• Meerestechnik studieren in Wilhelmshaven

    Möchtest du verstehen, wie technische Systeme im maritimen Umfeld entstehen und wie Physik, Sensorik und mechatronische Komponenten dabei zusammenspielen? Im Meerestechnik-Studium lernst du, wie maritime Plattformen, Messsysteme und automatisierte sowie autonome Robotiklösungen aufgebaut, gesteuert und miteinander vernetzt werden, damit sie unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig funktionieren.

    Dabei arbeitest du an praxisnahen Aufgabenstellungen: Du entwickelst automatisierte Systeme, wirkst an der Konzeption autonom agierender Tauchroboter mit, erfasst Umweltdaten mithilfe moderner Sensorik und setzt dich mit Signalverarbeitung sowie datenbasierten Anwendungen auseinander – etwa mit Funktechnologien wie LoRa oder spezieller Software für den Einsatz auf und unter Wasser.

    Das Besondere an diesem Studiengang ist die enge Verbindung von Theorie und Praxis: Mit anwendungsorientierten Lehrmethoden, Laborübungen, Projekten und praktischen Einsätzen arbeitest du und testest Technologien unter realen maritimen Bedingungen – zum Beispiel auf Forschungsschiffen, mit eigenen Sensormodulen im Forschungsflugzeug oder bei Messkampagnen auf der Hochseeinsel Helgoland. Kooperationen mit führenden Forschungseinrichtungen, etwa dem Alfred-Wegener-Institut, verbinden Studium und aktuelle Forschung und ermöglichen die ingenieurtechnische Umsetzung realer Projekte.

    Der Studiengang richtet sich an technikaffine Personen, die eine praxisnahe und zugleich wissenschaftlich fundierte Ausbildung suchen. In 7 Semestern und mit 210 ECTS erwirbst du fundierte mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen und vertiefst dein Wissen in Bereichen wie maritimer Sensorik, Signalverarbeitung, Robotik sowie in der Auslegung, Steuerung und dem Betrieb komplexer mechatronischer Systeme im maritimen Einsatzumfeld.

    Alle Information im Überblick
    Abschluss
    Bachelor of Engineering (B.Eng.)
    Bewerbung für inländische Studierende
    01.06. bis 15.09. oder 01.12. bis 15.03. via Jade eCampus
    Bewerbung für Internationals
    01.04. bis 15.08. oder 01.10. bis 15.02. via uni-assist
    Studienbeginn
    Wintersemester und Sommersemester
    Regelstudienzeit
    7 Semester
    Leistungspunkte gemäß ECTS
    210
    Studienort
    Studienform
    Präsenz, teilzeitgeeignet
    Lehrsprache
    Deutsch
    Numerus Clausus / Zulassungsbeschränkung
    Nein
    Zugangsvoraussetzungen
    Semesterbeitrag und -gebühren

    Imagefilm Mechatronik

    Lehrinhalte „Meerestechnik, B.Eng.“

    • Wenn nicht anders angegeben, werden alle Module mit 5 ECTS bewertet. 

      Im Modulhandbuch (pdf, Archivversion) oder im Jade eCampus (fortlaufend aktualisiert) erhältst du detailliertere Informationen zu jedem einzelnen Modul.

      1. Semester

      • Mathematik 1: Lineare Algebra und Vektorrechnung
      • Elektrotechnik: Einführung
      • Grundlagen der Informatik
      • Technische Mechanik: Statik
      • Physik
      • Onboarding

      2. Semester

      • Mathematik 2: Differential- und Integralrechnung, gewöhnliche Differentialgleichungen
      • Messdaten und Statistik
      • Hochsprachenprogrammierung
      • Elektrotechnik: Vertiefung
      • Grundlagen CAD
      • Meereskunde 1

      3. Semester

      • Mathematik 3: Vektoranalysis und Reihen
      • Technische Mechanik - Dynamik
      • Werkstoffkunde und Festigkeitslehre
      • Bauelemente und Grundschaltungen
      • Meereskunde 2
      • Material- und Umweltchemie

      4. Semester

      • Mess- und Regelungstechnik
      • Digitaltechnik und Mikroprozessortechnik
      • Messtechnik und Sensorik
      • Plattformen und Systeme des marinen Aktionsraumes
      • Marine Signalverarbeitung
      • Mikrobiologie und Hygiene

      5. Semester

      • Biosignal- und Bildverarbeitung
      • Ozeane im System Erde
      • Thermo- und Fluiddynamik
      • Sensorik in der Meerestechnik 
      • Offshore- und Schiffsbetriebstechnik
      • Robotik: Grundlagen und Anwendungen

      6. Semester

      • 5x Techniches Wahlpflichtmodul (TWP)
      • Nichttechnische Wahlpflicht (NTWP)

      7. Semester

      • Abschlusspraxisphase (18 ECTS)
      • Bachelorarbeit (12 ECTS)
    • Zu Beginn des Studiums durchläufst Du eine Ausbildung in ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen (in der Modulübersicht aprikot dargestellt), die auf zehn Pflichtmodule über die ersten drei Semester verteilt sind.
      Diese Grundlagenmodule stimmen überwiegend mit denen in den anderen ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen im Fachbereich Ingenieurwissenschaften überein, wodurch zu Beginn des Studiums eine Durchlässigkeit zwischen diesen Studiengängen ohne Zeitverlust ermöglicht wird.

