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      - derzeit werden noch keine Themen veröffentlicht -

    • Analyse der Anwendbarkeit bestehender Vorgaben laut LiegVermErlass für satellitengestützte Vermessungsverfahren unter Berücksichtigung ionosphärischer Einflüsse auf SAPOS®-HEPS-Beobachtungen und Entwicklung angepasster Vorgaben im Vergleich zu Richtlinien

      Analyse der Anwendbarkeit bestehender Vorgaben laut LiegVermErlass für satellitengestützte Vermessungsverfahren unter Berücksichtigung ionosphärischer Einflüsse auf SAPOS®-HEPS-Beobachtungen und Entwicklung angepasster Vorgaben im Vergleich zu Richtlinien anderer Bundesländer (aktuell laufend)

      Ersatz der typischen Doppelaufnahme bei GNSS-Messungen durch Verwendung verschiedener Satellitensysteme (aktuell laufend)

      Ersatz der typischen Doppelaufnahme bei GNSS-Messungen durch Verwendung verschiedener Satellitensysteme (aktuell laufend)

      Optimierung des Verfahrens der Herauflegung zur Erzeugung hochgenauer Lagekoordinaten für LFP-Hochpunkte unter den Aspekten der Genauigkeitsmaximierung und Aufwandsminimierung 11/2025

      Optimierung des Verfahrens der Herauflegung zur Erzeugung hochgenauer Lagekoordinaten für LFP-Hochpunkte unter den Aspekten der Genauigkeitsmaximierung und Aufwandsminimierung, 11/2025

      Transformation der Koordinaten der Oldenburger Parcellarvermessung in das ETRS89/UTM32 System und Neuausgleichung der Triangulationsnetze im Landkreis Cloppenburg, 02/2025

      Transformation der Koordinaten der Oldenburger Parcellarvermessung in das ETRS89/UTM32 System und Neuausgleichung der Triangulationsnetze im Landkreis Cloppenburg, 02/2025

      Ermittlung von Sollwerten für die Kalibrierung von elektronischen Distanzmessern mit einem Lasertracker, 03/2023

      Zusammenfassung

      Die Kalibrierung von elektronischen Distanzmessern wird u. a. durch das Institut für Mess- und Auswertetechnik (IMA) an der Jade Hochschule Oldenburg durchgeführt. Aus diesem Grund existiert eine Kalibrierstrecke in Sandkrug, die aus sieben Messpfeilern besteht. Es liegen Sollwerte für die Strecken zwischen den Pfeilern vor. Diese entstammen jedoch einer Messkampagne aus dem Jahr 2011. Eine Überprüfung und gegebenenfalls Aktualisierung der Sollwerte ist somit dringend geboten, um bei Instrumentenkalibrierungen auf verlässliche aktuelle Sollwerte rückschließen zu können.
      Die letzte Bestimmung der Sollwerte wurde mit einem Kern Mekometer 5000, einem hochpräzisen Distanzmessgerät durchgeführt. Dieses Instrument wird heute jedoch nicht mehr hergestellt, sodass neue Lösungen zu entwickeln sind.
      In dieser Arbeit sind die Sollwerte mit einem Lasertracker zu bestimmen. Ziel ist es dabei, eine bestmögliche Genauigkeit mit dem vorhandenen Equipment der Jade Hochschule Oldenburg ergänzt um eigene Entwicklungen zu erreichen. Abschließend gilt es zu klären, inwiefern die Forderung für die Prüfung hochgenauer geodätischer Distanzmesser, dass eine Sollstrecke fünfmal genauer sein soll als die Prüflinge (Heunecke 2012, S. 380), erfüllt werden kann.

