• Elektrotechnik dual studieren in Wilhelmshaven

    Möchtest du verstehen, wie elektrische und elektronische Systeme entstehen und wie elektrische Energie, Signale und Informationen technisch erfasst, übertragen, gespeichert und genutzt werden? Im Bachelorstudium Elektrotechnik dual setzt dich mit den klassischen Grundlagen der Elektrotechnik auseinander und lernst deren Aufbau, Funktionsweise und Anwendung in zentralen Bereichen wie der Energieversorgung, der Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie der Nachrichten- und Kommunikationstechnik kennen. 

    Das Besondere an diesem Studiengang ist die enge Verbindung von Theorie und Praxis: Mit anwendungsorientierten Lehrmethoden, intensiven Laborübungen, spannenden Projekten und Praxisphasen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern setzt du dein Wissen direkt in realen technischen Anwendungen um.

    Der Studiengang richtet sich an technikaffine Personen, die eine praxisnahe und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Ausbildung suchen. In 8 Semestern und mit 240 ECTS erwirbst du fundierte mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse und spezialisierst dich in Bereichen Automatisierungstechnik, Nachhaltige Energiesysteme oder Nachrichtentechnik.

    Varianten des dualen Studiengangs siehe unten.

    Alle Information im Überblick
    Abschluss
    Bachelor of Engineering (B.Eng.)
    Bewerbung für inländische Studierende
    01.06. bis 15.09. oder 01.12. bis 15.03. via Jade eCampus
    Bewerbung für Internationals
    01.04. bis 15.08. oder 01.10. bis 15.02. via uni-assist
    Studienbeginn
    Wintersemester und Sommersemester
    Regelstudienzeit
    8 Semester
    Leistungspunkte gemäß ECTS
    240
    Studienort
    Studienform
    Dual, ausbildungsintegrierend, praxisintegrierend, Präsenz, teilzeitgeeignet
    Lehrsprache
    Deutsch
    Numerus Clausus / Zulassungsbeschränkung
    Nein
    Zugangsvoraussetzungen
    Semesterbeitrag und -gebühren

    Duales Studium - zwei Varianten

    Zwei Abschlüsse bei gleicher Studiendauer wie im grundständigen Studium

    • Variante A: ausbildungsintegrierend

       

      • Kombination aus Berufsausbildung und Studium
      • Ausbildungsvertrag und Ausbildungsvergütung
      • Vermittlung der Inhalte gemäß Ausbildungsordnung
      • Vorbereitung auf die Kammerprüfung
      • Abschluss vor IHK/HWK (Facharbeiterbrief)
    • Variante B: praxisintegrierend

       

      • Studium mit längeren Praxisphasen im Unternehmen
      • Praxisvertrag und Vergütung
      • Kennenlernen betrieblicher Abläufe und späterer Aufgabenfelder
      • Keine berufsspezifischen Prüfungen oder zusätzlicher Berufsabschluss
    • Gemeinsamkeiten

       

      • Studium und Praxis-/Ausbildungsphasen wechseln sich semesterweise ab
      • Studieninhalte identisch mit dem regulären Studiengang
      • Praxisprojekte (Praxisprojekt 1 & 2), Praxisphase und Bachelorarbeit im Unternehmen
      • Vergütung über die gesamte Studienzeit, Semesterbeiträge/-gebühren werden meist vom Unternehmen übernommen
      • Sehr hohe Praxisnähe und gute Übernahmechancen nach dem Abschluss

    Imagefilm Elektrotechnik

    Lehrinhalte „Elektrotechnik dual, B.Eng.“

    • Wenn nicht anders angegeben, werden alle Module mit 5 ECTS bewertet. 

      Im Modulhandbuch (pdf, Archivversion) oder im Jade eCampus (fortlaufend aktualisiert) erhältst du detailliertere Informationen zu jedem einzelnen Modul.

      1. Semester

      • Praxisprojekt 1 (15 ECTS)
      • Berufliche Ausbildung / Berufliche Qualifikation
      • Onboarding

      2. Semester

      • Mathematik 1: Lineare Algebra und Vektorrechnung
      • Elektrotechnik: Einführung
      • Grundlagen der Informatik
      • Technische Mechanik: Statik
      • Physik
      • Nichttechnisches Wahlpflichtmodul (NTWP)
      • Schlüsselqualifikation (SQ)

      3. Semester

      • Mathematik 2: Differential- und Integralrechnung, gewöhnliche Differentialgleichungen
      • Elektrotechnik: Vertiefung
      • Einführung in die Hochsprachenprogrammierung
      • Grundelemente der Messtechnik
      • Bauelemente und Grundschaltungen
      • Digitaltechnik und Mikroprozessortechnik
      • Werkstoffe der Elektrotechnik

      4. Semester

      • Mathematik 3: Vektoranalysis und Reihen
      • Grundlagen der Feldtheorie
      • Grundlagen der Systemtheorie
      • Praktische Elektro- und Messtechnik
      • Einführung in intelligente Automatisierung
      • Einführung in die Nachrichtentechnik
      • Einführung in nachhaltige Energieversorgung

      5. Semester

      • Praxisprojekt 2 (15 ECTS)
      • Berufliche Ausbildung / Berufliche Qualifikation

      6. Semester

      • Methoden und Anwendungen der Regelungstechnik
      • Embedded Systems und Echtzeit-Betriebssysteme
      • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
      • Objektorientierte Programmierung
      • Leistungselektronik
      • 2x Spezialisierungsmodul

      7. Semester

      • 4x Techniches Wahlpflichtmodul (TWP)
      • 3x Spezialisierungsmodul

      8. Semester

      • Abschlusspraxisphase (18 ECTS)
      • Bachelorarbeit (12 ECTS)
    • Ein zentrales Merkmal des dualen Bachelorstudiums sind die fest verankerten Unternehmenssemester in den Semestern 1, 5 und 8. Sie reichen von den ersten Schritten im Unternehmen über anspruchsvolle Praxisprojekte bis hin zur Abschlussarbeit und schaffen eine durchgängige Verbindung zwischen Studium und Berufspraxis. Dadurch bietet dir das duale Studium beste Perspektiven für den direkten Übergang in qualifizierte Tätigkeiten.