    • Ab dem zweiten bis zum fünften Semester schließen sich an das Grundlagenstudium die interdisziplinären Kernmodule an (in der Modulübersicht grau dargestellt). Dabei handelt es sich um Pflichtmodule, in denen die erforderlichen Grundkenntnisse für die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung vermittelt werden.

    • Die Spezialisierung (in der Modulübersicht blau dargestellt) im Umfang von 55 ECTS ermöglicht dir eine meerestechnische Schwerpunktbildung. 

      Zu Beginn deines Studiums erwirbst du in den Modulen Meereskunde 1 und Meereskunde 2 sowie in Material- und Umweltchemie die naturwissenschaftlichen Grundlagen deiner Spezialisierung. Du lernst die physikalischen Prozesse der Meere, die Grundlagen der Ozeanographie und Meeresmesstechnik kennen, setzt dich mit relevanten marinen Tierstämmen auseinander und verstehst chemische und biologische Prozesse in marinen Systemen sowie deren Einfluss auf Technologien. Gleichzeitig erforschst du geochemische Prozesse, das Verhalten von Materialien unter verschiedenen Umweltbedingungen und die globalen Chemismen, die das marine System prägen.

      Darauf aufbauend vertiefst du im weiteren Verlauf deines Studiums dein Wissen in praxisnahen Modulen. Im vierten Semester beschäftigst du dich mit Mariner Signalverarbeitung, Mikrobiologie und Hygiene sowie Plattformen und Systemen des maritimen Aktionsraums. Du erlernst die Funktionsweise komplexer Systeme, verstehst die Zusammenhänge zwischen biologischen, physikalischen und technischen Prozessen und setzt dieses Wissen gezielt ein.

      Im fünften Semester erweiterst du deine Fähigkeiten in den Modulen Robotik: Grundlagen und Anwendungen, Offshore- und Schiffsbetriebstechnik, Sensorik in der Meerestechnik, Thermo- und Fluiddynamik sowie Ozeane im System Erde: Von der Physik zu Leit- und Steuerungssystemen. Du analysierst und gestaltest komplexe maritime Systeme, berücksichtigst Sensorik, Antriebstechnik und Steuerungssysteme im Zusammenspiel und lernst, technische Lösungen unter realen Umweltbedingungen umzusetzen. So entwickelst du die Fähigkeit, sowohl einzelne Komponenten als auch das Zusammenspiel komplexer mariner Systeme zu verstehen und gezielt anzuwenden.

    • Das Modulangebot im Bereich Technische Wahlpflicht (TWP; in der Modulübersicht hellrot dargestellt) bietet dir individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für deinen Studienverlauf. 

      Zusätzlich hast du die Möglichkeit, die technischen Wahlpflichtmodule so zu wählen, dass sie in ihrer Gesamtheit entweder einer weiteren technischen Spezialisierung oder einem benachbarten Studiengang zugehören. In diesem Fall erwirbst du eine Zusatzqualifikation, die im Zeugnis als Zusatzqualifikation "Aspekte der/des [Name der Spezialisierung/des Studiengangs]" ausgewiesen wird (siehe § 4 Abs. 5 BPO).

      Die Modulauswahl richtet sich nach dem tatsächlichen Angebot des Fachbereiches. Sie wird unter Berücksichtigung von wichtigen Entwicklungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Technik vom Fachbereichsrat beschlossen und kann für jedes Semester aktualisiert werden. Die aktuelle Liste wird vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    • Die Module im Bereich Nichttechnische Wahlpflicht (NTWP; in der Modulübersicht blau dargestellt) befähigen dich, wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge zu verstehen und mit diesem Wissen die nichttechnischen Herausforderungen des Ingenieurberufs zu bewältigen. 

      Die zur Verfügung stehenden Module werden in einer Liste zusammengefasst und vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    Praxisbezug

    Bereits während des Studiums wird der Praxisbezug durch zahlreiche Module gestärkt, in denen Vorlesungen eng mit Laborveranstaltungen und experimenteller Arbeit verknüpft sind. So erprobst du theoretische Inhalte unmittelbar in der Praxis, wendest Mess- und Versuchstechniken an und übst ingenieurwissenschaftliche Methoden realitätsnah ein.

    Die Abschlusspraxisphase (in der Abbildung weiß dargestellt) stellt einen sehr wichtigen Bestandteil der Bildung dar und ist von besonderer regionaler Bedeutung. In dieser Praxisphase verbringst Du in der Regel mindestens 12 Wochen in der Industrie und hast dadurch die Möglichkeit, dein theoretisch erworbenes Wissen in einem realen Arbeitsumfeld anzuwenden und zu vertiefen. In Zusammenarbeit mit (regionalen) Unternehmen erhältst du praxisnahe Einblicke in die täglichen Herausforderungen und Aufgaben von Ingenieur_innen. Du profitierst von der intensiven Betreuung durch erfahrene Ingenieur_innen und kannst an aktuellen Projekten mitarbeiten, wodurch du wertvolle praktische Erfahrungen sammelst. 

    Diese enge Verzahnung von Theorie, Laborpraxis und betrieblicher Anwendung bereitet dich optimal auf den Berufseinstieg vor und eröffnet häufig direkte Berufsperspektiven im Anschluss an das Studium.