      Kalibrierung der Instrumentenabweichungen von zwei Tachymetern, 07/2020

      Zusammenfassung

      Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Kalibrierung der Instrumentenabweichungen zweier Tachymeter durchzuführen. Dafür sollen in dieser Arbeit durch die Kalibrierung der Tachymeter Trimble S9 sowie Trimble M1 die Instrumentenabweichungen ermittelt werden. Zudem soll durch dargestellte Kalbierverfahren aufgezeigt werden, wie sich die Korrekturparameter bestimmen lassen. Ebenso kann durch die Bestimmung der Korrekturparameter ermittelt werden, wie nah das erzeugte Messergebnis am wahren Wert liegt. Diese Abweichungen lassen sich mittels einer durchgeführten Kalibierung in Form eines Genauigkeitsnachweises festlegen.

      Fragestellungen:

      • Welchen Faktor stellt der Beobachter bei der manuellen Anzielung eines Prismas
        dar?
      • Ist die Genauigkeit der Herstellerprüfverfahren ausreichend?
      • Verfügt das Autolock Verfahren über die gleiche Messgenauigkeit wie die manuelle
        Anzielung?
      • Ist die Autolock-Genauigkeit entfernungsabhängig?

      folgende Aspekte werden näher untersucht

      • Bestimmung des Einflusses des Gangs der Fokussierlinsen
      • Streckenkalibrierung des Trimble M1 und Trimble S9
      • Bestimmung der Achsenexzentrizitäten
      • Haben sie eine Praxisrelevanz?
      • Durchführung und Vergleich der Herstellerkalibrierung mit dem Kalibrierverfahren nach Wirth
    • Aufbau eines schiffsbasierten Mobile Mapping Systems, 10/2016

      - Möglichkeiten und Grenzen der Kombination von inertialem Low-Cost-Sensor und GNSS -

      Zusammenfassung

      Seit jeher ist die Erfassung der Erdoberfläche und der damit verbundenen Topographie eine zentrale Aufgabe der Geodäsie. Von höchster Relevanz ist dabei die dreidimensionale Erfassung von natürlichen und künstlichen Objekten im Außenbereich. Als Datengrundlage der vorliegenden Arbeit dienen hierbei Wasserstraßen im inner- und außerstädtischen Bereich sowie verschiedene bauliche Anlagen im Uferbereich. Hauptmotivation ist der wachsende Bedarf an Geodaten sowohl bei öffentlichen als auch privaten Trägern, welcher sich aus der fortschreitenden Verarbeitung von Informationstechnologien und der damit verbundenen Digitalisierung ergibt. Daraus resultiert der Wunsch einer wirtschaftlichen, dreidimensionalen Erfassungsmöglichkeit für den Außenbereich. 

      Allgemein lässt sich sagen, dass das terrestrische Laserscanning mit einer statischen, dreidimensionalen Punkterfassung diese Anforderung erfüllt. Aufgrund der hohen Auflösung und hohen Messfrequenz erscheint die Nutzung eines solchen Laserscanners auf einer mobilen Plattform als plausibel. Diese Kombination von Vehikel und Laserscanner mit verschiedener Zusatzsensorik wird als Mobile Mapping bezeichnet. 

      Hauptaufgabe der vorliegenden Arbeit ist es, ein solches Mobile Mapping System für den Einsatz auf Wasserstraßen zu entwickeln. Als mobile Plattform wird hierbei ein Vermessungsboot genutzt, welches mit angesprochenem Laserscanner sowie GNSS-Technik und inertialer Low-Cost-Sensorik auf MEMS-Basis bestückt wird. Somit kann die Planung, Entwicklung und Evaluierung als Kernstück der Arbeit beschrieben werden. Der Einsatz eines profilmessenden Scanners auf einer mobilen Plattform führt zu einer helixförmigen Abtastung der Umgebung entlang der Trajektorie des Laserscanners. Die dadurch entstehende zweidimensionale Punktwolke muss anschließend durch die Kombination der Messelemente der verschiedenen Sensoren in eine dreidimensionale Punktwolke transformiert werden. Diese Transformation soll homogen und konsistent ablaufen. Die Kombination der Messelemente erfolgt innerhalb einer Inertial Measurement Unit (IMU) mittels Extended Kalman Filter (EKF) und führt zu einer globalen Bestimmung von Position und Orientierung. Die Algorithmen, welche zur Transformation der zweidimensionalen Punktwolke im lokalen Scannersystem ins globale Universal Transverse Mercator (UTM)-System nötig sind, werden mit Hilfe der Software MATrix LABoratory (MATLAB) implementiert. 

