• Mechatronik studieren in Wilhelmshaven

    Möchtest du verstehen, wie moderne technische Systeme entstehen und wie Mechanik, Elektronik und Informatik dabei zusammenspielen? Im Bachelorstudium Mechatronik lernst du, wie Einzelkomponenten ineinandergreifen und als technisches Gesamtsystem zuverlässig funktionieren. Dabei setzt du dich mit Geräte- und Systemtechnik auseinander und untersuchst deren Funktion, Auslegung und Anwendung in Mess- und Analysesystemen, automatisierten Produktionsanlagen und Geräten der Informations- und Nachrichtentechnik.

    Das Besondere an diesem Studiengang ist die enge Verbindung von Theorie und Praxis: Mit anwendungsorientierten Lehrmethoden, intensiven Laborübungen, spannenden Projekten und der Praxisphase in Zusammenarbeit mit Industriepartnern setzt du dein Wissen direkt in realen technischen Anwendungen um.

    Der Studiengang richtet sich an technikaffine Personen, die eine praxisnahe und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Ausbildung suchen. In 7 Semestern und mit 210 ECTS erwirbst du fundierte mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse und spezialisierst dich in Aufbau, Steuerung und Vernetzung mechatronischer Geräte und Systemkomponenten.

    Alle Information im Überblick
    Abschluss
    Bachelor of Engineering (B.Eng.)
    Bewerbung für inländische Studierende
    01.06. bis 15.09. oder 01.12. bis 15.03. via Jade eCampus
    Bewerbung für Internationals
    01.04. bis 15.08. oder 01.10. bis 15.02. via uni-assist
    Studienbeginn
    Wintersemester und Sommersemester
    Regelstudienzeit
    7 Semester
    Leistungspunkte gemäß ECTS
    210
    Studienort
    Studienform
    Präsenz, teilzeitgeeignet
    Lehrsprache
    Deutsch
    Numerus Clausus / Zulassungsbeschränkung
    Nein
    Zugangsvoraussetzungen
    Semesterbeitrag und -gebühren

    Imagefilm Mechatronik

    Lehrinhalte „Mechatronik, B.Eng.“

    • Wenn nicht anders angegeben, werden alle Module mit 5 ECTS bewertet. 

      Im Modulhandbuch (pdf, Archivversion) oder im Jade eCampus (fortlaufend aktualisiert) erhältst du detailliertere Informationen zu jedem einzelnen Modul.

      1. Semester

      • Mathematik 1: Lineare Algebra und Vektorrechnung
      • Elektrotechnik: Einführung
      • Grundlagen der Informatik
      • Technische Mechanik: Statik
      • Physik
      • Onboarding

      2. Semester

      • Mathematik 2: Differential- und Integralrechnung, gewöhnliche Differentialgleichungen
      • Messdaten und Statistik
      • Hochsprachenprogrammierung
      • Elektrotechnik: Vertiefung
      • Grundlagen CAD
      • Einführung in die Mechatronik

      3. Semester

      • Mathematik 3: Vektoranalysis und Reihen
      • Technische Mechanik - Dynamik
      • Werkstoffkunde und Festigkeitslehre
      • Bauelemente und Grundschaltungen
      • Maschinenelemente 1
      • Aktorik

      4. Semester

      • Mess- und Regelungstechnik
      • Digitaltechnik und Mikroprozessortechnik
      • Messtechnik und Sensorik
      • Mechatronische Systeme 1
      • Konstruktion mechatronischer Systeme
      • Robotik: Grundlagen u. Anwendungen

      5. Semester

      • Biosignal- und Bildverarbeitung
      • Mechatronische Systeme 2
      • Systems Engineering
      • Komplexlabor Mechatronik
      • Fertigungstechnik
      • Optronik

      6. Semester

      • 5x Techniches Wahlpflichtmodul (TWP)
      • Nichttechnisches Wahlpflichtmodul (NTWP)