    Einblicke

    Zwei Studierende stehen um eine Wassersäule, einer hält einen Teststreifen hinein.

    Berufsbild

    Bachelorabsolvent_innen der Meerestechnik arbeiten in vielfältigen ingenieurtechnischen Tätigkeitsfeldern, in denen technische Systeme für den Einsatz in und auf dem Meer entwickelt, geplant und betrieben werden. Sie sind unter anderem in der maritimen Industrie, in Ingenieurbüros, bei Offshore-Energieunternehmen, in Forschungseinrichtungen, Behörden sowie in der maritimen Wirtschaft tätig. Meerestechnikingenieur_innen sind gefragte Fachkräfte in einem hochinnovativen und zukunftsorientierten Berufsfeld, das von Themen wie Energiewende, Klimaschutz und nachhaltiger Nutzung mariner Ressourcen geprägt ist. Einsatzfelder finden sich insbesondere in technischen Fachabteilungen, Projektteams sowie in Entwicklungs-, Planungs- und Betriebsbereichen.

    Typische Tätigkeiten umfassen die Mitarbeit an maritimen Anlagen und Systemen, etwa an Offshore-Strukturen, Mess- und Sensorsystemen, Unterwassertechnik oder Anlagen zur Energiegewinnung aus Wind, Wellen oder Strömung. In diesen Funktionen wirken Meerestechnikingenieur_innen an der Konstruktion, Simulation, Planung und Umsetzung technischer Lösungen mit und begleiten komplexe Projekte häufig in interdisziplinären und internationalen Teams. Dabei berücksichtigen sie neben technischen auch ökologische, wirtschaftliche und organisatorische Rahmenbedingungen. Absolvent_innen der Meerestechnik arbeiten selbstständig innerhalb vorgegebener Strukturen und sind in der Lage, Aufgaben im Team fachgerecht zu koordinieren und Verantwortung in maritimen Projekten zu übernehmen.

    Ihre Verdienstaussichten können Sie mithilfe des Gehaltsvergleiches des Statistischen Bundesamtes schätzen lassen.

    Internationales

    Outgoings

    Du hast vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrungen gezielt in dein Studium zu integrieren. 

    Der Studienaufbau ermöglicht es dir, das sechste Semester als Auslandssemester zu gestalten. Auch die Abschlusspraxisphase sowie die Bachelorarbeit können im Ausland absolviert werden, sodass sich die Möglichkeit ergibt, zwei Semester zusammenhängend als Auslandsjahr zu organisieren, ohne die Studiendauer zu verlängern. 

    Internationale Kompetenz erwirbst du nicht nur im Ausland, sondern auch direkt am Campus Wilhelmshaven: durch englischsprachige Lehrangebote im Wahlpflichtbereich, internationale Projekte während des Semesters und internationale Sommerprogramme. Ergänzend kannst du an kurzzeitigen Auslandsaufenthalten teilnehmen, etwa an Sprachkursen oder Exkursionen zu Partnerhochschulen wie der Universität Bordeaux (Frankreich) oder Inatel (Brasilien). Sprachkurse können unter bestimmten Voraussetzungen als nichttechnische Wahlpflichtmodule anerkannt werden.

    Incomings

    Unser internationales Programm richtet sich an Gaststudierende mit guten Englischkenntnissen (sowohl mündlich als auch schriftlich) und Grundkenntnissen in Deutsch. Die Kurse werden in englischer Sprache gelehrt und gehören zu unserem Wahlpflichtprogramm, so dass du zusammen mit deutschen Studierenden lernst und arbeitest. Die Lerngruppen sind klein – üblicherweise mit 15 bis 40 Teilnehmenden. 

    Gern kannst du auch an unserem regulären, deutschsprachigen Kursangebot teilnehmen, entsprechende Deutschkenntnisse vorausgesetzt.

    Studienort Wilhelmshaven

    Campus Wilhelmshaven

    Stadt Wilhelmshaven

    Bewerbungsprozess

    Registrierung über den eCampus

    Als erstes ist eine Registrierung auf der Startseite des Bewerbungsportals im Jade eCampus erforderlich - dies gilt auch, wenn du aktuell bereits bei uns eingeschrieben bist oder es mal warst.

    Internationale Studierende: Ausländische und deutsche Studierende, die ihren Schulabschluss im Ausland erworben haben, bewerben sich über uni-assist!!

    Bewerbung über den eCampus

    Danach gibst du online die Bewerbung für den gewünschten Studiengang ab und beantragst die Immatrikulation. Der eCampus führt dich dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.

    Nachdem du alle erforderlichen Angaben gemacht hast, werden dir die einzureichenden Unterlagen im Upload-Bereich im Jade eCampus angezeigt. Lade dort die unterschriebene "Annahmeerklärung" aus dem "Antrag auf Immatrikulation" sowie alle weiteren geforderten Dokumente hoch und überweise den Semesterbeitrag!

    Prüfung und Status der Bewerbung

    Im Anschluss werden die eingereichten Unterlagen durch das Immatrikulationsamt geprüft und du erhälst eine automatisch generierte Mail mit der Bitte, deinen Status im Bewerberportal zu überprüfen. 

    Anschließend können fehlerhafte oder fehlende Unterlagen nachgereicht werden.

    Immatrikulation und Zugangsdaten

    Sobald alle Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen sowie der Semesterbeitrag auf dem Konto der Jade Hochschule eingegangen ist, wird deine Immatrikulation durchgeführt.

