Die Weichenstellung zur Einhaltung zukünftiger Klimaziele in der internationalen Seeschifffahrt ist bereits in vollem Gange. Dies betrifft Norddeutschland mit seinen zahlreichen maritimen Unternehmen wie Reedereien, Werften und Zuliefererbetrieben in besonderem Maße. Aus diesem Grund haben Studierende des Master Studiengangs Maritime Management in Zusammenarbeit mit dem Zentralen Innovationsnetzwerk Mittelstand „Green Meth“ und dem Maritimen Cluster Norddeutschland ein Modell zur Auswahl des optimalen Energieträgers für Seeschiffe entwickelt. Dies ist auch dringend geboten, denn mit der Umstellung auf klimafreundliche Antriebsstoffe, ist die Seeschifffahrt an einem historischen Wendepunkt angelangt.
Das richtige Antriebssystem ist von entscheidender Bedeutung
Die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) beschlossene Strategie zur Reduktion der Treibhausemission um 50 Prozent bis 2050 stellt die Schifffahrtsbranche vor große Herausforderungen. Aufgrund des großen Kostenanteils der Antriebstechnik beim Bau eines Schiffes und der langen Nutzungsdauer ist die Frage nach dem am besten geeigneten Antriebssystem von entscheidender Bedeutung.
Obwohl immer mehr Reedereien Programme zur Reduktion der ausgestoßenen Treibhausgase bekanntgeben, lässt die Größenordnung der Investition und die Vielzahl der Möglichkeiten die Reedereien bei alternativer Antriebstechnik immer wieder zögern. Denn eine Investition in eine nicht zukunftsfähige Technik hätte schwerwiegende Folgen im international hart umkämpften Markt.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt der Studierenden an. „Ziel des Projektes war die Erstellung eines Modells, welches eine konkrete Entscheidungshilfe bei der Auswahl des richtigen Antriebssystems für einen bestimmten Anwendungsfall aufzeigt“, sagt Fiona Pohle, studentische Projektsprecherin. Denn nicht jeder alternative Kraftstoff eigne sich auch für jeden Anwendungsfall.