      Die Evaluierung des vorgestellten Systems erfolgt anhand einer terrestrischen Referenzmessung eines Teils des Oldenburger Hafens. Hierbei wird die innere Genauigkeit des Systems über wiederholte Messungen und die äußere Genauigkeit über dreidimensionale Vergleiche mit der Referenzmessung bestimmt.

      Sichere teilautonome Navigation eines unbemannten Wasserfahrzeugs (USV), 11/2021

      - Evaluation von Methoden zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung -

      Zusammenfassung

      Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation von Methoden zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung. Grundlage der Untersuchung sind unbemannte Wasserfahrzeuge (USV, Unmanned Surface Vehicles), welche sich aufgrund ihrer Größe, der Form und dem Gewicht für hydrographische Vermessungen in unterschiedlichen Gewässern eignen. Durch die Erhöhung des Automatisierungsgrades wird die Selbstständigkeit der Ausführung solcher Kampagnen angestrebt. Zur Sicherstellung eines störungsfreien Betriebs sind Hindernisse im Objektraum zu detektieren und alternative Route gemäß der Vermeidung von Kollisionen zu bestimmen.


      Fur die Realisierung dieser Ziele ist auf einem USV ein Multisensorsystem (MSS) bestehend aus einem Dual-GNSS-System, einer IMU sowie einem LiDAR-Scanner integriert worden. Die Kommunikation dieser Sensoren mit der übergeordneten Recheneinheit (Industrierechner auf dem Boot) wird innerhalb der Programmierumgebung MATLAB mit dem Ziel der Erhebung von Daten zur Repräsentation der Umgebung durchgeführt. Die Georeferenzierung erfasster Punktwolken mit dem Zielsystem UTM und der Verwendung von Normalhöhen findet im Postprocessing statt. Die mittlere Lagegenauigkeit der Elemente der Punktwolken ist mit 0,47 m bei einer Objektentfernung von 20 m anzugeben. 

      Für die Bildung der Datengrundlage einer Simulationsumgebung, in welcher die Anwendung und Evaluation der Methoden zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung statt findet, wurde eine Testmessung auf dem Tweelbäker See in Oldenburg mit dem MSS durchgefuhrt. Die Bestimmung von Hindernissen im Objektraum findet auf der Basis der Rasterung der georeferenzierten und projizierten Punktwolken statt. Über die Betrachtung der Nachbarschaft werden zusammenhänge Gebiete ermittelt und als unabhängige Hindernisse segmentiert. Zur Realisierung der Methodik der Kollisionsvermeidung wird der TangentBug-Algorithmus implementiert, bei welchem über die Bildung lokaler Graphen optimale Routen ermittelt werden. Wesentlich ist die Bewegung entlang begrenzender Hinderniskanten zu nennen, durch welche Kollisionen vermeidbar sind. In einer experimentellen Testphase folgt die Prüfung der dargestellten Methoden. In unterschiedlichen Fällen kann ein de finierter Zielpunkt vom USV ohne das Auftreten eminenter Probleme erreicht werden. Nachteilig ist die fehlende epochenübergreifende Zuordnung von Objekten zu erwähnen, durch welche die gesicherte Navigation auf Szenarien des Vorhandenseins beweglicher Hindernisse übertragbar wäre.