    Nach der Immatrikulation werden dir im Jade eCampus deine initialen Zugangsdaten und ein Link zur Aktivierung deines studentischen Hochschulzugangs angezeigt. Bitte aktiviere diesen innerhalb von 28 Tagen und notiere deine Zugangsdaten.

     

    FAQ

    • Die Meerestechnik ist ein sehr breit aufgestellter Berufszweig. Wir haben an der Jade Hochschule einen Schwerpunkt auf dem Plattform- und Messgerätebau für die Meeresforschung. Dies bedeutet nicht, dass man in anderen Sparten keinen Zugang findet. Die vorhandenen Kooperationen bieten für fähige Ingenieur_innen aber gute Zugangsmöglichkeiten zu Forschungsinstituten und Firmen entsprechenden Firmen der Privatwirtschaft. Mit guten Ideen haben sich auch schon viele Absolvent_innen eigene Firmen und Consultings aufgebaut.

    • Der Bau eines Unterwasserroboters steht nicht explizit im Curriculum, allerdings gibt es verschiedene Module und außercurriculare Optionen, in denen man sich in Eigeninitiative -und mit Hilfestellung unsererseits- genau in solchen Dingen üben kann. Hier sind bereits autonome Tauchroboter, Remote Operated Vehicles (ROVs) und Autonomous Underwater Vehicles (AUVs) entstanden. Aber ebenso auch Sensoren, Wetterstationen und Messysteme, welche Studenten in Eigenarbeit entwickelt haben. Teilweise wurden die Ideen dazu direkt aus der Forschung abgeleitet oder die Studierenden hatten Lust darauf. Teilweise stellen wir diese Projekte auch auf der Maker-Faire aus: https://www.google.com/search?q=maker+faire+hannover+meerestechnik 

    • Die messende Meerestechnik ist sehr stark datengetrieben. Entsprechend werden bereits in den ersten Semestern die Grundlagen der Statistik und der grundlegenden Programmierung gelegt. Diese Fähigkeiten sind wichtige Punkte beim Bau jedes autonomen Gerätes und werden gebraucht, um aus aufgenommenen Daten wichtige Erkenntnisse zu ziehen oder um grundlegende Berechnungen zur Stabilität der schützenden Technikeinhausungen vor Umwelteinflüssen zu berechnen. Aber auch die KI dringt immer tiefer in den meerestechnischen Alltag ein. Sei es in Form von Agenten, die bei Entwicklungsaufgaben unterstützen, bis hin zur Analyse von Daten und der Detektion großskaliger Muster und Informationen in Echtzeit- oder Bestandsdaten. Die Jade Hochschule ist hier gerade dabei, den Schritt zur KI-Hochschule zu vollziehen und genau diesen Bereich weiter auszubauen.

    • Nein! Natürlich gibt es Absolvent_innen, die ganz gezielt planen, später vorwiegend auf off-shore Stationen zu arbeiten oder einen Teil ihres Lebens auf seegehenden Expeditionen zu verbringen. Die Meerestechnik ist aber derart breit aufgestellt, dass es auch viele Jobs mit festem Boden bis hinunter nach Bade-Württemberg gibt. Tauchen kann bei verschiedenen Projektarbeiten hilfreich sein, diese muss man aber nicht unbedingt selbst durchführen. Für die beruflichen Arbeiten im wissenschaftlichen Bereich gibt es die Forschungstaucher (staatlich geprüfte Ausbildung durch BG Bau, Fachbereich Tiefbau). Bei Bedarf stellen wir euch den Kontakt zum Ausbildungsbetrieb der Forschungstaucher an der Uni Oldenburg her. Das gleiche gilt für seegehende Arbeiten. Wir bieten allen Studierenden die Möglichkeit, mindestens einen Tag auf einem (Forschungs-)Schiff zu verbringen. Die meisten wollen dann mehr.

    • Unser Immatrikulationsamt hat genau für solche Fälle eine FAQ mit allgemeinen Fragen zusammengestellt.

    • Es kommt drauf an, was ihr draus macht! Die Meerestechnik ist sehr breit aufgestellt (siehe z.B. die Liste möglicher Arbeitsoptionen unter Karriere und Perspektiven). Unsere Absolvent_innen sind in den unterschiedlichsten Branchen tätig. Dies kann die off-shore Windenergiebranche sein, der Umweltschutz, die Messtechnikentwicklung, die explorative Energiegewinnung, die Arbeit als Expeditionstechniker in Forschungsinstitutionen oder die konstruktive Entwicklung neuen Equipments aus dem Büro heraus. Viele lernen erst im Studium ihre spätere Arbeitsmöglichkeit kennen.

    • Die Meerestechnik ist ein Ingenieurstudiengang. Ganz ohne die klassischen MINT-Fächer ist dies natürlich nicht möglich. Aber viele unserer Absolvent_innen haben in der Schule keinen Mathe- oder Physik-LK belegt. Noch bevor das Studium losgeht, bieten wir Vorkurse an, in denen man sein Wissen in spezifischen Fächern noch einmal aufpolieren kann.