    • Zu Beginn des Studiums durchläufst du eine Ausbildung in ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen (in der Modulübersicht aprikot dargestellt), die auf zehn Pflichtmodule über die ersten drei Theoriesemester verteilt sind.
      Diese Grundlagenmodule stimmen überwiegend mit denen in den anderen ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen im  Fachbereich Ingenieurwissenschaften überein, wodurch zu Beginn des Studiums eine Durchlässigkeit zwischen den Studiengängen des Fachbereichs ohne Zeitverlust ermöglicht wird.

    • Ab dem dritten bis zum siebten Semester schließen sich an das Grundlagenstudium die Kernmodule Elektrotechnik an (in der Modulübersicht orange dargestellt). Dabei handelt es sich um Pflichtmodule, in denen die erforderlichen Grundkenntnisse für die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung in Elektrotechnik vermittelt werden.

    • Die verpflichtende Wahl einer Spezialisierung (in der Modulübersicht dunkelorange dargestellt) im Umfang von 25 ECTS ermöglicht dir eine individuelle Schwerpunktbildung in folgenden Bereichen:

       

      Automatisierungstechnik

      6. Semester:

      • Digitale Signalverarbeitung
      • Steuerung und Visualisierung von Prozessen

        7. Semester:

        • Moderne Methoden der Regelungstechnik
        • Industrielle Kommunikationssysteme 
        • Robotik: Grundlagen und Anwendungen

      Nachhaltige Energiesysteme

      6. Semester:

      • Technologie des Energietransports
      • Elektrische Energienetze

        7. Semester:

        • Energieerzeugung, Speicher und grüne Moleküle
        • Smart Grids
        • Mobilitätskonzepte und Leistungselektronik

      Nachrichtentechnik

      6. Semester:

      • Hochfrequenztechnik
      • Übertragungstechnik

        7. Semester:

        • Elektronische Schaltungen
        • Drahtlose Internet of Things Anwendungen
        • Optische Nachrichtentechnik
    • Das Modulangebot im Bereich Technische Wahlpflicht (TWP; in der Modulübersicht hellrot dargestellt) bietet dir individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für deinen Studienverlauf. 

      Zusätzlich hast du die Möglichkeit, die technischen Wahlpflichtmodule so zu wählen, dass sie in ihrer Gesamtheit entweder einer weiteren technischen Spezialisierung oder einem benachbarten Studiengang zugehören. In diesem Fall erwirbst du eine Zusatzqualifikation, die im Zeugnis als Zusatzqualifikation "Aspekte der/des [Name der Spezialisierung/des Studiengangs]" ausgewiesen wird (siehe § 4 Abs. 5 BPO).

      Die Modulauswahl richtet sich nach dem tatsächlichen Angebot des Fachbereiches. Sie wird unter Berücksichtigung wichtiger Entwicklungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Technik vom Fachbereichsrat beschlossen und kann für jedes Semester aktualisiert werden. Die aktuelle Liste wird vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    • Die Module im Bereich Nichttechnische Wahlpflicht (NTWP; in der Modulübersicht blau dargestellt) befähigen dich, wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge zu verstehen und mit diesem Wissen die nichttechnischen Herausforderungen des Ingenieurberufs zu bewältigen. 

      Die zur Verfügung stehenden Module werden in einer Liste zusammengefasst und vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    • Die Module im Bereich Schlüsselqualifikation (SQ; in der Modulübersicht gelb dargestellt) bieten dir die Möglichkeit, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und befähigen dich zum zivilgesellschaftlichen Engagement. Sie zielen auf den Erwerb von Sozial- und Methodenkompetenzen ab. Beispiele für Module im Bereich Schlüsselqualifikation sind Projektmanagement oder Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure. 

      Die zur Verfügung stehenden Module werden in einer Liste zusammengefasst und vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    Praxisbezug

    Der Start deines dualen Studiums erfolgt typischerweise im Wintersemester. In dieser Zeit findet die erste längere Phase im Unternehmen statt, in der du das Unternehmen kennenlernst und deine berufliche Ausbildung beginnst. Gleichzeitig absolvierst du in dieser Phase das Praxisprojekt 1 im Umfang von 15 ECTS, das von Professor_innen der Hochschule betreut und bewertet wird. Der Beginn des theoretischen Studiums an der Hochschule erfolgt daher erst im Sommersemester.

    Die zweite längere Phase im Unternehmen findet im fünften Semester statt. In diesem Zeitraum absolvierst du das Praxisprojekt 2 ebenfalls im Umfang von 15 ECTS unter Betreuung der Hochschule. Zusätzlich ist in diesem Semester der Abschluss der beruflichen Ausbildung durch das Ablegen der zugehörigen Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer vorgesehen.

    Zusätzlich zu den beiden Praxisphasen im ersten und fünften Semester verbringst du die Praxisphase im Abschlusssemester im Partnerunternehmen und erarbeitest dort auch deine Abschlussarbeit.