      Geomonitoring, 2024

    Masterprojekte

    Das Masterprojekt ist ein Pflichtfach mit 12 Leistungspunkten im Studiengang Geoinformationswissenschaften (M.Sc.), das in der Regel von 3-6 Studierenden bearbeitet wird. In diesem fachspezifischen oder auch fächerübergreifenden Projekt soll eine selbstständige Planung, Durchführung und Präsentation einer projektbezogenen Aufgabe erfolgen, die eine Vertiefung theoretischer, praktischer und anwendungsorientierter Themen aus dem bisherigen Studium darstellt. 

    • Titel

      - im Moment werden keine Masterprojektthemen veröffentlicht -

    • Minimalkonstellationen von Satellitenorbits zur lückenlosen Abdeckung der Erdoberfläche (aktuell laufend)

      Minimalkonstellationen von Satellitenorbits zur lückenlosen Abdeckung der Erdoberfläche (aktuell laufend)

      Hybrides Campusnetz (aktuell laufend)

      Hybrides Campusnetz (aktuell laufend)

      Lösung der Geodätischen Hauptaufgaben für dreiachsige Ellipsoide (aktuell laufend)

      Lösung der Geodätischen Hauptaufgaben für dreiachsige Ellipsoide (aktuell laufend)

      Kalibrierung von terrestrischen Laserscannern, 03/24

      In den letzten Jahren sind Messungen mit terrestrischen Laserscannern immer beliebter geworden. Mit terrestrischen Laserscannern sind neue Möglichkeiten entstanden, die vorher mit anderen Messsystemen nicht vorstellbar waren. 

      Der Einsatz von Laserscannern erfolgt in der Regel, wenn große Objekte detailliert, schnell und mit hoher Genauigkeit berührungslos erfasst werden sollen, beispielsweise in der Archäologie, im Bauwesen, in der Forensik oder in der Ingenieurgeodäsie. Fragestellungen bezüglich höherer Genauigkeit seitens der Anwender haben zu einer Forderung nach Prüfung und Kalibrierung durch den Anwender geführt, so dass sich die Forschung mit diesem Thema auseinandersetzt und verschiedene Prüf- und Kalibrierverfahren entwickelt. Im Rahmen des Masterprojekts werden zwei verschiedene Ansätze zur Kalibrierung von terrestrischen Laserscannern untersucht. Es werden Erkenntnisse zur Durchführbarkeit, Funktionalität und Wiederholbarkeit beider Ansätze gesammelt. Dazu werden im Labor für optische 3D-Messtechnik mehrere Zielpunkte installiert und Messungen mit verschiedenen Laserscannern der Jade Hochschule durchgeführt und ausgewertet.
       

      Weiterentwicklung eines Systems für Geomonitoring aus Flächenhaften Daten, 02/2023

      Zu den wesentlichen Aufgaben der Ingenieurgeodäsie gehört unter anderem auch das Geomonitoring. Dies beinhaltet die mess- und auswertetechnische Erfassung, Beobachtung und Überwachung eines Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme. Viele der auf dem Markt bestehenden Systeme basieren dabei auf punktbasierten Konzepten, sodass eine Vermarkung der relevanten Punkte erforderlich ist. Da jedoch mit Verschmutzung oder gar mit der Zerstörung der Vermarkungen zu rechnen ist, bieten sich Verfahren an, die ohne eine aufwendige Vermarkung von Objektpunkten auskommen, wie punktwolkenbasierte, geometriebasierte oder parameterbasierte Modelle. Diese nutzen die reflektorlose Distanzmessung von Tachymetern oder terrestrischen Laserscannern, um das Messobjekt in mehreren Epochen zu erfassen. Da reflektorlose Distanzmessungen deutlich ungenauer sind, ist eine Strategie notwendig die trotzdem hochgenaue Deformationen aufdecken. Im Rahmen des Studiengangs Geoinformationswissenschaften (M.Sc.) wurde an der Jade Hochschule in Oldenburg ein Geomonitoringsystem entwickelt, welches auf einem parameterbasierten Modell beruht. Durch ein scannendes Tachymeter werden Objektoberflächen in einem vorgegebenen Raster abgetastet und anschließend eine ausgleichende Ebene in die resultierende Punktwolke geschätzt. Die ausgeglichenen Parameter werden über die gemessenen Epochen hinweg durch statistische Tests auf Identität geprüft, sodass eine gesicherte Ausgabe über eine Deformation getroffen werden kann. Das System erhebt alle erforderlichen Daten nach einmaliger Einrichtung vollautomatisch und überträgt die erhobenen Daten an eine serverbasierte Datenbank, sodass die gesamte Auswertung webbasiert dargestellt werden kann und zu jeder Zeit einsehbar ist.