    • Meerestechnik ist keine Meeresbiologie! Die Meeresbiologie beschäftigt sich mit den Organsimen des Meeres, ihrer Interaktionen mit der Umwelt und den daraus ableitbaren Erkenntnissen. Die klassischen Meerestechniker_innen sind Ingenieur_innen mit sehr breiter Aufstellung. Eine bestimmte Sparte baut die Sensoren, Messplattformen und Vehikel für die Meeresforschung. Dazu gehören auch die Mess- und Sensorsysteme für die Meeresbiologie. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, vermitteln wir unseren Studierenden das Grundverständnis mariner Ozeanographie, Geochemie, Klimatologie und Biologie. Ohne dies Verständnis ist es schwer, übergeordnete Zusammenhänge zu verstehen.

    • Die Meerestechnik bei uns ist ein klassischer Ingenieurstudiengang. Trotzdem werden dir in speziellen Veranstaltungen auch die Grundlagen der marinen Organismen und Ökosysteme vermittelt. Im nachfolgenden Master ‚MUWI - Marine Umweltwissenschaften‘ an der Uni Oldenburg (konsekutiver Studiengang) kannst du dich dann auf klassische meeresbiologische Themen spezialisieren oder aber den Sonderpfad Marine Sensorik im MUWI belegen, wodurch du dann die Ingenieursrichtung verstärkst. Aber diese Entscheidung musst du dann erst im Master treffen. In beiden Fällen hast du aber einen breiten Fundus an Ingenieursqualifikationen, welche die Umsetzung von Forschungsfragen positiv beeinflusst. Während die klassische Biologie eher das Problem erkennt und beschreibt, sind es die Ingenieur_innen, welche die Lösung liefern.

    • Die kurze Antwort: Ja! Wir vermitteln euch die relevanten Zusammenhänge von den treibenden Kräften der thermohalinen Zirkulation bis hin zu Atmosphärenprozessen. Diese sind die Grundlage, um die Rolle der Ozeane im System Erde zu verstehen. Mit diesem Hintergrund steht jedem die Möglichkeit offen, seinen eigenen Fokus z.B. auf erneuerbare Energien, Küstenschutz, Deichbau oder CO2-Sequestrierung zu legen.

    • Na sicher! Mittlerweile gibt es nur noch wenig Projekte, in denen keine 3d-Druckteile verbaut werden. Besonderes Augenmerk liegt hier natürlich auf der Besonderheit des maritimen Umfeldes, wie kontinuierlicher Wasserkontakt, auftrocknendes Salz, Korrosion von Begleitteilen, Materialermüdung, weite Temperaturschwankungen, etc…

    • Neben den Vorlesungen gehören zu allen großen Kernmodulen auch immer praktische Labore. Parallel versuchen wir unseren Studierenden bereits während des Studiums die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen und Konzepte für meerestechnische Anwendungen umzusetzen. Die direkte Lage am Wattenmeer und die Kombination mit Deutschlands einzigem Tiefwasserbereich bietet da eine große Palette an Experimentiermöglichkeiten. Bezüglich der Praxisnähe können wir ansonsten auf Bewertungen von Studierenden verweisen: https://www.studycheck.de/studium/schiffbau-und-meerestechnik/jade-hs-495 

    • Ja! Es existiert eine eigene Veranstaltung, bei der es eine hohe Firmenbeteiligung gibt. Somit wird schon frühzeitig der Kontakt zu einzelnen Firmen hergestellt. Auf der anderen Seite ist die Meerestechnik eine sehr gut vernetzte Community. Vermutlich hast du noch nie wirklich eine Werbung für ein meerestechnisches Unternehmens gesehen. Dies liegt daran, dass sich die meisten Akteure untereinander kennen. Wenn man etwas benötigt, weiß man eh, wo man es bekommt. Für Neueinsteiger ist dies schwierig. Aus dem Grund führen wir Listen von meerestechnischen Unternehmen, auf welche die Studierenden zurückgreifen können. Hierdurch können die Studierenden selbst Kontakt aufnehmen und sich um weiterführende Praktika oder Abschlussarbeiten bewerben.

    • Nein! Ein Vorpraktikum ist nicht nötig. Wir bieten alle nötigen Erfahrungen und Lehrinhalte während des Studiums. Unabhängig davon, kann man auf diesem Weg aber schon einmal in eine kleine Sparte „reinschauen“ und persönliche Kontakte in die Branche knüpfen. 

    • Ja! Unabhängig davon handelt es sich bei der Meerestechnik aber natürlich um einen Ingenieurstudiengang, der gewisse Anforderungen an die MINT-Kompetenzen stellt. Hierzu werden noch vor Studienbeginn verschiedene Vorkurse angeboten, mit denen man seinen Kenntnisstand noch einmal aufpolieren kann.

    • Dies schwankt zwischen den einzelnen Jahrgängen sehr stark. Im Schnitt sind 25-50% der Studierenden weiblich. Auch wenn die Meerestechnik oft als männlich dominiertes Arbeitsfeld wahrgenommen wird, ist die Akzeptanz im Job daran gebunden, was man leistet. Unabhängig vom Geschlecht sind Männer und Frauen die anpacken, eigene Ideen kreativ umsetzen und Lösungen schaffen immer angesehen. Studentinnen schneiden in den Klausuren häufig besser ab, als ihre männlichen Kollegen.