    Im gesamten Studium wird der Praxisbezug durch zahlreiche Module gestärkt, in denen Vorlesungen eng mit Laborveranstaltungen und experimenteller Arbeit verknüpft sind. So erprobst du theoretische Inhalte unmittelbar in der Praxis, wendest Mess- und Versuchstechniken an und übst ingenieurwissenschaftliche Methoden realitätsnah ein.

    Durch diese eng verzahnte Abfolge von Praxisprojekten, betrieblicher Ausbildung und wissenschaftlicher Begleitung entsteht ein durchgängiger, qualitätsgesicherter Praxisbezug über den gesamten Studienverlauf hinweg.

    Einblicke

    Studierende hören der Vorlesung zu.
    Hand bedient ein Steuerungsmodul.

    Berufsbild

    Bachelorabsolvent_innen der Elektrotechnik arbeiten in vielfältigen ingenieurtechnischen Tätigkeitsfeldern in Industrie, Energieversorgung, Automatisierungs- und Nachrichtentechnik sowie in angrenzenden technologieorientierten Branchen. Sie sind insbesondere in technischen Fachabteilungen, Projektteams und betrieblichen Entwicklungs-, Betriebs- oder Serviceeinheiten tätig.

    Typische Berufsprofile sind unter anderem Automatisierungsingenieur_innen, Ingenieur_innen für Energietechnik, System- oder Applikationsingenieur_innen, Projekt_ingenieur_innen mit Tätigkeiten in technischen Betriebs-, Planungs- und Servicebereichen. In diesen Funktionen wirken sie an der Planung, Umsetzung, Inbetriebnahme, Überwachung und Optimierung elektrischer und elektronischer Systeme, Anlagen und Prozesse mit. Sie übernehmen dabei anwendungs- und projektbezogene Aufgaben, analysieren technische Problemstellungen, wenden ingenieurwissenschaftliche Methoden an und setzen Lösungen unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen um. Sie arbeiten selbstständig innerhalb vorgegebener Strukturen und sind in der Lage, Aufgaben im Team fachgerecht zu koordinieren.

    Ihre Verdienstaussichten können Sie mithilfe des Gehaltsvergleiches des Statistischen Bundesamtes schätzen lassen.

    Internationales

    Outgoings

    Grundsätzlich bietet dir der Studiengang vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrungen in dein Studium zu integrieren. Als dual Studierende_r stimmst du zunächst individuell mit deinem Ausbildungsunternehmen ab, ob ein Auslandsaufenthalt während des Studiums möglich ist. In der Praxis betrifft eine solche Vereinbarung meist ein Semester an einer ausländischen Hochschule, sodass die betrieblichen Praxisphasen im Unternehmen unberührt bleiben. Durch den Studienaufbau kannst du insbesondere das siebte Semester als Auslandssemester gestalten.

    Internationale Kompetenz erwirbst du aber nicht nur im Ausland, sondern auch direkt am Campus Wilhelmshaven: durch englischsprachige Lehrangebote im Wahlpflichtbereich, internationale Projekte während des Semesters und internationale Sommerprogramme. Ergänzend kannst du an kurzzeitigen Auslandsaufenthalten teilnehmen, etwa an Sprachkursen oder Exkursionen zu Partnerhochschulen wie der Universität Bordeaux (Frankreich) oder Inatel (Brasilien). Sprachkurse können unter bestimmten Voraussetzungen als nichttechnische Wahlpflichtmodule anerkannt werden.

    Incomings

    Unser internationales Programm richtet sich an Gaststudierende mit guten Englischkenntnissen (sowohl mündlich als auch schriftlich) und Grundkenntnissen in Deutsch. Die Kurse werden in englischer Sprache gelehrt und gehören zu unserem Wahlpflichtprogramm, so dass du zusammen mit deutschen Studierenden lernst und arbeitest. Die Lerngruppen sind klein – üblicherweise mit 15 bis 40 Teilnehmenden. 

    Gern kannst du auch an unserem regulären, deutschsprachigen Kursangebot teilnehmen, entsprechende Deutschkenntnisse vorausgesetzt.

    Studienort Wilhelmshaven

    Campus Wilhelmshaven

    Stadt Wilhelmshaven

    Bewerbungsprozess

    Registrierung über den eCampus

    Als erstes ist eine Registrierung auf der Startseite des Bewerbungsportals im Jade eCampus erforderlich - dies gilt auch, wenn du aktuell bereits bei uns eingeschrieben bist oder es mal warst.

    Internationale Studierende: Ausländische und deutsche Studierende, die ihren Schulabschluss im Ausland erworben haben, bewerben sich über uni-assist!!

    Bewerbung über den eCampus

    Danach gibst du online die Bewerbung für den gewünschten Studiengang ab und beantragst die Immatrikulation. Der eCampus führt dich dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.

    Nachdem du alle erforderlichen Angaben gemacht hast, werden dir die einzureichenden Unterlagen im Upload-Bereich im Jade eCampus angezeigt. Lade dort die unterschriebene "Annahmeerklärung" aus dem "Antrag auf Immatrikulation" sowie alle weiteren geforderten Dokumente hoch und überweise den Semesterbeitrag!

    Prüfung und Status der Bewerbung

    Im Anschluss werden die eingereichten Unterlagen durch das Immatrikulationsamt geprüft und du erhälst eine automatisch generierte Mail mit der Bitte, deinen Status im Bewerberportal zu überprüfen. 

    Anschließend können fehlerhafte oder fehlende Unterlagen nachgereicht werden.

    Immatrikulation und Zugangsdaten

    Sobald alle Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen sowie der Semesterbeitrag auf dem Konto der Jade Hochschule eingegangen ist, wird deine Immatrikulation durchgeführt.