      7. Semester

      • Abschlusspraxisphase (18 ECTS)
      • Bachelorarbeit (12 ECTS)
    • Zu Beginn des Studiums durchläufst Du eine Ausbildung in ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen (in der Modulübersicht aprikot dargestellt), die auf zehn Pflichtmodule über die ersten drei Semester verteilt sind.
      Diese Grundlagenmodule stimmen überwiegend mit denen in den anderen ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen im Fachbereich Ingenieurwissenschaften überein, wodurch zu Beginn des Studiums eine Durchlässigkeit zwischen diesen Studiengängen ohne Zeitverlust ermöglicht wird.

    • Ab dem zweiten bis zum fünften Semester schließen sich an das Grundlagenstudium die interdisziplinären Kernmodule an (in der Modulübersicht grau dargestellt). Dabei handelt es sich um Pflichtmodule, in denen die erforderlichen Grundkenntnisse für die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung vermittelt werden.

    • Die Spezialisierung (in der Modulübersicht lila dargestellt) im Umfang von 55 ECTS ermöglicht dir eine mechatronische Schwerpunktbildung. 

      Im ersten Studienabschnitt ewirbst du in den drei Spezialisierungsmodulen das notwendige Basiswissen über mechanische, elektronische und informationstechnische Komponenten und deren Zusammenspiel in mechatronischen Systemen.
      Aufbauend darauf vertiefst du im weiteren Studium dein Verständnis für das ganzheitliche Zusammenwirken der Teilsysteme aus Mechanik, Elektrotechnik/Elektronik und weiteren Spezialdisziplinen. Du lernst, komplexe mechatronische Systeme nicht nur als Summe einzelner Bausteine zu betrachten, sondern ihre ganzheitliche Funktionalität in hochkomplexen Mess- und Analysesystemen, automatisierten Produktionsanlagen oder Geräten der Informations- und Nachrichtentechnik zu verstehen und anzuwenden. Gleichzeitig wird die einzelne Komponente nicht vernachlässigt, da sie häufig selbst ein hochkomplexes mechatronisches System darstellt – beispielsweise Antriebssysteme für unterschiedliche komplexe Positionier- und Bewegungsaufgaben, einschließlich der erforderlichen präzisen und hochdynamischen Regelungssysteme. Die Ausbildung im Studiengang orientiert sich konsequent an diesem gerätetechnischen Ansatz und dem damit verbundenen breiten Produktspektrum.

    • Das Modulangebot im Bereich Technische Wahlpflicht (TWP; in der Modulübersicht hellrot dargestellt) bietet dir individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für deinen Studienverlauf. 

      Zusätzlich hast du die Möglichkeit, die technischen Wahlpflichtmodule so zu wählen, dass sie in ihrer Gesamtheit entweder einer weiteren technischen Spezialisierung oder einem benachbarten Studiengang zugehören. In diesem Fall erwirbst du eine Zusatzqualifikation, die im Zeugnis als Zusatzqualifikation "Aspekte der/des [Name der Spezialisierung/des Studiengangs]" ausgewiesen wird (siehe § 4 Abs. 5 BPO).

      Die Modulauswahl richtet sich nach dem tatsächlichen Angebot des Fachbereiches. Sie wird unter Berücksichtigung von wichtigen Entwicklungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Technik vom Fachbereichsrat beschlossen und kann für jedes Semester aktualisiert werden. Die aktuelle Liste wird vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    • Die Module im Bereich Nichttechnische Wahlpflicht (NTWP; in der Modulübersicht blau dargestellt) befähigen dich, wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge zu verstehen und mit diesem Wissen die nichttechnischen Herausforderungen des Ingenieurberufs zu bewältigen. 

      Die zur Verfügung stehenden Module werden in einer Liste zusammengefasst und vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.