    • Ein Auslandssemester ist im Curriculum offiziell nicht vorgesehen. Dennoch ist das sechste Fachsemester Meerestechnik so gestaltet, dass man auf Antrag auch Kurse von anderen Universitäten einbringen kann. Viele Studierende haben dies genutzt, um z.B. in Norwegen, Brasilien oder Vietnam eine gewisse Zeit zu verbringen oder ein Auslandssemester zu machen. Für interessierte Studierende bieten wir hier Beratungen und Kontaktoptionen an.

    • Die Lehr- und Studiensprache ist Deutsch. Während des Studiums wird es aber natürlich immer wieder vorkommen, dass man auf englischsprachige Fachliteratur stößt. Dies können Skripte der Dozenten sein, Fachpublikationen oder auch einfach Datenblätter, deren Informationen man zur Umsetzung von technischen Konzepten benötigt. Vor dem Hintergrund eines internationalen Arbeitsmarktes ist es oft im eigenen Interesse die englische Sprache zu vertiefen. Hier bietet das International Office Englischkurse an, um die eigenen Kompetenzen zu erweitern.

    • Forschungsschiffe sind ein wichtiges Werkzeug der forschenden Meereswissenschaft. Die Fahrtpläne sind -je nach Schiff- meist 1 bis 5 Jahre im Voraus festgelegt. Reine Ausbildungsfahrten müssen sich dem Bedarf der Forschung unterordnen. Entsprechend können wir eine eigene (und evtl. auch mehrtägige) Expedition mit einem Forschungsschiff nicht verbindlich ins Curriculum schreiben. Unabhängig davon haben wir die letzten 10 Jahre jährlich einen Termin mit Forschungsschiff ‚FS Heincke‘ ausmachen können. Durch die Kooperation mit dem ICBM der Uni Oldenburg haben viele Studierende auch die Möglichkeit erhalten, als Hilfskräfte auf größeren Expeditionen im Forschungsbetrieb mitzufahren (allein im Jahr 2025 waren dort an mehr als 200 Tagen seegehende Expeditionen mit mehreren Mitarbeitern zu besetzen). Bei Bedarf vermitteln wir natürlich Kontakte. 

    • Die Meerestechnik ist international aufgestellt und auch in Deutschland von Schleswig-Holstein bis Baden-Württemberg vertreten. Viele Zulieferer und Entwicklungszentren für Windkraftanlagen sind z.B. in Süddeutschland angesiedelt. Entsprechend ist weniger der Standort Wilhelmshaven der Vorteil, sondern die einzigartige Kombination der von hier kommenden Studierenden und der Nord-West-Weg der Ausbildung.

    • Unser Immatrikulationsamt hat genau für solche Fälle eine FAQ mit allgemeinen Fragen zusammengestellt.

    Qualifikationsziele

    • Die Befähigung zur qualifizierten Erwerbstätigkeit wird erreicht, indem die Studierenden sich eine individuelle fachliche Spezialisierung erarbeiten, welche sie zu Experten in ingenieurwissenschaftlichen Fragen macht. Dabei ist die starke Verflechtung von theoretischen Studieninhalten und experimenteller Laborarbeit sowie anwendungsorientierten Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung (z.B. in Praxisphasen oder der Bachelorarbeit) in unterschiedlichen technischen Themenbereichen während der gesamten Studienzeit zu berücksichtigen.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • verfügen über instrumentelle Kompetenz, womit sie ihr Expertenwissen und Verstehen in ihrer Tätigkeit oder ihrem Beruf anwenden und Problemlösungen und Argumente in ihrem Fachgebiet erarbeiten und weiterentwickeln können.
      • sind in der Lage, autonom ingenieurwissenschaftliche und anwendungsorientierte Projekte zu planen und durchzuführen.
      • sind vertraut mit Fragestellungen der Arbeitssicherheit.
      • verfügen über kommunikative Kompetenzen und können wissenschaftliche Inhalte in eine für Nichtfachleute verständliche Form transformieren.
    • Die Fachqualifikation garantiert die Befähigung, eine qualifizierte Erwerbstätigkeit in der ausgewählten Fachrichtung aufzunehmen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Traditionsfächer des Fachbereiches sowie die regionalen Anforderungen und Randbedingungen gelegt.

      Die Qualifikationsziele des Studiengangs ergeben sich aus der Definition des Begriffes Meerestechnik sowie aus dem Anforderungsprofil von Seiten der maritimen Wirtschaft an die Absolvent_innen des Studiengangs. 

      Ozeane und Küstenmeere sind hochkomplexe Systeme mit charakteristischen, domänenspezifischen Besonderheiten. Dies unterscheidet die Meerestechnik von der Mehrheit der landgebundenen Ingenieurtätigkeiten.

      Da in diesem Umfeld ökologische, ökonomische und technologische Belange stets enge Verzahnungen aufweisen, werden von Ingenieur_innen der Meerestechnik in einem deutlich höheren Maße grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen Ozeanographie, Umweltbiologie und Biogeochemie gefordert. Diesem wird im Rahmen des hier zu akkreditierenden Curriculums vollumfänglich Rechnung getragen. Die Absolvent_innen haben das Verständnis für Interaktionen im marinen Umfeld. Ihr umfangreiches Wissen und ihre vielseitigen Kenntnisse aus dem Studium bieten einen ausbildungstechnischen Qualifikationsvorteil gegenüber Absolvent_innen anderer Standorte. Viele Absolvent_innen finden Anstellungen in den technischen Zentren großer Meeresforschungsinstitute und technischer Planungsbüros. Der Bachelor Meerestechnik an der Jade Hochschule legt auch gleichzeitig die Grundlage für den konsekutiven und forschungsorientierten Master Marine Sensorik an der Universität Oldenburg. Diese Kombination ist einzigartig in Deutschland und bietet in der Nordwest-Region eine in sich geschlossene Studienoption vom Grundstudium bis zur Promotion in den marinen Umwelt- und Meereswissenschaften.

