Möchtest du verstehen, wie elektrische und elektronische Systeme entstehen und wie elektrische Energie, Signale und Informationen technisch erfasst, übertragen, gespeichert und genutzt werden? Im Bachelorstudium Elektrotechnik setzt dich mit den klassischen Grundlagen der Elektrotechnik auseinander und lernst deren Aufbau, Funktionsweise und Anwendung in zentralen Bereichen wie der Energieversorgung, der Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie der Nachrichten- und Kommunikationstechnik kennen.
Das Besondere an diesem Studiengang ist die enge Verbindung von Theorie und Praxis: Mit anwendungsorientierten Lehrmethoden, intensiven Laborübungen, spannenden Projekten und Praxisphasen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern setzt du dein Wissen direkt in realen technischen Anwendungen um.
Der Studiengang richtet sich an technikaffine Personen, die eine praxisnahe und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Ausbildung suchen. In 8 Semestern und mit 240 ECTS erwirbst du fundierte mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse und spezialisierst dich in Bereichen Automatisierungstechnik, Nachhaltige Energiesysteme oder Nachrichtentechnik.
Wenn nicht anders angegeben, werden alle Module mit 5 ECTS bewertet.
Im Modulhandbuch (pdf, Archivversion) oder im Jade eCampus (fortlaufend aktualisiert) erhältst du detailliertere Informationen zu jedem einzelnen Modul.
1. Semester
Mathematik 1: Lineare Algebra und Vektorrechnung
Elektrotechnik: Einführung
Grundlagen der Informatik
Technische Mechanik: Statik
Physik
Onboarding
2. Semester
Mathematik 2: Differential- und Integralrechnung, gewöhnliche Differentialgleichungen
Grundelemente der Messtechnik
Einführung in die Hochsprachenprogrammierung
Elektrotechnik: Vertiefung
Werkstoffe der Elektrotechnik
Nichttechnisches Wahlpflichtmodul (NTWP)
3. Semester
Mathematik 3: Vektoranalysis und Reihen
Bauelemente und Grundschaltungen
Objektorientierte Programmierung
Grundlagen der Feldtheorie
Praktische Elektro- und Messtechnik
Digitaltechnik und Mikroprozessortechnik
vorbereitende Lehrveranstaltung zum Praxissemester (1 ECTS)
4. Semester
Grundlagen der Systemtheorie
Einführung in intelligente Automatisierung
Einführung in die Nachrichtentechnik
Einführung in nachhaltige Energieversorgung
Leistungselektronik
Schlüsselqualifikation (SQ)
5. Semester
Praxissemester (28 ECTS)
6. Semester
Methoden und Anwendungen der Regelungstechnik
Embedded Systems und Echtzeit-Betriebssysteme
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
3x Spezialisierungsmodul
nachbereitende Lehrveranstaltung zum Praxissemester (1 ECTS)
7. Semester
2x Spezialisierungsmodul
4x Technisches Wahlpflichtmodul (TWP)
8. Semester
Abschlusspraxisphase (18 ECTS)
Bachelorarbeit (12 ECTS)
Zu Beginn des Studiums durchläufst Du eine Ausbildung in ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen (in der Modulübersicht aprikot dargestellt), die auf zehn Pflichtmodule über die ersten drei Semester verteilt sind. Diese Grundlagenmodule stimmen überwiegend mit denen in den anderen ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen im Fachbereich Ingenieurwissenschaften überein, wodurch zu Beginn des Studiums eine Durchlässigkeit zwischen diesen Studiengängen ohne Zeitverlust ermöglicht wird.
Ab dem zweiten bis zum sechsten Semester schließen sich an das Grundlagenstudium die Kernmodule Elektrotechnik an (in der Modulübersicht orange dargestellt). Dabei handelt es sich um Pflichtmodule, in denen die erforderlichen Grundkenntnisse für die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung in Elektrotechnik vermittelt werden.