    Zugangspraktikum

    • Ein idealer Einstieg ins Studium

      sind Vorkenntnisse, die du durch ein Praktikum oder eine abgeschlossene einschlägige berufliche Ausbildung erwirbst.

      Inhalte I Dauer I Nachweis I Anrechnung

    Praxisbezug

    Bereits während des Studiums wird der Praxisbezug durch zahlreiche Module gestärkt, in denen Vorlesungen eng mit Laborveranstaltungen und experimenteller Arbeit verknüpft sind. So erprobst du theoretische Inhalte unmittelbar in der Praxis, wendest Mess- und Versuchstechniken an und übst ingenieurwissenschaftliche Methoden realitätsnah ein.

    Die Abschlusspraxisphase (in der Abbildung weiß dargestellt) stellt einen sehr wichtigen Bestandteil der Bildung dar und ist von besonderer regionaler Bedeutung. In dieser Praxisphase verbringst Du in der Regel mindestens 12 Wochen in der Industrie und hast dadurch die Möglichkeit, dein theoretisch erworbenes Wissen in einem realen Arbeitsumfeld anzuwenden und zu vertiefen. In Zusammenarbeit mit (regionalen) Unternehmen erhältst du praxisnahe Einblicke in die täglichen Herausforderungen und Aufgaben von Ingenieur_innen. Du profitierst von der intensiven Betreuung durch erfahrene Ingenieur_innen und kannst an aktuellen Projekten mitarbeiten, wodurch du wertvolle praktische Erfahrungen sammelst. 

    Diese enge Verzahnung von Theorie, Laborpraxis und betrieblicher Anwendung bereitet dich optimal auf den Berufseinstieg vor und eröffnet häufig direkte Berufsperspektiven im Anschluss an das Studium.

    Einblicke

    Studierende stehen an einem Straßenmodell und lassen einen selbstgebautes Roboterfahrzeug fahren.

    Berufsbild

    Bachelorabsolvent_innen der Mechatronik mit ihrem interdisziplinären Know-how arbeiten in vielfältigen ingenieurtechnischen Tätigkeitsfeldern, in denen Mechanik, Elektronik und Informatik zu integrierten technischen Lösungen zusammengeführt werden. Sie sind unter anderem in der Automatisierungstechnik, der Robotik, der Produktionstechnik, der Fahrzeugtechnik, der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik sowie in weiteren technologieorientierten Zukunftsbranchen tätig. Einsatzfelder finden sich insbesondere in technischen Fachabteilungen, Projektteams sowie in Entwicklungs-, Produktions- und Betriebsbereichen.

    Typische Tätigkeiten umfassen die Mitarbeit an intelligenten Robotersystemen, automatisierten Produktionsanlagen, modernen Antriebssystemen sowie Mess- und Sensorsystemen. In diesen Funktionen wirken Mechatronikingenieur_innen an der Konzeption, Auslegung, Umsetzung und Optimierung mechatronischer Systeme und Prozesse mit. Dabei begleiten sie technische Lösungen von der ersten Idee über die konstruktive und funktionale Umsetzung bis hin zum funktionsfähigen Produkt oder zur betriebsbereiten Anlage. Absolvent_innen der Mechatronik arbeiten selbstständig innerhalb vorgegebener Strukturen und sind in der Lage, Aufgaben im Team fachgerecht zu koordinieren.

    Ihre Verdienstaussichten können Sie mithilfe des Gehaltsvergleiches des Statistischen Bundesamtes schätzen lassen.

    Internationales

    Outgoings

    Du hast vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrungen gezielt in dein Studium zu integrieren. 

    Der Studienaufbau ermöglicht es dir, das sechste Semester als Auslandssemester zu gestalten. Auch die Abschlusspraxisphase sowie die Bachelorarbeit können im Ausland absolviert werden, sodass sich die Möglichkeit ergibt, zwei Semester zusammenhängend als Auslandsjahr zu organisieren, ohne die Studiendauer zu verlängern. 