      Absolvent_innen des Bachelorstudiengangs Meerestechnik

      • verfügen über fachliche und interdisziplinäre Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, die sie zur qualifizierten Erwerbstätigkeit als Ingenieurin bzw. Ingenieur in der meerestechnischen Industrie, wie Offshore-Technik für die Windenergie oder Öl- und Gasgewinnung, aber auch in der Tiefwassertechnik oder der marinen Umweltschutztechnik befähigen.

      • besitzen eine mechatronik-orientierte Qualifikation in der Entwicklung, Optimierung und Analyse von Anlagen, Sensoren und Messmethoden für marine Fragestellungen.

      • sind in der Lage, innovative Lösungen zur nachhaltigen Nutzung der Meeresräume zu erarbeiten.

      • wurden in das experimentelle Arbeitsumfeld der anwendungsorientierten Forschung (z.B. in der Abschlusspraxisphase) eingeführt. Sie haben damit die Qualifizierung zur Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse an komplexen Aufgabenstellungen sowie zum Arbeiten in Teams und Kommunizieren von Grundlagen und Ergebnissen eigener Arbeitsergebnisse.

      Die weltweiten Einsatzgebiete der Absolvent_innen finden sich auf off-shore Plattformen, Forschungsschiffen, in Forschungsinstituten, in der meerestechnischen Industrie, bei marinen Ingenieurdienstleistern oder Behörden. Sie umfassen aber ebenso Entwicklungstätigkeiten in heimischen Zulieferbetrieben, die sich von der Küste bis in die Alpen erstrecken. Die Summe der Qualifikationsziele gibt unseren Absolvent_innen langfristig die Perspektive, auch Stellen in Führungspositionen zu besetzen und hier sowohl fachliche, wie auch ökonomische und ethische Entscheidungen zu treffen.

      Inhaltlich lässt sich zusammenfassen, dass unsere Absolvent_innen:

      • über instrumentelle Kompetenz verfügen, womit sie ihr Expertenwissen und Verstehen in ihrer Tätigkeit oder ihrem Beruf anwenden und Problemlösungen und Argumente auf dem Gebiet der Meerestechnik erarbeiten und weiterentwickeln können.

      • in der Lage sind, autonom ingenieurwissenschaftliche und anwendungsorientierte Projekte in allen Bereichen der Mechatronik und speziell in der marinen Forschung und Technik zu planen und durchzuführen.

      • über die nötigen Kenntnisse im Bereich der Arbeitssicherheit verfügen, besonders in Bezug auf den Bereich der off-shore Aspekte.

      • über die nötigen kommunikativen Kompetenzen verfügen und fähig sind, wissenschaftliche Inhalte in eine für Nichtfachleute verständliche Form zu transformieren.

    • Die wissenschaftliche Ausbildung im Fachbereich Ingenieurwissenschaften folgt dem Prinzip des anwendungsorientierten Lehrens und Lernens, das die Studierenden während des Vertiefungsstudiums oder der Praxisphasen (Abschlusspraxisphase und im dualen Studium Praxisprojekte) in das Arbeitsumfeld der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung einführt. Dieses Qualifikationsziel gibt unseren Absolvent_innen langfristig die Perspektive, Stellen in Führungspositionen zu besetzen.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • haben ein breites und integriertes Wissen und Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen auf dem Gebiet des jeweiligen Studiengangs nachgewiesen. Ihr Wissen entspricht dem Stand der Fachliteratur und schließt zugleich vertiefte Wissensbestände des aktuellen Stands der Forschung auf dem gewählten Spezialisierungsgebiet ein.
      • beherrschen die notwendigen ingenieurwissenschaftlichen Methoden und verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Prinzipien sowie über Methodenkompetenz auf dem Gebiet des jeweiligen Studiengangs.
      • sind in der Lage, selbständig weiterführende Lernprozesse zu gestalten und damit ihr Wissen im ingenieurwissenschaftlichen Bereich selbständig zu erweitern und zu vertiefen.
      • beherrschen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und können fachbezogene Positionen und Problemlösungen formulieren und argumentativ verteidigen.
      • können technisch-wissenschaftlich fundierte Berichte erstellen.
      • sind in der Lage, sich sowohl mit Fachvertretern als auch mit Laien über Informationen, Ideen, Probleme und Lösungen auszutauschen.
      • können einschätzen, welches Potential die sog. „Future Skills“ wie Industrie 4.0, Digitalisierung und KI-Anwendungen bieten.
      • können als Ingenieure die Auswirkungen von Entwicklungen unter fachlichen, gesellschaftlichen und ethischen Gesichtspunkten bewerten.
    • Der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden wird eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Dimension Persönlichkeitsbildung, die auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen umfasst, wird durch fünf Werte: innovativ, kompetent, kooperativ, vielfältig, zugewandt (siehe das Leitbild der Jade Hochschule) geprägt und spiegelt sich in der Strategie für Studium und Lehre, die ein lebendiger Prozess ist und zur Zeit weiterentwickelt wird.