    Nach der Immatrikulation werden dir im Jade eCampus deine initialen Zugangsdaten und ein Link zur Aktivierung deines studentischen Hochschulzugangs angezeigt. Bitte aktiviere diesen innerhalb von 28 Tagen und notiere deine Zugangsdaten.

     

    FAQ

    • Ausführliche Beschreibungen aller Module findest du im Modulhandbuch im Download-Bereich unten auf dieser Seite.

    • Sehr flexibel. Du wählst Module innerhalb der folgenden Bereiche individuell aus:

      • Spezialisierung (25 ECTS) setzt einen verbindlichen Schwerpunkt. Zur Auswahl stehen: 
        • Automatisierungstechnik
        • Nachhaltige Energiesysteme
        • Nachrichtentechnik
      • Technische Wahlpflicht (20 ECTS) ermöglicht fachliche Vertiefungen oder Zusatzqualifikationen
      • Nichttechnische Wahlpflicht (5 ECTS) vermittelt wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen
      • Schlüsselqualifikationen (5 ECTS) stärken Sozial- und Methodenkompetenzen
         
    • Sehr praxisnah. Viele Module verbinden Vorlesungen mit Laborveranstaltungen, in denen du Mess- und Versuchstechniken anwendest, reale technische Problemstellungen bearbeitest und ingenieurwissenschaftliche Methoden praktisch einübst.

      Ein zentrales Element des Studiums bilden industrielle Praxisphasen, bestehend aus dem Praxismodul im 5. Semester sowie dem Abschlusssemester.

    • Ja. Im 5. Semester absolvierst du ein verpflichtendes Praxissemester in einem Unternehmen, in dem du über mehrere Monate praktische Berufserfahrung im ingenieurtechnischen Arbeitsumfeld sammelst.
      Im 8. Semester folgen die Abschlusspraxisphase und die Bachelorarbeit, die idealerweise ebenfalls in einem Unternehmen durchgeführt werden und den direkten Übergang in den Berufseinstieg unterstützen.

    • Die Bachelorstudiengänge Elektrotechnik dual, Maschinenbau dual, Mechatronik dual und Medizintechnik dual können mit jeweils 8 Semestern Studiendauer im Verbund mit einem Partnerunternehmen studiert werden.
      Es gibt zwei Varianten: 

      1. Duales ausbildungsintegrierendes Studium: Verzahnung von Berufsausbildung und Studium
      2. Duales praxisintegrierendes Studium: Verzahnung von Praxisphasen im Unternehmen und Studium
    • In diesem Studiengang ist eine Bachelorzwischenprüfung vorgesehen. Sie dient dazu, zu überprüfen, ob du die grundlegenden Inhalte und Methoden der ersten Studienphase erfolgreich absolviert hast.

      Dabei handelt es sich nicht um eine zusätzliche Prüfung: Die Bachelorzwischenprüfung gilt automatisch als bestanden, sobald du die Module der ersten drei Semester im Umfang von 90 ECTS erfolgreich abgeschlossen hast.

      Sie ist Voraussetzung für den weiteren Studienverlauf, geht aber nicht in die Berechnung der Bachelornote ein.
      Weitere Details findest du in der Prüfungsordnung Teil A und Teil B.

    • Ein Teilzeitstudium bedeutet, dass du pro Semester weniger Module belegst als im Vollzeitstudium. Du darfst höchstens 15 ECTS pro Semester machen. Wenn du mehr als 15 ECTS erbringst, verlierst du rückwirkend den Status als Teilzeitstudierende_r.
      Wichtig: Wiederholungsprüfungen aus früheren Semestern zählen nicht zu diesen 15 ECTS. Während du deine Bachelorarbeit schreibst, ist ein Teilzeitstudium nicht möglich.

      Du beantragst das Teilzeitstudium formlos bei der Prüfungskommission, und zwar spätestens einen Monat nach Beginn der Vorlesungen. Der Antrag gilt für zwei aufeinanderfolgende Semester. Danach endet das Teilzeitstudium automatisch. Wenn du danach weiter in Teilzeit studieren möchtest, musst du einen neuen Antrag stellen.

    • Ja. Im Bachelorstudiengang Elektrotechnik hast du die Möglichkeit, über das Erasmus-Programm oder andere Austauschprogramme ein Auslandssemester oder ein Studienjahr an einer Partnerhochschule zu absolvieren. Der Auslandsaufenthalt kann in den Studienverlauf integriert werden und ist in der Regel ohne Verlängerung der Regelstudienzeit möglich.

    • Die Berufsaussichten sind sehr gut, da Elektrotechnik eine Schlüsselrolle in zentralen Zukunftsbranchen wie Energieversorgung, Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0 spielt. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach qualifizierten Elektroingenieur_innen in Industrie, Forschung und Entwicklung.

    • Unser Immatrikulationsamt hat genau für solche Fälle eine FAQ mit allgemeinen Fragen zusammengestellt.

    Qualifikationsziele

    • Die Befähigung zur qualifizierten Erwerbstätigkeit wird erreicht, indem die Studierenden sich eine individuelle fachliche Spezialisierung erarbeiten, welche sie zu Experten in ingenieurwissenschaftlichen Fragen macht. Dabei ist die starke Verflechtung von theoretischen Studieninhalten, experimenteller Laborarbeit und anwendungsorientierten Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung (z.B. in Praxisphasen, der Bachelor- oder Masterarbeit) in unterschiedlichen technischen Themenbereichen während der gesamten Studienzeit zu berücksichtigen.

