchung

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Kontakt

  • Audiologie

    Prof. Dr. rer. nat. Inga Holube

    Ofener Straße 16/19

    26121 Oldenburg

    E-Mail inga.holube@jade-hs.de

    Tel. +4944177083723

  • Dr. phil. Petra von Gablenz

    Ofener Straße 16/19

    26121 Oldenburg

    E-Mail petra.vongablenz@jade-hs.de

    Tel. +4944177083714

  • Sophie Jäker