      Die Flexibilität der Studienstrukturen wird für die Umsetzung attraktiver Studienangebote genutzt. Auf der Grundlage solider Kerncurricula bieten die interdisziplinär ausgelegten Studiengänge des vorliegenden Bündels zahlreiche Möglichkeiten für interdisziplinäre Brückenschläge, die charakteristisch für aktuelle und künftige technische und gesellschaftliche Herausforderungen sind und damit den Berufsalltag unserer Absolvent_innen prägen werden.

      Im Rahmen der fachwissenschaftlichen Ausbildung wird die Persönlichkeitsentwicklung durch eine Kombination eigenständiger, individueller Arbeit mit Gruppenarbeiten unterstützt. Diese Lehr- und Lernform fördert neben der fachlichen Weiterentwicklung durch die Erfahrung der wechselseitigen Abhängigkeit innerhalb eines Teams auch die individuelle Sozialkompetenz und Verbindlichkeit.

      Lehrveranstaltungen, wie Projektmanagement oder Bürgerliches Recht, die zu den nichttechnischen Wahlpflichtmodulen gehören, sind feste Bestandteile des Curriculums. Hier und in anderen (Labor)Veranstaltungen wird sowohl das Arbeiten in Gruppen, das Lösen von Konflikten, das Abwägen von Entscheidungen als auch die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und das Schreiben technisch-wissenschaftlicher Berichte vermittelt. Ebenfalls gehört die Vermittlung von interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen (Intercultural Communication and Management oder International Project) zu dem nichttechnischen Wahlpflichtangebot dazu. Diese Kompetenzen können auch durch Auslandsaufenthalte für Studium und / oder Praktika erworben werden, wofür ein Mobilitätsfenster z.B. im sechsten Fach- oder im Abschlusssemester vorgesehen ist. In den Lehrveranstaltungen werden interkulturelle Teamarbeit und Kommunikation gefördert. All das sowie z.B. Gremienbeteiligung und die damit verbundene Entscheidungskompetenz tragen ihren Teil zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bei.

      Daneben gibt es Bildungsaktivitäten, die außerhalb des Curriculums im Rahmen des Jade Kulturwerks angeboten werden. Das Engagement über den Vorlesungsplan hinaus gibt den Studierenden und allen Hochschulangehörigen die Gelegenheit, ein breit gefächertes kulturelles Angebot zu gestalten und zu nutzen.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • sind in der Lage, in interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten, indem sie Ideen offen austauschen und konstruktives Feedback geben, um Lösungen gemeinsam zu entwickeln und optimale Ergebnisse zu erzielen.

      • sind in der Lage, kulturelle Unterschiede wertzuschätzen und respektvoll auf die Perspektiven internationaler Kolleg_innen einzugehen.

      • können aktiv Verantwortung in Teamprojekten übernehmen, indem sie Aufgaben koordinieren, klare Ziele festlegen und Fortschritte überwachen, um das Team zu leiten und zu motivieren.

      • reflektieren bei der Entwicklung technischer Lösungen potenzielle ethische und soziale Auswirkungen und passen ihre Handlungen so an, dass diese den gesellschaftlichen und kulturellen Werten entsprechen.

      Die Dimension Persönlichkeitsbildung umfasst auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen. Die Studierenden erwerben in ihrem Studium auch überfachliche Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, die Relevanz ihres ingenieurwissenschaftlichen Fachwissens für aktuelle gesellschafts- und umweltpolitische Fragestellungen einzuordnen. Sie können damit ein Verständnis für Nachhaltigkeit und Diversität entwickeln und einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Die Lehrenden sind gefordert, Handlungsfelder, Möglichkeiten und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements im Rahmen des Curriculums zu berücksichtigen und zum zivilgesellschaftlichen Engagement anzuregen. So werden die Studierenden motiviert, den Einsatz ihrer im Studium erlangten professionellen Handlungs- und Urteilsfähigkeit nicht nur auf das ingenieurwissenschaftliche oder berufliche Handlungsfeld zu begrenzen, sondern auch zivilgesellschaftlich einzusetzen. Die Studierenden sind aufgefordert, hochschulpolitische Verantwortung zu übernehmen, z.B. durch die Beteiligung an Gremienarbeit und der studentischen Selbstverwaltung.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • sind in der Lage, relevante Informationen in ihrem Handlungsfeld zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren, dabei aber auch eigene und fremde Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und ihre Bedeutung in einen zivilgesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.

      • verfügen über die Fähigkeit, ingenieurwissenschaftliche Problemstellungen als mehrdimensionale Aufgabenkomplexe zu betrachten, in denen neben wissenschaftlichen im gleichen Maße gesellschaftliche und ethische Erkenntnisse berücksichtigt werden.

      • können ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in der Öffentlichkeit oder vor einem Fachpublikum unter Berücksichtigung ethischer und gesellschaftspolitischer Gesichtspunkte vertreten.

      Die Fachqualifikation garantiert die Befähigung, eine qualifizierte Erwerbstätigkeit in der ausgewählten Fachrichtung aufzunehmen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Traditionsfächer des Fachbereiches sowie die regionalen Anforderungen und Randbedingungen gelegt.