      Im Rahmen dieses Projektes wird ein neues Verfahren zur Analyse der Standsicherheit eingeführt, welches auf eine 6-Parameter-Transformation basiert. Zudem wird die Datenerhebung deutlich robuster gestaltet und die graphische Benutzeroberfläche erweitert. Auch die Auswertung der Objektoberflächen wird optimiert, indem die Ebenenausgleichung auf ein Total-Least-Squares Modell überführt wird, sodass auch die Verbesserung der Beobachtungen zugelassen wird. Des Weiteren wird eine robuste Ausgleichung implementiert, sodass grobe Ausreißer automatisiert detektiert und eliminiert werden. Die Webseite wird durch ein Alarmmodell ergänzt, welches dem Anwender durch die Verwendung von intuitiven Farben einen schnellen Überblick über die Deformation des Objektes gibt. Außerdem wird das System einem praxisnahen Test unterzogen, indem es über zwei Wochen hinweg auf dem Campus der Jade Hochschule eingesetzt wurde.


      Mit dieser Arbeit kann gezeigt werden, dass das System in der Lage ist über mehrere Tage hinweg plausible Ergebnisse zu liefern, ohne dass zwischenzeitliche Systemausfälle aufgetreten sind. Gleichzeitig wurden diverse Fehlmessungen an die Datenbank übergeben, sodass weitere Optimierungen erforderlich sind, um das System bedenkenfrei einsetzen zu können. Der praktische Test zeigt zudem, dass weitere Ergänzungen, wie die Korrektur atmosphärischer Einflüsse oder die Einführung einer balancierten Ausgleichung, das System genauer und zuverlässiger gestalten würde.

      Entwicklung eines Systems für das Geomonitoring, 02/2021

      Die Überwachung von Bauwerken und Gebäuden mit Hilfe geodätischer und geotechnischer Sensoren ist ein wesentliches Aufgabenfeld der modernen Ingenieurvermessung. Es werden Bewegungen und Verformungen detektiert, um die Standsicherheit von Messobjekten in langen Zeiträumen zu überwachen. Für die Durchführung jener Überwachungsmessungen sind eine Reihe von kommerziellen Hard- und Softwarelösungen auf dem Markt verfügbar. Darüber hinaus wurde in einem studentischen Projekt an der Jade Hochschule Oldenburg ein Monitoring-System entwickelt, welches unter Verwendung bestimmter Hardware eine automatisierte Deformationsüberwachung im ein- sowie im dreidimensionalen Fall erlaubt. Es sind Sensoren zur eindimensionalen Distanzmessung und Tachymeter zum Einsatz gekommen. Verbesserungen der Streckenmessungen werden über die Erfassung der atmosphärischen Größen Temperatur und Luftdruck realisiert. Diese Arbeit befasst sich mit der ausführlichen Beschreibung des Projektes. Dazu gehört neben den Hardwarelösungen eine intelligente Datenhaltung über serverseitige MySQL-Datenbanken und webbasierte Visualisierungen sowie die zielgenaue Auswertung auf Basis geodätischer Filtertechniken und Zeitreihenanalytik. Ferner wurde für die Überwachung eindimensionaler Prozesse die Einführung eines Alarmmodells mit automatisierter Aussendung von Benachrichtigungen im Falle festgestellter signifikanter Änderungen an den Messobjekten realisiert.