    Internationale Kompetenz erwirbst du nicht nur im Ausland, sondern auch direkt am Campus Wilhelmshaven: durch englischsprachige Lehrangebote im Wahlpflichtbereich, internationale Projekte während des Semesters und internationale Sommerprogramme. Ergänzend kannst du an kurzzeitigen Auslandsaufenthalten teilnehmen, etwa an Sprachkursen oder Exkursionen zu Partnerhochschulen wie der Universität Bordeaux (Frankreich) oder Inatel (Brasilien). Sprachkurse können unter bestimmten Voraussetzungen als nichttechnische Wahlpflichtmodule anerkannt werden.

    Incomings

    Unser internationales Programm richtet sich an Gaststudierende mit guten Englischkenntnissen (sowohl mündlich als auch schriftlich) und Grundkenntnissen in Deutsch. Die Kurse werden in englischer Sprache gelehrt und gehören zu unserem Wahlpflichtprogramm, so dass du zusammen mit deutschen Studierenden lernst und arbeitest. Die Lerngruppen sind klein – üblicherweise mit 15 bis 40 Teilnehmenden. 

    Gern kannst du auch an unserem regulären, deutschsprachigen Kursangebot teilnehmen, entsprechende Deutschkenntnisse vorausgesetzt.

    Studienort Wilhelmshaven

    Campus Wilhelmshaven

    Stadt Wilhelmshaven

    Bewerbungsprozess

    Registrierung über den eCampus

    Als erstes ist eine Registrierung auf der Startseite des Bewerbungsportals im Jade eCampus erforderlich - dies gilt auch, wenn du aktuell bereits bei uns eingeschrieben bist oder es mal warst.

    Internationale Studierende: Ausländische und deutsche Studierende, die ihren Schulabschluss im Ausland erworben haben, bewerben sich über uni-assist!!

    Bewerbung über den eCampus

    Danach gibst du online die Bewerbung für den gewünschten Studiengang ab und beantragst die Immatrikulation. Der eCampus führt dich dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.

    Nachdem du alle erforderlichen Angaben gemacht hast, werden dir die einzureichenden Unterlagen im Upload-Bereich im Jade eCampus angezeigt. Lade dort die unterschriebene "Annahmeerklärung" aus dem "Antrag auf Immatrikulation" sowie alle weiteren geforderten Dokumente hoch und überweise den Semesterbeitrag!

    Prüfung und Status der Bewerbung

    Im Anschluss werden die eingereichten Unterlagen durch das Immatrikulationsamt geprüft und du erhälst eine automatisch generierte Mail mit der Bitte, deinen Status im Bewerberportal zu überprüfen. 

    Anschließend können fehlerhafte oder fehlende Unterlagen nachgereicht werden.

    Immatrikulation und Zugangsdaten

    Sobald alle Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen sowie der Semesterbeitrag auf dem Konto der Jade Hochschule eingegangen ist, wird deine Immatrikulation durchgeführt.

    Nach der Immatrikulation werden dir im Jade eCampus deine initialen Zugangsdaten und ein Link zur Aktivierung deines studentischen Hochschulzugangs angezeigt. Bitte aktiviere diesen innerhalb von 28 Tagen und notiere deine Zugangsdaten.

     

    FAQ

    • Ausführliche Beschreibungen aller Module findest du im Modulhandbuch im Download-Bereich unten auf dieser Seite.

    • Sehr flexibel. Du wählst Module innerhalb der folgenden Bereiche individuell aus:

      • Spezialisierung (25 ECTS) setzt einen verbindlichen Schwerpunkt. Zur Auswahl stehen: 
        • Automatisierungstechnik
        • Nachhaltige Energiesysteme
        • Nachrichtentechnik
      • Technische Wahlpflicht (20 ECTS) ermöglicht fachliche Vertiefungen oder Zusatzqualifikationen
      • Nichttechnische Wahlpflicht (5 ECTS) vermittelt wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen
      • Schlüsselqualifikationen (5 ECTS) stärken Sozial- und Methodenkompetenzen
         
    • Sehr praxisnah. Viele Module verbinden Vorlesungen mit Laborveranstaltungen, in denen du Mess- und Versuchstechniken anwendest, reale technische Problemstellungen bearbeitest und ingenieurwissenschaftliche Methoden praktisch einübst.