Die verpflichtende Wahl einer Spezialisierung (in der Modulübersicht dunkelorange dargestellt) im Umfang von 25 ECTS ermöglicht dir eine individuelle Schwerpunktsetzung in folgenden Bereichen:
Automatisierungstechnik
6. Semester:
Digitale Signalverarbeitung
Robotik: Grundlagen und Anwendungen
Steuerung und Visualisierung von Prozessen
7. Semester:
Moderne Methoden der Regelungstechnik
Industrielle Kommunikationssysteme
Nachhaltige Energiesysteme
6. Semester:
Technologie des Energietransports
Elektrische Energienetze
Energieerzeugung, Speicher und grüne Moleküle
7. Semester:
Smart Grids
Mobilitätskonzepte und Leistungselektronik
Nachrichtentechnik
6. Semester:
Hochfrequenztechnik
Übertragungstechnik
Elektronische Schaltungen
7. Semester:
Drahtlose IoT Anwendungen
Optische Nachrichtentechnik
Das Modulangebot im Bereich Technische Wahlpflicht (TWP; in der Modulübersicht hellrot dargestellt) bietet dir individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für deinen Studienverlauf.
Zusätzlich hast du die Möglichkeit, die technischen Wahlpflichtmodule so zu wählen, dass sie in ihrer Gesamtheit entweder einer weiteren technischen Spezialisierung oder einem benachbarten Studiengang zugehören. In diesem Fall erwirbst du eine Zusatzqualifikation, die im Zeugnis als Zusatzqualifikation "Aspekte der/des [Name der Spezialisierung/des Studiengangs]" ausgewiesen wird (siehe § 4 Abs. 5 BPO).
Die Modulauswahl richtet sich nach dem tatsächlichen Angebot des Fachbereiches. Sie wird unter Berücksichtigung wichtiger Entwicklungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Technik vom Fachbereichsrat beschlossen und kann für jedes Semester aktualisiert werden. Die aktuelle Liste wird vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.
Die Module im Bereich Nichttechnische Wahlpflicht (NTWP; in der Modulübersicht blau dargestellt) befähigen dich, wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge zu verstehen und mit diesem Wissen die nichttechnischen Herausforderungen des Ingenieurberufs zu bewältigen.
Die zur Verfügung stehenden Module werden in einer Liste zusammengefasst und vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.
Die Module im Bereich Schlüsselqualifikation (SQ; in der Modulübersicht gelb dargestellt) bieten dir die Möglichkeit, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und befähigen dich zum zivilgesellschaftlichen Engagement. Sie zielen auf den Erwerb von Sozial- und Methodenkompetenzen ab. Beispiele für Module im Bereich Schlüsselqualifikation sind Projektmanagement oder Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure.
Die zur Verfügung stehenden Module werden in einer Liste zusammengefasst und vor Beginn des Semesters im Intranet bekannt gegeben.
Praxisbezug
Bereits während des Studiums wird der Praxisbezug durch zahlreiche Module gestärkt, in denen Vorlesungen eng mit Laborveranstaltungen und experimenteller Arbeit verknüpft sind. So erprobst du theoretische Inhalte unmittelbar in der Praxis, wendest Mess- und Versuchstechniken an und übst ingenieurwissenschaftliche Methoden realitätsnah ein.
Das Praxismodul im 5. Semester und die Abschlusspraxisphase (in der Abbildung weiß dargestellt) stellen einen sehr wichtigen Bestandteil der Bildung dar und sind von besonderer regionaler Bedeutung. In dem Praxismodul verbringst du ein Semester in der Industrie und hast dadurch die Möglichkeit, dein theoretisch erworbenes Wissen in einem realen Arbeitsumfeld anzuwenden und zu vertiefen. In Zusammenarbeit mit (regionalen) Unternehmen erhältst du praxisnahe Einblicke in die täglichen Herausforderungen und Aufgaben von Ingenieur_innen. Du profitierst von der intensiven Betreuung durch erfahrene Ingenieur_innen und kannst an aktuellen Projekten mitarbeiten, wodurch du wertvolle praktische Erfahrungen sammelst.