      Entwicklung eines Konzepts und von Methoden zur autonomen Navigation von unbemannten Überwasserfahrzeugen (USV), 02/2021

      Die topographische Aufnahme von Gewässerböden stellt einen wesentlichen Aufgabenbereich der Hydro­graphie dar. Hierbei kommen häufig unbemannte Überwasserfahrzeuge (engl.: unmanned surface vehicle, USV) zum Einsatz. Mithilfe erweiternder Sensorik und Algorithmen lassen sich aus diesen USV autonom agierende Aufnahmesysteme entwickeln (engl.: autonomous surface vehicle, ASV). Im Rahmen des Masterprojekts wurde ein Konzept sowie dessen programmtechnische Umsetzung zur auto­nomen Navigation eines ASV erarbeitet. Das Ziel ist dabei die vollständige und zuverlässige Auf­nahme eines gänzlich unbekannten Gewässerbodens. Hardwareseitig wurde hierzu ein vorhandenes USV – neben seiner obligatorischen Sensorik (GNSS und Echolot) – um ein Laser-Distanz-Sensor erweitert, der die Umgebung über Wasser erfassen und damit Kollisionen mit Hindernissen vermeiden soll. Ein weiteres zentrales Element des ASV ist der Pixhawk 4; ein Steuercomputer, der bei der Vorgabe einer Koordinate die Regelung der Motoren des Bootes übernimmt.

      Der im Rahmen des Projekts entwickelte Algorithmus liest zunächst die Daten der genannten Sensoren aus, überwacht die relative Positionierung des ASV zum Ufer, leitet sämtliche Informationen für die weitere Entscheidungsfindung ab und gibt die berechneten Wegpunkte schließlich an den Pixhawk 4 weiter. Das Aufnahmekonzept sieht dabei vor, den Gewässerboden als Geländemodell (genauer als TIN) zu approximieren und durch weitere Profilmessungen sukzessive zu verbessern. Im ersten Schritt erfolgt die Gewässererkundung über sternförmig angeordnete Profilmessungen. Um Rechenzeit einzusparen, werden die aufgenommenen Bodenpunkte in mehreren Stufen gefiltert und zu einem initialen TIN vermascht. Im zweiten Schritt wird das initiale TIN verdichtet. Welche Regionen hierbei angefahren werden, richtet sich nach den Eigenschaften des aktuell zugrundeliegenden TIN (Kantenlänge, Gelände­neigung, Entfernung zum ASV). Der Verdichtungsprozess dauert an, bis aufgrund ausgewählter Kriterien der modellierte Gewässerboden als ausreichend gut approximiert angesehen wird.

      Zur Evaluierung des Konzeptes wurde der Algorithmus in einer eigens entwickelten Simulations­umgebung an verschiedenen Referenzmodellen getestet und mit dem etablierten Ansatz der streifen­weisen Aufnahme eines Gewässers verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass das entwickelte Konzept dem etablierten Ansatz in puncto Genauigkeit meist um einige Zentimeter unterlegen ist. Besonders gravierend ist der vermeintliche Nachteil des neuen Konzepts bei der während der Aufnahme zurück­gelegten Strecke. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass der entwickelte Algorithmus keinerlei Vorkenntnisse über das Gewässer voraussetzt, wohingegen etablierte Verfahren auf die Vorgabe der Gewässergrenze angewiesen sind. Ein enormer Vorteil des erarbeiteten Konzeptes besteht also dort, wo über ein Gewässer keine oder nur wenige Informationen vorliegen. Die besten Ergebnisse hinsichtlich der Genauigkeit liefert jedoch der im Rahmen des Projektes als hybrides Konzept bezeichnete Ansatz, der die streifenweise Erfassung etablierter Verfahren mit der topographisch fundierten Aufnahme des TIN-verdichtenden Teils des autonomen Konzepts kombiniert. Diese Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit und den Nutzen der entwickelten Algorithmen einer autonomen Gewässererkundung.