      Ein zentrales Element des Studiums bilden industrielle Praxisphasen, bestehend aus dem Praxismodul im 5. Semester sowie dem Abschlusssemester.

    • Ja. Im 5. Semester absolvierst du ein verpflichtendes Praxissemester in einem Unternehmen, in dem du über mehrere Monate praktische Berufserfahrung im ingenieurtechnischen Arbeitsumfeld sammelst.
      Im 8. Semester folgen die Abschlusspraxisphase und die Bachelorarbeit, die idealerweise ebenfalls in einem Unternehmen durchgeführt werden und den direkten Übergang in den Berufseinstieg unterstützen.

    • Die Bachelorstudiengänge Elektrotechnik dual, Maschinenbau dual, Mechatronik dual und Medizintechnik dual können mit jeweils 8 Semestern Studiendauer im Verbund mit einem Partnerunternehmen studiert werden.
      Es gibt zwei Varianten: 

      1. Duales ausbildungsintegrierendes Studium: Verzahnung von Berufsausbildung und Studium
      2. Duales praxisintegrierendes Studium: Verzahnung von Praxisphasen im Unternehmen und Studium
    • In diesem Studiengang ist eine Bachelorzwischenprüfung vorgesehen. Sie dient dazu, zu überprüfen, ob du die grundlegenden Inhalte und Methoden der ersten Studienphase erfolgreich absolviert hast.

      Dabei handelt es sich nicht um eine zusätzliche Prüfung: Die Bachelorzwischenprüfung gilt automatisch als bestanden, sobald du die Module der ersten drei Semester im Umfang von 90 ECTS erfolgreich abgeschlossen hast.

      Sie ist Voraussetzung für den weiteren Studienverlauf, geht aber nicht in die Berechnung der Bachelornote ein.
      Weitere Details findest du in der Prüfungsordnung Teil A und Teil B.

    • Ein Teilzeitstudium bedeutet, dass du pro Semester weniger Module belegst als im Vollzeitstudium. Du darfst höchstens 15 ECTS pro Semester machen. Wenn du mehr als 15 ECTS erbringst, verlierst du rückwirkend den Status als Teilzeitstudierende_r.
      Wichtig: Wiederholungsprüfungen aus früheren Semestern zählen nicht zu diesen 15 ECTS. Während du deine Bachelorarbeit schreibst, ist ein Teilzeitstudium nicht möglich.

      Du beantragst das Teilzeitstudium formlos bei der Prüfungskommission, und zwar spätestens einen Monat nach Beginn der Vorlesungen. Der Antrag gilt für zwei aufeinanderfolgende Semester. Danach endet das Teilzeitstudium automatisch. Wenn du danach weiter in Teilzeit studieren möchtest, musst du einen neuen Antrag stellen.

    • Ja. Im Bachelorstudiengang Mechatronik hast du die Möglichkeit, über das Erasmus-Programm oder andere Austauschprogramme ein Auslandssemester oder ein Studienjahr an einer Partnerhochschule zu absolvieren. Der Auslandsaufenthalt kann in den Studienverlauf integriert werden und ist in der Regel ohne Verlängerung der Regelstudienzeit möglich.

