- Studium und Lehre
- Forschung
- Transfer
- Wissenschaftler_innen
- Unternehmen
- Nachhaltigkeit, Umwelt und Geoinformation
- WiMi (Wissenschaftliche Mitarbeitende)
- Professor_innen
- Geoinformation
- Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik (IAPG)
- Mess- und Auswertetechnik (IMA)
- Oldenburg
bis , Campus Oldenburg, Ofener Straße 16/19 26121 Oldenburg, Hauptgebäude (HB1), Raum E-22
Kolloquien Geoinformation SoSe 2026: zum Thema Geoinformationsdienst der Bundeswehr
Die öffentliche Vortragsreihe Kolloquien Geoinformation wird zweimal jährlich von der Abteilung Geoinformation in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Vermessungsingenieure e.V. (VDV), dem Deutschen Verein für Vermessungswesen (DVW) Niedersachsen/Bremen e.V., der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformatik e.V. (DGPF) und der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e.V. (DGfK) organisiert. Pro Semester werden an zwei bis drei Terminen spannende und aktuelle Themen aus der Welt der Geoinformation präsentiert. Im Anschluss laden wir bei Snacks und Getränken zum entspannten Austausch und weiteren Diskussionen ein.
Vortragsbeginn: 15:45 Uhr
Raum: Hauptgebäude (HB1), E-22, Gebäudeplan
Parken: Parkplatz gegenüber Zeughausstraße 18 (Schrankenöffnung von 15:10 - 15:40 Uhr)

Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr – für Geodäten KEIN Arbeitsplatz wie jeder andere
Dipl.-Ing. Ole Frähmke, Oberst (Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Euskirchen)
Zusammenfassung:
Die Landes- und Bündnisverteidigung bildet seit der „Zeitenwende“ den Kernauftrag der Bundeswehr. Für eine glaubwürdige Abschreckung, die Fähigkeit zur Verteidigung des eigenen Staatsgebiets sowie die Unterstützung verbündeter Streitkräfte sind präzise, zuverlässige und jederzeit verfügbare Geoinformationen unverzichtbar. Sie bilden eine der wesentlichen Grundlagen militärischer Planungs-, Führungs- und Entscheidungsprozesse. Nicht nur für verteidigungsrelevante Operationen, sondern auch für weitere Aufgaben wie Heimatschutz, internationales Krisenmanagement oder humanitäre Not- und Katastrophenhilfe steht die Bereitstellung qualitätsgesicherter Geoinformationen im Vordergrund. Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw) stellt diese Grundlagen sicher. Militärische Operationen sind ohne präzise Kenntnis von Gelände, Infrastruktur, Umweltbedingungen und exakter Positionierung weder plan- noch durchführbar. Die exakte Positionsbestimmung an Land, in der Luft und auf See dient der Sicherstellung, dass Truppen und Fahrzeuge sicher navigieren und Waffensysteme präzise auf ihre Ziele ausgerichtet werden können, um ihre Wirkung möglichst genau zu entfalten. Insbesondere auf dem modernen, digitalen Gefechtsfeld spielt dies eine entscheidende Rolle. Ebenso werden wesentliche Geofaktoren wie Gelände, Infrastruktur, Bewuchs, Gewässer sowie dynamische Umweltbedingungen – einschließlich Klima und Wetter – erfasst, analysiert und für militärische Entscheidungsprozesse aufbereitet.
Das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) ist die zentrale Facheinrichtung des GeoInfoDBw, in der sich Fachleute verschiedenster geowissenschaftlicher Disziplinen gemeinsam einer Problemstellung annehmen und im sogenannten interdisziplinären Ansatz Lösungen erarbeiten. Hier spielt die Geodäsie mit allen darunter subsummierten Disziplinen wie z.B. Photogrammetrie, Fernerkundung, Geoinformatik oder Kartographie eine tragende Rolle. Im Rahmen dieses Vortrags sollen nicht-alltägliche Betätigungsfelder eines Geodäten vorgestellt werden, die in diesem Berufsfeld so nur in der Bundeswehr zu finden sind. Der Vortragende ist selbst Diplom-Geodät und als Soldat seit 1990 in einer Vielzahl unterschiedlicher Verwendungen im militärischen Geowesen tätig.