      Prüfmethoden für terrestrische Laserscanner, 03/2017

      Der terrestrische Laserscanner (TLS) hat in den vergangenen Jahren Einzug in viele Fachbereiche als moderne Technologie zur berührungslosen dreidimensionalen Er-fassung und Dokumentation von Objekten genommen. Gerade in Anwendungen aus der Ingenieurgeodäsie werden häufig hohe Genauigkeitsanforderungen an das Messsystem gestellt. Aus diesem Grund wird sich intensiv mit der Überprüfung und Kalibrierung von TLS auseinandergesetzt. Ein Problem für die Kalibrierung stellt das nicht preisgeben von bereits herstellerseitig angebrachten Korrekturwerten an das Messsystem dar, weshalb TLS häufig auch als sogenannte Black-Box Systeme bezeichnet werden. Dies erschwert das Finden von geeigneten Kalibrierfunktionen enorm, da le-diglich Abweichungen gegenüber der Herstellerkalibrierung bestimmt werden können.
      Ziel dieses Masterprojektes ist es, ein geeignetes Kalibrierverfahren für die Kalibrie-rung von TLS zu finden, welches mit dem vorhandenen Equipment zu realisieren ist.

      Automatisierte Ableitung von Gebäudegrundrissen aus TLS-Punktwolken, 03/2017

      Gebäudegrundrisse werden in den unterschiedlichsten Bereichen benötigt, um zum einen eine Orientierung im Gebäude zu geben aber auch zum anderen Informationen über den Bestand des Gebäudes zu liefern. Fenster- und Türöffnungen sowie Wanddicken sind in einem Grundriss vermerkt, sodass dieser eine geometrische Grundlage zur Planung, Umbau und Bewirtschaftung von Gebäuden mithilfe von entsprechender Software bietet. Somit stellen Wohnungsaufnahmen eine Planungsgrundlage für Architekten, Ingenieure und Bauherren dar. Allerdings bringt die qualifizierte Grundrissaufnahme einen erheblichen Zeitaufwand mit sich, sodass bei der Erstellung hohe Kosten entstehen. Im Bereich der Vermessung und Photogrammetrie besteht somit ein Interesse, effektivere Alternativen zur herkömmlichen Erstellung eines Gebäudegrundrisses zu finden.


      Terrestrische Laserscanner bedienen durch ihre laufende Fortentwicklung einen zunehmend größeren Anwendungsbereich. Mit der Zunahme der Anwendungen erhöht sich auch der Bedarf an automatisierten Auswerteverfahren, die im Gegensatz zur kurzen Aufnahme einen geringeren Zeitanteil der Nachbearbeitung der Messdaten bedarf. Automatisierte Auswerteverfahren beinhalten zusätzlich zu dem zeitlichen Aspekt den Vorteil, dass sie weniger fehleranfällig sind. Aufgrund der hohen Anzahl der gemessenen Punkte in einer Punktwolke gibt diese präzise die aufgenommene Geometrie wieder und ermöglicht somit
      eine präzise automatisierte Ableitung. Diese präzise Ableitung von Geometrien kann unter anderem für die Erstellung von automatisierten Gebäudegrundrissen von Bedeutung sein. Die Herausforderung liegt hierbei in der Eliminierung von Stördaten, welche vor allem durch das Interieur eines Gebäudes entstehen, sodass ein Grundriss, welcher in einfacher Weise die räumlichen Verhältnisse innerhalb eines Gebäudes darstellt, erstellt werden kann.