    • Die Berufsaussichten sind sehr gut, da Mechatronik zu den wichtigsten interdisziplinären Zukunftsbereichen der Industrie zählt. Durch die Verbindung von Mechanik, Elektronik und Informatik werden Mechatronikingenieur_innen insbesondere in den Bereichen Automatisierungstechnik, Robotik, intelligente Produktionssysteme, Fahrzeugtechnik, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrt stark nachgefragt. Absolvent_innen arbeiten unter anderem in Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Systemintegration oder technischer Projektierung und übernehmen vielseitige Aufgaben bei der Entwicklung und Optimierung moderner mechatronischer Systeme und Prozesse.

    • Unser Immatrikulationsamt hat genau für solche Fälle eine FAQ mit allgemeinen Fragen zusammengestellt.

    Qualifikationsziele

    • Die Befähigung zur qualifizierten Erwerbstätigkeit wird erreicht, indem die Studierenden sich eine individuelle fachliche Spezialisierung erarbeiten, welche sie zu Experten in ingenieurwissenschaftlichen Fragen macht. Dabei ist die starke Verflechtung von theoretischen Studieninhalten und experimenteller Laborarbeit sowie anwendungsorientierten Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung (z.B. in Praxisphasen oder der Bachelorarbeit) in unterschiedlichen technischen Themenbereichen während der gesamten Studienzeit zu berücksichtigen.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • verfügen über instrumentelle Kompetenz, womit sie ihr Expertenwissen und Verstehen in ihrer Tätigkeit oder ihrem Beruf anwenden und Problemlösungen und Argumente in ihrem Fachgebiet erarbeiten und weiterentwickeln können.
      • sind in der Lage, autonom ingenieurwissenschaftliche und anwendungsorientierte Projekte zu planen und durchzuführen.
      • sind vertraut mit Fragestellungen der Arbeitssicherheit.
      • verfügen über kommunikative Kompetenzen und können wissenschaftliche Inhalte in eine für Nichtfachleute verständliche Form transformieren.
    • Der Studiengang Mechatronik qualifiziert Studierende für berufliche Tätigkeiten in durch Interdisziplinarität gekennzeichneten Arbeitsumfeldern. Der fachliche Anspruch an die Ingenieurausbildung in der Mechatronik lässt sich in umfassender Weise durch die von Isermann 1999 veröffentlichte und in der VDI-Richtlinie 2206 zitierte Definition des Fachgebietes umreißen:

      „Mechatronik ist ein interdisziplinäres Gebiet, bei dem folgende Disziplinen zusammenwirken: mechanische und mit ihnen gekoppelte Systeme, elektronische Systeme, Informationstechnik. Dabei ist das mechanische System im Hinblick auf die Funktion dominierend. Es werden synergetische Effekte angestrebt, die mehr beinhalten, als die reine Addition der Disziplinen.“(Quellen: Isermann, R., Mechatronische Systeme-Grundlagen, Berlin: Springer-Verlag 1999; VDI-Richtlinie 2206-Entwicklungsmethodik für mechatronische Systeme, 2004).

      Die für dieses berufliche Tätigkeitsfeld erforderlichen fachlichen und interdisziplinären Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden werden den Studierenden im Rahmen des Studienganges Mechatronik vermittelt. Daraus werden die nachfolgend beschriebenen Fachkompetenzen der Absolvent_innen abgeleitet.

      Die Absolvent_innen des Bachelorstudiengangs Mechatronik

      • verfügen über fachliche und interdisziplinäre Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, die sie zur qualifizierten Erwerbstätigkeit als Ingenieurin bzw. Ingenieur in Unternehmen, bei denen Mechanik, Elektrotechnik/Elektronik und weitere Spezialdisziplinen wie Informationstechnik zusammenwirken, befähigen.
      • betrachten dieses Zusammenspiel von Einzelbausteinen im Sinne einer komplexen Funktionalität ganzheitlich und sind in der Lage, Produkte der Gerätetechnik mit ihren Applikationen in hochkomplexen Mess- und Analysesystemen, automatisierten Produktionsanlagen, Geräten der Informations- und Nachrichtentechnik zu klassifizieren, zu verstehen und anzuwenden.
      • wurden in das experimentelle Arbeitsumfeld der anwendungsorientierten Forschung (z.B. in (Praxis)projekten und Abschlusspraxisphase) eingeführt und können im Beruf sehr vielseitig eingesetzt werden.