Diese enge Verzahnung von Theorie, Laborpraxis und betrieblicher Anwendung bereitet dich optimal auf den Berufseinstieg vor und eröffnet häufig direkte Berufsperspektiven im Anschluss an das Studium. Ein großer Vorteil der Praxisphasen liegt in der frühzeitigen Vernetzung mit potenziellen Arbeitgebern: Viele Unternehmen bieten nach dem Praxissemester Werkstudententätigkeiten und nach der Abschlusspraxisphase (feste) Anstellungen an, sodass der Übergang von der Hochschule in die Arbeitswelt nahtlos gestaltet werden kann. Die Kooperationen fördern zudem den Technologie- und Wissenstransfer zwischen der Jade Hochschule und der (regionalen) Industrie, stärken die regionale Wirtschaft und wirken dem Fachkräftemangel entgegen. Gleichzeitig tragen die Praxisphasen dazu bei, Studierende langfristig an die Region zu binden und die nachhaltige Entwicklung der lokalen Innovationslandschaft zu unterstützen.
Einblicke
Berufsbild
Bachelorabsolvent_innen der Elektrotechnik arbeiten in vielfältigen ingenieurtechnischen Tätigkeitsfeldern in Industrie, Energieversorgung, Automatisierungs- und Nachrichtentechnik sowie in angrenzenden technologieorientierten Branchen. Sie sind insbesondere in technischen Fachabteilungen, Projektteams und betrieblichen Entwicklungs-, Betriebs- oder Serviceeinheiten tätig.
Typische Berufsprofile sind unter anderem Automatisierungsingenieur_innen, Ingenieur_innen für Energietechnik, System- oder Applikationsingenieur_innen, Projekt_ingenieur_innen mit Tätigkeiten in technischen Betriebs-, Planungs- und Servicebereichen. In diesen Funktionen wirken sie an der Planung, Umsetzung, Inbetriebnahme, Überwachung und Optimierung elektrischer und elektronischer Systeme, Anlagen und Prozesse mit. Sie übernehmen dabei anwendungs- und projektbezogene Aufgaben, analysieren technische Problemstellungen, wenden ingenieurwissenschaftliche Methoden an und setzen Lösungen unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen um. Sie arbeiten selbstständig innerhalb vorgegebener Strukturen und sind in der Lage, Aufgaben im Team fachgerecht zu koordinieren.
Elektrotechnik studieren mit integrierter Laufbahnausbildung
Kooperation mit der Bundeswehr
Verbinde dein Elektrotechnik-Studium mit einer Laufbahnausbildung bei der Bundeswehr. Dich erwartet eine Kombination aus Studium, Praxisphasen und Fachlehrgängen – mit klarer Struktur, finanzieller Sicherheit und direktem Berufseinstieg.
Du hast vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrungen gezielt in dein Studium zu integrieren. Bereits im Praxissemester kannst du wertvolle Auslandserfahrung sammeln, indem du dieses in einem internationalen Unternehmen oder an einer Gasthochschule absolvierst.
Darüber hinaus ermöglicht dir der Studienaufbau, das siebte Semester als Auslandssemester zu gestalten. Auch die Abschlusspraxisphase sowie die Bachelorarbeit können im Ausland absolviert werden, sodass sich die Möglichkeit ergibt, zwei Semester zusammenhängend als Auslandsjahr zu organisieren, ohne die Studiendauer zu verlängern.
Internationale Kompetenz erwirbst du nicht nur im Ausland, sondern auch direkt am Campus Wilhelmshaven: durch englischsprachige Lehrangebote im Wahlpflichtbereich, internationale Projekte während des Semesters und internationale Sommerprogramme. Ergänzend kannst du an kurzzeitigen Auslandsaufenthalten teilnehmen, etwa an Sprachkursen oder Exkursionen zu Partnerhochschulen wie der Universität Bordeaux (Frankreich) oder Inatel (Brasilien). Sprachkurse können unter bestimmten Voraussetzungen als nichttechnische Wahlpflichtmodule anerkannt werden.