      Unsere Absolvent_innen

      • verfügen über instrumentelle Kompetenz, womit sie ihr Expertenwissen und -verständnis in ihrer Tätigkeit oder ihrem Beruf anwenden und Problemlösungen und Argumente in ihrem Fachgebiet erarbeiten und weiterentwickeln können.
      • sind in der Lage, autonom ingenieurwissenschaftliche, anwendungsorientierte Projekte zu planen und durchzuführen.
      • sind vertraut mit Fragestellungen der Arbeitssicherheit.
      • verfügen über kommunikative Kompetenzen und können technisch-wissenschaftliche Inhalte in eine für Nichtfachleute verständliche Form transformieren.
    • Der Bachelorstudiengang Elektrotechnik dient der Vermittlung von Grundlagen- und ausgewählten Spezialkenntnissen aus dem Bereich der Elektrotechnik. Der Studiengang ist anwendungsorientiert konzipiert.

      Um die Fachqualifikation sicherzustellen, werden Handlungskompetenzen zu sechs Kompetenzclustern zusammengefasst und den Modulen der Bachelorstudiengänge gewichtet zugeordnet. Die Aufstellung der Cluster beruht auf einer Analyse des regionalen und überregionalen Arbeitsmarktes sowie dem aktuellen Stand der Technik.

      In der folgenden Tabelle sind die sechs Kompetenzcluster und die zugehörigen Handlungskompetenzen der Absolvent_innen des Bachelorstudiengangs Elektrotechnik aufgelistet.

      KompetenzclusterHandlungskompetenzen 
      A Kompetenzen und Fähigkeiten zu lebenslangem Lernen, um sich arbeitsmarktorientiert weiterzuentwickeln, abgesichert durch fundierte physikalische, mathematische und elektrotechnische Kenntnisse und grundlegende, entwicklungsunabhängige Informatikfähigkeiten.Die Absolvent_innen des Studiengangs
      - berücksichtigen branchenspezifische und aktuelle Vorgaben und Bestimmungen zu Sicherheitsthemen.
       
       - überblicken permanent aktuelle Entwicklungsthemen und branchenspezifische Trends und setzen diese im betrieblichen Umfeld um. 
       - können die Grenzen und Fähigkeiten neuer Tools und die Lösungsvorschläge von KI-Tools beurteilen. 
       - können Lösungsvorschläge in kurzer Zeit umsetzen. 
       - arbeiten sich eigenständig in neue Verfahren und Technologien ein, z.B. durch Literaturrecherche. 
       - bilden sich in dieser als auch in verwandten Ingenieurdisziplinen kontinuierlich weiter, um sich den wandelnden Arbeitsmarktanforderungen anzupassen. 
      B Kompetenzen und Fähigkeiten zur Problemlösung, zur studien- und fachübergreifenden Umsetzung von Lösungsstrategien und -konzeptenDie Absolvent_innen des Studiengangs
      - berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte im Produktlebenszyklus elektrotechnischer Geräte.
       
       - kombinieren verschiedene Teildisziplinen der Elektrotechnik miteinander, um neue Lösungen zu finden. 
       - entwickeln elektrische, elektronische sowie informationstechnische Produkte (inkl. Service-Produkte). 
       - modellieren komplexe elektrotechnische Sachverhalte für Simulationszwecke. 
      C Kompetenzen und Fähigkeiten zur arbeitsmarktspezifischen, regionalpassfähigen Ausrichtung in den klassischen SpezialisierungenDie Absolvent_innen des Studiengangs
      - kennen und verstehen spezifische Problemstellungen gemäß gewählter Spezialisierung.
       
       - beherrschen die Verfahren und Methoden gemäß gewählter Spezialisierung und können diese zur Lösung von entsprechenden Fragestellungen qualifiziert anwenden. 
      D Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kompetenzen und Fähigkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit im nationalen und internationalen KontextDie Absolvent_innen des Studiengangs
      - haben ein ausgeprägtes Wissen und Verständnis für interkulturelle Aspekte in der internationalen Zusammenarbeit, z.B. in internationalen Projekt- und Produktmanagement-Teams.
       
       - beherrschen Kommunikation, Wissensaustausch und Arbeitsorganisation in inter- und multidisziplinären Projekten sowie in Teams zur Entwicklung innovativer elektrotechnischer Produkte und Dienstleistungen. 
       - präsentieren Arbeitsergebnisse souverän in Präsenz, Online- oder Hybridformaten, was die Grundlage bildet z.B. für Tätigkeiten in technischer Beratung, Wissenschaftskommunikation oder Kundenschulung. 
       - vertreten souverän elektrotechnische Aspekte in inter- und multidisziplinären in nationalen sowie internationalen Projekten. 
      E Überdurchschnittliche praktische, anwendungsbezogene Kompetenzen durch erhöhten PraxisanteilDie Absolvent_innen des Studiengangs
      -parametrieren und bedienen moderne elektrotechnische Komponenten und Systeme.
       
       - analysieren, bewerten und visualisieren technische Daten und Sachverhalte, z.B. von technischen Prozessen. 
       - beherrschen moderne Messgeräte und Messverfahren zur Ermittlung von technischen Kenngrößen zur Qualitätssicherung und Prozessüberwachung. 
       - planen Tests und Prüfungen, bereiten diese vor und führen sie in allen Phasen der Produktentwicklung sowie des Produktlebenszyklus durch. 
      F Kompetenzen zur wissenschaftlichen ArbeitsweiseDie Absolvent_innen des Studiengangs
       
       
       - analysieren und strukturieren komplexe elektro- und informationstechnische Aufgabenstellungen. 
       - dokumentieren Ergebnisse von wissenschaftlichen Arbeiten verständlich in einer komplexreduzierten Weise. 
       - erforschen und erweitern vorhandenes Wissen der Elektrotechnik selbstständig. 