      Die Summe der Qualifikationsziele gibt unseren Absolvent_innen langfristig die Perspektive, Stellen in Führungspositionen zu besetzen.

    • Die wissenschaftliche Ausbildung im Fachbereich Ingenieurwissenschaften folgt dem Prinzip des anwendungsorientierten Lehrens und Lernens, das die Studierenden während des Vertiefungsstudiums oder der Praxisphasen (Abschlusspraxisphase und im dualen Studium Praxisprojekte) in das Arbeitsumfeld der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung einführt. Dieses Qualifikationsziel gibt unseren Absolvent_innen langfristig die Perspektive, Stellen in Führungspositionen zu besetzen.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • haben ein breites und integriertes Wissen und Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen auf dem Gebiet des jeweiligen Studiengangs nachgewiesen. Ihr Wissen entspricht dem Stand der Fachliteratur und schließt zugleich vertiefte Wissensbestände des aktuellen Stands der Forschung auf dem gewählten Spezialisierungsgebiet ein.
      • beherrschen die notwendigen ingenieurwissenschaftlichen Methoden und verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Prinzipien sowie über Methodenkompetenz auf dem Gebiet des jeweiligen Studiengangs.
      • sind in der Lage, selbständig weiterführende Lernprozesse zu gestalten und damit ihr Wissen im ingenieurwissenschaftlichen Bereich selbständig zu erweitern und zu vertiefen.
      • beherrschen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und können fachbezogene Positionen und Problemlösungen formulieren und argumentativ verteidigen.
      • können technisch-wissenschaftlich fundierte Berichte erstellen.
      • sind in der Lage, sich sowohl mit Fachvertretern als auch mit Laien über Informationen, Ideen, Probleme und Lösungen auszutauschen.
      • können einschätzen, welches Potential die sog. „Future Skills“ wie Industrie 4.0, Digitalisierung und KI-Anwendungen bieten.
      • können als Ingenieure die Auswirkungen von Entwicklungen unter fachlichen, gesellschaftlichen und ethischen Gesichtspunkten bewerten.
    • Der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden wird eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Dimension Persönlichkeitsbildung, die auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen umfasst, wird durch fünf Werte: innovativ, kompetent, kooperativ, vielfältig, zugewandt (siehe das Leitbild der Jade Hochschule) geprägt und spiegelt sich in der Strategie für Studium und Lehre, die ein lebendiger Prozess ist und zur Zeit weiterentwickelt wird.

      Die Flexibilität der Studienstrukturen wird für die Umsetzung attraktiver Studienangebote genutzt. Auf der Grundlage solider Kerncurricula bieten die interdisziplinär ausgelegten Studiengänge des vorliegenden Bündels zahlreiche Möglichkeiten für interdisziplinäre Brückenschläge, die charakteristisch für aktuelle und künftige technische und gesellschaftliche Herausforderungen sind und damit den Berufsalltag unserer Absolvent_innen prägen werden.

      Im Rahmen der fachwissenschaftlichen Ausbildung wird die Persönlichkeitsentwicklung durch eine Kombination eigenständiger, individueller Arbeit mit Gruppenarbeiten unterstützt. Diese Lehr- und Lernform fördert neben der fachlichen Weiterentwicklung durch die Erfahrung der wechselseitigen Abhängigkeit innerhalb eines Teams auch die individuelle Sozialkompetenz und Verbindlichkeit.