Incomings
Unser internationales Programm richtet sich an Gaststudierende mit guten Englischkenntnissen (sowohl mündlich als auch schriftlich) und Grundkenntnissen in Deutsch. Die Kurse werden in englischer Sprache gelehrt und gehören zu unserem Wahlpflichtprogramm, so dass du zusammen mit deutschen Studierenden lernst und arbeitest. Die Lerngruppen sind klein – üblicherweise mit 15 bis 40 Teilnehmenden.
Gern kannst du auch an unserem regulären, deutschsprachigen Kursangebot teilnehmen, entsprechende Deutschkenntnisse vorausgesetzt.
Danach gibst du online die Bewerbung für den gewünschten Studiengang ab und beantragst die Immatrikulation. Der eCampus führt dich dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.
Nachdem du alle erforderlichen Angaben gemacht hast, werden dir die einzureichenden Unterlagen im Upload-Bereich im Jade eCampus angezeigt. Lade dort die unterschriebene "Annahmeerklärung" aus dem "Antrag auf Immatrikulation" sowie alle weiteren geforderten Dokumente hoch und überweise den Semesterbeitrag!
Prüfung und Status der Bewerbung
Im Anschluss werden die eingereichten Unterlagen durch das Immatrikulationsamt geprüft und du erhälst eine automatisch generierte Mail mit der Bitte, deinen Status im Bewerberportal zu überprüfen.
Anschließend können fehlerhafte oder fehlende Unterlagen nachgereicht werden.
Immatrikulation und Zugangsdaten
Sobald alle Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen sowie der Semesterbeitrag auf dem Konto der Jade Hochschule eingegangen ist, wird deine Immatrikulation durchgeführt.
Nach der Immatrikulation werden dir im Jade eCampus deine initialen Zugangsdaten und ein Link zur Aktivierung deines studentischen Hochschulzugangs angezeigt. Bitte aktiviere diesen innerhalb von 28 Tagen und notiere deine Zugangsdaten.
Registrierung
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Teilzeitstudium
Teilzeitstudium
Ein Teilzeitstudium bietet dir die Möglichkeit, dein Studium flexibel an deine persönliche Lebenssituation anzupassen. Wenn du neben dem Studium arbeitest, familiäre Verpflichtungen hast oder aus anderen Gründen weniger Zeit investieren kannst, reduzierst du deinen Studienumfang pro Semester und entlastest so deinen Alltag. So kannst du dein Studium in einem individuell passenden Tempo absolvieren.
Ausführliche Beschreibungen aller Module findest du im Modulhandbuch im Download-Bereich unten auf dieser Seite.
Sehr flexibel. Du wählst Module innerhalb der folgenden Bereiche individuell aus:
Spezialisierung (25 ECTS) setzt einen verbindlichen Schwerpunkt. Zur Auswahl stehen:
Automatisierungstechnik
Nachhaltige Energiesysteme
Nachrichtentechnik
Technische Wahlpflicht (20 ECTS) ermöglicht fachliche Vertiefungen oder Zusatzqualifikationen
Nichttechnische Wahlpflicht (5 ECTS) vermittelt wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen
Schlüsselqualifikationen (5 ECTS) stärken Sozial- und Methodenkompetenzen
Sehr praxisnah. Viele Module verbinden Vorlesungen mit Laborveranstaltungen, in denen du Mess- und Versuchstechniken anwendest, reale technische Problemstellungen bearbeitest und ingenieurwissenschaftliche Methoden praktisch einübst.
Ein zentrales Element des Studiums bilden industrielle Praxisphasen, bestehend aus dem Praxismodul im 5. Semester sowie dem Abschlusssemester.