      Tabelle: Handlungskompetenzcluster im Bachelorstudiengang Elektrotechnik

      Im Rahmen des Studiengangs können sich Studierende in drei Bereichen spezialisieren:

      • Automatisierungstechnik
      • Nachhaltige Energiesysteme und
      • Nachrichtentechnik

      Die Ausrichtung und die vertieften Qualifikationsziele dieser Spezialisierungen basieren auf der Analyse des regionalen und überregionalen Arbeitsmarktes, den daraus resultierenden Anforderungen sowie dem aktuellen Stand der Technik.

      Spezialisierung Automatisierungstechnik

      Die Automatisierungstechnik befasst sich mit der automatischen Steuerung technischer Prozesse. Dabei werden Anlagen und Maschinen so aufgebaut und programmiert, dass sie selbstständig und ohne die Bedienung von Menschen funktionieren und arbeiten können. Mit Fortschritten der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet finden deshalb immer mehr intelligente und digital vernetzte Systeme Anwendung, mit denen eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich wird. Dabei kann nicht nur ein einzelner Produktionsschritt, sondern eine ganze Wertschöpfungskette optimiert werden.

      Die Absolvent_innen spezialisiert auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik sind befähigt zur Aufnahme einer qualifizierten Erwerbstätigkeit in dem gewählten Bereich und sind vorbereitet für die Aufnahme eines Masterstudiengangs Elektrotechnik.

       

      Der Einsatzbereich der Automatisierungstechnik ist sowohl regional als auch bundesweit sehr breit aufgestellt. Deshalb werden die Handlungskompetenzen nicht branchenspezifisch, sondern in Anlehnung an die in  der Abbildung gezeigte Automatisierungs-pyramide definiert. Die Pyramide bietet eine klare Struktur für die Planung, Implementierung und Wartung von Automatisierungssystemen. Dabei hat jede Ebene eigene Aufgaben und erfordert damit unterschiedliche Kompetenzen, die bei der Formulierung der Qualifikationsziele berücksichtigt werden müssen.

      Die wesentlichen Handlungskompetenzen der Absolvent_innen spezialisiert auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik umfassen ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Wissen, das ihnen die Einarbeitung in unterschiedliche technische Prozesse zur Automatisierbarkeit ermöglicht. Dazu gehört die Fähigkeit, komplexe Prozesse zu analysieren und geeignete Automatisierungsansätze zu identifizieren. Die Absolvent_innen sind in der Lage, Automatisierungsaufgaben systematisch in die Prozessleit-, Steuerungs- sowie Feldebene zu unterteilen und für jede Ebene geeignete Lösungen zu entwickeln. Sie kennen die Schnittstellen zwischen diesen verschiedenen Ebenen.

      Auf der Feldebene kennen sie Mess- und Stellprinzipien für den jeweiligen technischen Prozess und können nach weiterer Recherche geeignete Sensoren/Aktoren ermitteln und auswählen. Zudem kennen sie die gängigen Methoden zum Informationstransport, d.h. der Vernetzung. Auf der Steuerungsebene haben die Absolvent_innen einen Überblick über die gängigen Methoden zur Prozessdatenverarbeitung und können sich nach weiterer Recherche für die notwendige bzw. die zielführende Methode entscheiden. Sie können diese implementieren, d.h. programmieren, in Betrieb nehmen und testen. Auf der Prozessleitebene können sie technische Informationen visualisieren und die Mensch-Maschine-Schnittstelle darstellen. Sie müssen in der Lage sein, physikalische Modelle des Prozesses zu bilden, diese in geeigneter Weise in eine Simulation umzusetzen und Regelungen / Steuerungen hinsichtlich der Zielkriterien zu entwerfen.

      Die Fähigkeit, die erarbeiteten Lösungen zu implementieren, schließt den gesamten Prozess von der Konzeptentwicklung über die Detailplanung bis hin zur Inbetriebnahme und Optimierung der Automatisierungssysteme ein. Hierzu gehören ebenfalls die kontinuierliche Überwachung, Anpassung und Verbesserung der Systeme, um ihre Zuverlässigkeit und Effizienz zu gewährleisten.

      Die Absolvent_innen spezialisiert auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik sind durch ihre umfassende Ausbildung in der Lage, die Herausforderungen der Automatisierungstechnik zu meistern, innovative Lösungen zu entwickeln und damit den Anforderungen der Industrie 4.0 gerecht zu werden.

      Spezialisierung Nachhaltige Energiesysteme

      Der voranschreitende Klimawandel ist Treiber für neue Technologien in der Energiebranche, erhöhte Netzausbauaktivitäten, eine intensivere Sektorenkopplung und damit einhergehend eine verstärkte Elektrifizierung des Endenergieverbrauchs.

      Die Absolvent_innen spezialisiert im Bereich Nachhaltige Energiesysteme kennen die technologischen und systemischen Herausforderungen der Energiebranche und können die sich daraus ergebenden gesamt-gesellschaftlichen sowie regionalen Veränderungen einordnen und verantwortlich mitgestalten. Dazu verfügen sie über vertiefte Kenntnisse sowie anwendungsorientierte Fähigkeiten und Kompetenzen in den Bereichen:

      • Energiewirtschaftliche und -technische Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten sowie Anforderungen an die Versorgungssicherheit.
      • Regenerative Energieerzeugung und Energieumwandlung beispielsweise durch Nutzung von Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Biomassekraftwerke, solarthermische und geo-thermische Kraftwerke, thermische und motorische Kraftwerktechnologie.
      • Leistungsübertragung, -verteilung und -transport in intelligenten Stromnetzen inklusive Betriebsmitteltechnologie (On- und Offshore), Aspekte der Qualitätssicherung sowie Netzbetrieb und Netzentwicklung in Zeiten einer voranschreitenden Digitalisierung der Energienetze.
      • Energiespeicherung und Power2X-Technologien, z.B. Einsatz von Wasserstofftechnologie.
      • Mobilitätskonzepte basierend auf batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Fahrzeugrealisierungen.