      Lehrveranstaltungen, wie Projektmanagement oder Bürgerliches Recht, die zu den nichttechnischen Wahlpflichtmodulen gehören, sind feste Bestandteile des Curriculums. Hier und in anderen (Labor)Veranstaltungen wird sowohl das Arbeiten in Gruppen, das Lösen von Konflikten, das Abwägen von Entscheidungen als auch die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und das Schreiben technisch-wissenschaftlicher Berichte vermittelt. Ebenfalls gehört die Vermittlung von interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen (Intercultural Communication and Management oder International Project) zu dem nichttechnischen Wahlpflichtangebot dazu. Diese Kompetenzen können auch durch Auslandsaufenthalte für Studium und / oder Praktika erworben werden, wofür ein Mobilitätsfenster z.B. im sechsten Fach- oder im Abschlusssemester vorgesehen ist. In den Lehrveranstaltungen werden interkulturelle Teamarbeit und Kommunikation gefördert. All das sowie z.B. Gremienbeteiligung und die damit verbundene Entscheidungskompetenz tragen ihren Teil zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bei.

      Daneben gibt es Bildungsaktivitäten, die außerhalb des Curriculums im Rahmen des Jade Kulturwerks angeboten werden. Das Engagement über den Vorlesungsplan hinaus gibt den Studierenden und allen Hochschulangehörigen die Gelegenheit, ein breit gefächertes kulturelles Angebot zu gestalten und zu nutzen.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • sind in der Lage, in interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten, indem sie Ideen offen austauschen und konstruktives Feedback geben, um Lösungen gemeinsam zu entwickeln und optimale Ergebnisse zu erzielen.
      • sind in der Lage, kulturelle Unterschiede wertzuschätzen und respektvoll auf die Perspektiven internationaler Kolleg_innen einzugehen.
      • können aktiv Verantwortung in Teamprojekten übernehmen, indem sie Aufgaben koordinieren, klare Ziele festlegen und Fortschritte überwachen, um das Team zu leiten und zu motivieren.
      • reflektieren bei der Entwicklung technischer Lösungen potenzielle ethische und soziale Auswirkungen und passen ihre Handlungen so an, dass diese den gesellschaftlichen und kulturellen Werten entsprechen.

      Die Dimension Persönlichkeitsbildung umfasst auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen. Die Studierenden erwerben in ihrem Studium auch überfachliche Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, die Relevanz ihres ingenieurwissenschaftlichen Fachwissens für aktuelle gesellschafts- und umweltpolitische Fragestellungen einzuordnen. Sie können damit ein Verständnis für Nachhaltigkeit und Diversität entwickeln und einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Die Lehrenden sind gefordert, Handlungsfelder, Möglichkeiten und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements im Rahmen des Curriculums zu berücksichtigen und zum zivilgesellschaftlichen Engagement anzuregen. So werden die Studierenden motiviert, den Einsatz ihrer im Studium erlangten professionellen Handlungs- und Urteilsfähigkeit nicht nur auf das ingenieurwissenschaftliche oder berufliche Handlungsfeld zu begrenzen, sondern auch zivilgesellschaftlich einzusetzen. Die Studierenden sind aufgefordert, hochschulpolitische Verantwortung zu übernehmen, z.B. durch die Beteiligung an Gremienarbeit und der studentischen Selbstverwaltung.

      Die Absolvent_innen der Studiengänge Medizintechnik (+dual), Mechatronik (+dual) und Meerestechnik

      • sind in der Lage, relevante Informationen in ihrem Handlungsfeld zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren, dabei aber auch eigene und fremde Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und ihre Bedeutung in einen zivilgesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
      • verfügen über die Fähigkeit, ingenieurwissenschaftliche Problemstellungen als mehrdimensionale Aufgabenkomplexe zu betrachten, in denen neben wissenschaftlichen im gleichen Maße gesellschaftliche und ethische Erkenntnisse berücksichtigt werden.
      • können ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in der Öffentlichkeit oder vor einem Fachpublikum unter Berücksichtigung ethischer und gesellschaftspolitischer Gesichtspunkte vertreten.