      Das Ziel dieser Projektarbeit ist die Entwicklung und Analyse von Erfassungsstrategien und Auswertemethoden zur automatisierten Ableitung von Gebäudegrundrissen anhand von TLS-Punktwolken. Abweichend vom Titel dieser Arbeit soll sich dabei zunächst auf die automatisierte Ableitung eines Raumgrundrisses konzentriert werden. Eine Anforderung an die Aufnahme des Raumgrundrisses ist es, mit möglichst wenigen Standpunkten auszukommen. Die Realisierung der automatisierten Ableitung erfolgt mit Hilfe von Matlab-Skripten.


      Einleitend werden zunächst in dieser Arbeit die Grundlagen beschrieben. Diese beinhalten unter anderem den aktuellen Forschungsstand dieser Thematik, die mathematischen und funktionellen Grundlagen sowie die Vorstellung der Grundrissnorm. An die Grundlagen anschließend werden in dem Kapitel 3 die notwendigen Vorarbeiten und das Vorgehen zur Bestimmung der grundriss-bestimmenden Elemente näher beleuchtet. Anschließend erfolgt die Ergebnisbetrachtung unter verschiedenen Gesichtspunkten. Am Ende der Arbeit erfolgt eine Zusammenfassung sowie eine kritische Betrachtung der entwickelten Methode zur Grundrissableitung aus TLS-Punktwolken.

      Messung und Analyse des Deformationsverhaltens an der Carmel-Störung, 03/15

      Die Messung und Analyse des Deformationsverhaltens an der Carmel-Störung ist ein Projekt des Masterstudiengangs Geodäsie und Geoinformatik des Fachbereichs Bauwesen und Geoinformation an der Jade Hochschule Standort Oldenburg. Dieses Projekt wird nach Möglichkeit jedes Jahr angeboten und wird in Kooperation mit dem Technion in Haifa, Israel durchgeführt. Die dortigen Messungen wurden mit Geodäsiestudenten des Technion gemeinsam durchgeführt. Die Analyse der Messungen erfolgte jedoch im Rahmen dieses Projektes ausschließlich von den deutschen Masterstudenten. Im Vergleich zu den vorherigen Messungen wurden, wie auch bereits bei der 2012er Kampagne, Wetterstationen genutzt, die begeitend zu den GPS-Messungen meteorologische Daten sammelten. Die Prozessierung der Wetterdaten in den Auswerteprozess miteinzubeziehen war ebenfalls Aufgabe des Projekts. Den Studierenden wird in diesem Projekt die Möglichkeit gegeben sich mit der Erfassung von geodynamischen Prozessen zu beschäftigen. 

      An Grenzflächen von aufeinander treffenden Platten können konvergente und divergente Plattenbewegungen auftreten. Konvergente Bewegungen der kontinentalen Kruste bewirken Gebirgsbildung, während divergente Bewegungen zur Bildung von Gräben führen (Reinking, 2014). Ein solcher Graben ist der Jordangraben in Israel. Dieser entstand aus der Totes-Meer-Störung. Ein Abzweig dieser Störung ist die Carmel-Störung, welche das Untersuchungsgebiet des Projektes bildet. An Gesteinsformationen der Störungen können Spannungen, die sich als Erdbeben auswirken, entstehen. Dass Erdbeben heftige Katastrophen hervorrufen können, zeigten Ereignisse der letzten Jahre (Haiti (2010) und Japan (2011)). Daher sind die Überwachung von Erdbebengebieten und die Vorbereitung auf eintreffende Ereignisse extrem wichtig. Die ersten Messkampagnen in den Jahren 1999 und 2006 wurden ohne deutsche Beteiligung vom Technion durchgeführt. In den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012, sowie 2014 wurden die Messungen gemeinsam durch Studenten des Technions und der Jade Hochschule vorgenommen. Ziel dieses Projekts ist die langjährige Messreihe fortzuführen um die Bewegungen an der Carmel-Störung festzustellen und somit eine Grundlage zur Einschätzung des geodynamischen Verhaltens bereitzustellen.