      Spezialisierung Nachrichtentechnik

      Die Nachrichtentechnik befasst sich mit digitalen Netzen, deren Komponenten und mit der Datenübertragung. Die Absolvent_innen spezialisiert im Bereich Nachrichtentechnik werden zur Aufnahme einer qualifizierten Erwerbstätigkeit und zur Vorbereitung für die Aufnahme eines Masterstudiengangs in diesem Bereich befähigt. Sie sind darauf vorbereitet, eine breite Palette von Aufgaben im Bereich der Kommunikationstechnologie zu übernehmen. Sie können Telekommunikationsnetze planen, installieren, betreiben und diese Netzwerke effizient konfigurieren und verwalten. Darüber hinaus sind sie in der Lage, Kommunikationschips zu entwickeln, die für die hardwarebasierte Umsetzung von Kommunikationssystemen unerlässlich sind.

      Ein weiteres wichtiges Kompetenzfeld ist die Entwicklung von Signalverarbeitungssystemen. Dabei geht es um die Analyse und Optimierung von Signalen mit dem Ziel deren Übertragung und Verarbeitung zu verbessern. Die Absolvent_innen spezialisiert im Bereich Nachrichtentechnik können komplexe Algorithmen entwickeln, die für die Signalverarbeitung und Fehlerkorrektur notwendig sind, sowie Protokolle erstellen, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen und Komponenten regeln. Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihnen, umfassende und leistungsfähige Kommunikationslösungen zu entwickeln und zu implementieren.

    • Das Grundprinzip des dual organisierten Studiums ist die semesterweise Verzahnung des Studiums im Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Jade Hochschule als erstem Lernort und der Berufsausbildung bei der ausbildungsintegrierten dualen Variante bzw. der Praxisphasen bei der praxisintegrierten dualen Variante im Unternehmen als zweitem Lernort. Das Curriculum ist auf zwei Lernorte verteilt. Es erfordert eine sowohl inhaltliche als auch zeitliche bzw. organisatorische Integration und zielt darauf, ein besonderes Qualifikationsprofil zu erreichen.

      Das Ziel ist dabei die Doppelqualifizierung aus wissenschaftlichem Studium und betrieblicher Ausbildung bzw. berufspraktischer Qualifikation. Erreicht werden dadurch auf der einen Seite eine hinreichende wissenschaftliche Befähigung der Absolvent_innen und auf der anderen Seite eine hohe Employability, denn der enge Kontakt zum Partnerunternehmen sorgt für Absolvent_innen mit noch besserer Praxisorientierung und erweiterten Kenntnissen über die Arbeit und die Abläufe in einem Unternehmen.

      Die Berufsausbildung wird durch einen Ausbildungsrahmenplan geregelt, das Studium durch die Prüfungsordnungen Teil A und Teil B. Beim ausbildungsintegrierten Studium ist der erste Abschluss der IHK-Ausbildungsabschluss. Der Studienabschluss ist der Bachelor of Engineering (B. Eng.).

    • Die ingenieurwissenschaftliche Bildung an der Jade Hochschule folgt dem Prinzip des anwendungsorientierten Lehrens und Lernens, das die Studierenden während des Vertiefungsstudiums oder im Praxismodul bzw. der Praxisphase in das Arbeitsumfeld der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung einführt. Dieses Qualifikationsziel gibt unseren Absolvent_innen langfristig die Perspektive, Stellen in Führungspositionen zu besetzen.

      Unsere Absolvent_innen

      • haben ein breites und integriertes Wissen und Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen auf dem Gebiet des jeweiligen Studiengangs nachgewiesen. Ihr Wissen entspricht dem Stand der Fachliteratur und schließt zugleich vertiefte Wissensbestände des aktuellen Stands der Forschung auf dem gewählten Spezialisierungsgebiet ein.
      • beherrschen die notwendigen ingenieurwissenschaftlichen Methoden und verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Prinzipien sowie über Methodenkompetenz auf dem Gebiet des Studiengangs Elektrotechnik.
      • sind in der Lage, selbständig weiterführende Lernprozesse zu gestalten und damit ihr Wissen im ingenieurwissenschaftlichen Bereich selbständig zu erweitern und zu vertiefen.
      • beherrschen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und können fachbezogene Positionen und Problemlösungen formulieren und argumentativ verteidigen.
      • können technisch-wissenschaftlich fundierte Berichte erstellen.
      • sind in der Lage, sich sowohl mit Fachvertretern als auch mit Laien über Informationen, Ideen, Probleme und Lösungen auszutauschen.
      • kennen die technologischen und systemischen Herausforderungen der Energiebranche und können die sich daraus ergebenden gesamt-gesellschaftlichen sowie regionalen Veränderungen einordnen und verantwortlich mitgestalten.
      • können einschätzen, welches Potential die sog. „Future Skills“ wie Industrie 4.0, Digitalisierung und KI-Anwendungen bieten. Aktuell steht der Jade Hochschule das von der HAWK Hildesheim/Holzminden angebotene generative KI-System HAWKI zur Verfügung.
      • können als Ingenieure die Auswirkungen von Entwicklungen unter fachlichen, gesellschaftlichen und ethischen Gesichtspunkten bewerten.
    • Der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Dimension Persönlichkeitsbildung, die auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen umfasst, wird durch fünf Werte: innovativ, kompetent, kooperativ, vielfältig, zugewandt (siehe das Leitbild der Jade Hochschule) geprägt und spiegelt sich in der Strategie für Studium und Lehre, die ein lebendiger Prozess ist und zurzeit weiterentwickelt wird.

