In den vergangenen Jahren ergab sich für mich die Gelegenheit, ein enges Netzwerk in Europa zu knüpfen. Ich durfte in Frankreich studieren und arbeiten, zahlreiche Reisen unternehmen und Menschen unterschiedlichster Kulturen kennenlernen. Hierbei sind mir besonders meine Gemeinsamkeiten mit anderen Kulturen aufgefallen und die wertvolle Bereicherung, die sie mir boten. Meine Freunde kommen längst nicht mehr nur aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Spanien, Portugal, der Slowakei und Griechenland.
Leider setzt sich seit einigen Jahren in Europa ein bedenklicher Trend ab. Viele betonen nicht mehr die Gemeinsamkeiten, sondern die Unterschiede zwischen den Ländern. Parteien mit teils rechtsextremen Ideologien dringen europaweit in Parlamente ein, streuen nationalistisches Gedankengut und arbeiten gegen internationalen Zusammenhalt. In und um Europa herrschen Konflikte, welche die Gesellschaft spalten und sich zu verschärfen drohen. Daher sind Frieden und Zusammenarbeit jetzt von besonderer Bedeutung. Rechtsextreme Strömungen zersplittern Europa und ich verstehe nicht, warum solche Stimmen gerade jetzt wieder laut werden.
Eine klare Ablehnung rechtsextremistischer Ideologien würde den Einfluss dieser Gruppen einschränken. Sie organisieren sich und gehen wählen, warum sollten wir das nicht auch tun? Bei der letzten Europawahl ist nur jeder zweite Wahlberechtigte wählen gegangen, das halte ich für inakzeptabel.
Angesichts der drängenden Herausforderungen unserer Zeit wie Inflation und Klimakrise sowie der Notwendigkeit, den Frieden in Europa zu wahren, haben wir keine Zeit, uns von rechten Strömungen bremsen zu lassen.