      Die Flexibilität der Bachelor- und Masterstrukturen wird für die Umsetzung attraktiver Studienangebote genutzt. Auf der Grundlage solider Kerncurricula bieten die Studiengänge zahlreiche Möglichkeiten für interdisziplinäre Brückenschläge, die charakteristisch für aktuelle und künftige technische und gesellschaftliche Herausforderungen sind und damit den Berufsalltag unserer Absolvent_innen prägen werden.

      Im Rahmen der fachwissenschaftlichen Ausbildung wird die Persönlichkeitsentwicklung durch eine Kombination eigenständiger, individueller Arbeit mit Gruppenarbeiten unterstützt. Diese Lehr- und Lernform fördert neben der fachlichen Weiterentwicklung auch die individuelle Sozialkompetenz und Verbindlichkeit durch die wechselseitige Abhängigkeit innerhalb eines Teams.

      Lehrveranstaltungen wie Projektmanagement oder Bürgerliches Recht, die zu Schlüsselqualifikationen bzw. den nichttechnischen Wahlpflichtmodulen gehören, sind feste Bestandteile des Curriculums. Hier und in anderen (Labor)Veranstaltungen wird sowohl das Arbeiten in Gruppen, das Lösen von Konflikten, das Abwägen von Entscheidungen als auch die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und das Schreiben technisch-wissenschaftlicher Berichte vermittelt. Curricular verankert ist auch Vermittlung von interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen (Intercultural Communication and Management oder International Project). Diese Kompetenzen können auch durch Auslandsaufenthalte für Studium und / oder Praktika erworben werden. Dafür sind Mobilitätsfenster z.B. im fünften sowie dem siebten oder / und achten Semester vorgesehen. In den Lehrveranstaltungen werden interkulturelle Teamarbeit und Kommunikation gefördert. Die aufgelisteten Maßnahmen und Bestandteile des Studiums tragen erheblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei und leisten zusätzlich einen Beitrag zur Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement.

      Daneben gibt es Bildungsaktivitäten, die außerhalb des Curriculums im Rahmen des Jade Kulturwerks angeboten werden. Das Engagement über den Vorlesungsplan hinaus gibt den Studierenden und allen Hochschulangehörigen die Gelegenheit, ein breit gefächertes kulturelles Angebot zu gestalten und zu nutzen.

      Unsere Absolvent_innen

      • sind teamfähig und kooperativ.
      • verfügen über soziale und interkulturelle Kompetenz.
      • können Verantwortung in einem Team übernehmen.
      • reflektieren wissenschaftliches Handeln im ethischen, sozialen und kulturellen Zusammenhang.

      Die Dimension Persönlichkeitsbildung umfasst auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen. Die Studierenden erwerben in ihrem Studium auch überfachliche Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, die Relevanz ihres ingenieurwissenschaftlichen Fachwissens für aktuelle gesellschafts- und umweltpolitische Fragestellungen einzuordnen. Sie können damit ein Verständnis für Nachhaltigkeit und Diversität entwickeln und einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Die Lehrenden sind gefordert, Handlungsfelder, Möglichkeiten und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements im Rahmen des Curriculums zu berücksichtigen und zum zivilgesellschaftlichen Engagement anzuregen. So werden die Studierenden motiviert, den Einsatz ihrer im Studium erlangten professionellen Handlungs- und Urteilsfähigkeit nicht nur auf das ingenieurwissenschaftliche oder berufliche Handlungsfeld zu begrenzen, sondern auch zivilgesellschaftlich einzusetzen. Die Studierenden sind aufgefordert, z.B. durch die Beteiligung an Gremienarbeit und der studentischen Selbstverwaltung.

      Unsere Absolvent_innen

      • sind in der Lage, relevante Informationen in ihrem Handlungsfeld zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren, dabei eigene und fremde Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und ihre Bedeutung in einen zivilgesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
      • verfügen über die Fähigkeit, ingenieurwissenschaftliche Problemstellungen als mehrdimensionale Aufgabenkomplexe zu betrachten, in denen neben wissenschaftlichen im gleichen Maße gesellschaftliche und ethische Erkenntnisse berücksichtigt werden.
      • können ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in der Öffentlichkeit oder vor einem Fachpublikum unter Berücksichtigung ethischer und gesellschaftspolitischer Gesichtspunkte vertreten.

      Diese Grundqualifikationsziele werden in der darüberliegenden Ebene um fachrichtungsspezifische Qualifikationsziele ergänzt. Die Fachqualifikation garantiert die Befähigung, eine qualifizierte Erwerbstätigkeit in der ausgewählten Fachrichtung aufzunehmen. In den Elektrotechnik-Studiengängen wird neben der Fokussierung auf traditionelle Fächer wie Grundlagen der Feldtheorie oder Bauelemente und Grundschaltungen ein besonderes Augenmerk auf regionale Anforderungen und Randbedingungen gelegt. Zu nennen sind dabei für die Region Wilhelmshaven insbesondere die elektrische Energietechnik und Energiespeicherung.