Ja. Im 5. Semester absolvierst du ein verpflichtendes Praxissemester in einem Unternehmen, in dem du über mehrere Monate praktische Berufserfahrung im ingenieurtechnischen Arbeitsumfeld sammelst. Im 8. Semester folgen die Abschlusspraxisphase und die Bachelorarbeit, die idealerweise ebenfalls in einem Unternehmen durchgeführt werden und den direkten Übergang in den Berufseinstieg unterstützen.
Duales ausbildungsintegrierendes Studium: Verzahnung von Berufsausbildung und Studium
Duales praxisintegrierendes Studium: Verzahnung von Praxisphasen im Unternehmen und Studium
In diesem Studiengang ist eine Bachelorzwischenprüfung vorgesehen. Sie dient dazu, zu überprüfen, ob du die grundlegenden Inhalte und Methoden der ersten Studienphase erfolgreich absolviert hast.
Dabei handelt es sich nicht um eine zusätzliche Prüfung: Die Bachelorzwischenprüfung gilt automatisch als bestanden, sobald du die Module der ersten drei Semester im Umfang von 90 ECTS erfolgreich abgeschlossen hast.
Sie ist Voraussetzung für den weiteren Studienverlauf, geht aber nicht in die Berechnung der Bachelornote ein. Weitere Details findest du in der Prüfungsordnung Teil A und Teil B.
Ein Teilzeitstudium bedeutet, dass du pro Semester weniger Module belegst als im Vollzeitstudium. Du darfst höchstens 15 ECTS pro Semester machen. Wenn du mehr als 15 ECTS erbringst, verlierst du rückwirkend den Status als Teilzeitstudierende_r. Wichtig: Wiederholungsprüfungen aus früheren Semestern zählen nicht zu diesen 15 ECTS. Während du deine Bachelorarbeit schreibst, ist ein Teilzeitstudium nicht möglich.
Du beantragst das Teilzeitstudium formlos bei der Prüfungskommission, und zwar spätestens einen Monat nach Beginn der Vorlesungen. Der Antrag gilt für zwei aufeinanderfolgende Semester. Danach endet das Teilzeitstudium automatisch. Wenn du danach weiter in Teilzeit studieren möchtest, musst du einen neuen Antrag stellen.
Ja. Im Bachelorstudiengang Elektrotechnik hast du die Möglichkeit, über das Erasmus-Programm oder andere Austauschprogramme ein Auslandssemester oder ein Studienjahr an einer Partnerhochschule zu absolvieren. Der Auslandsaufenthalt kann in den Studienverlauf integriert werden und ist in der Regel ohne Verlängerung der Regelstudienzeit möglich.
Die Berufsaussichten sind sehr gut, da Elektrotechnik eine Schlüsselrolle in zentralen Zukunftsbranchen wie Energieversorgung, Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0 spielt. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach qualifizierten Elektroingenieur_innen in Industrie, Forschung und Entwicklung.
Die Befähigung zur qualifizierten Erwerbstätigkeit wird erreicht, indem die Studierenden sich eine individuelle fachliche Spezialisierung erarbeiten, welche sie zu Experten in ingenieurwissenschaftlichen Fragen macht. Dabei ist die starke Verflechtung von theoretischen Studieninhalten, experimenteller Laborarbeit und anwendungsorientierten Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung (z.B. in Praxisphasen, der Bachelor- oder Masterarbeit) in unterschiedlichen technischen Themenbereichen während der gesamten Studienzeit zu berücksichtigen.
Unsere Absolvent_innen
verfügen über instrumentelle Kompetenz, womit sie ihr Expertenwissen und -verständnis in ihrer Tätigkeit oder ihrem Beruf anwenden und Problemlösungen und Argumente in ihrem Fachgebiet erarbeiten und weiterentwickeln können.
sind in der Lage, autonom ingenieurwissenschaftliche, anwendungsorientierte Projekte zu planen und durchzuführen.
sind vertraut mit Fragestellungen der Arbeitssicherheit.
verfügen über kommunikative Kompetenzen und können technisch-wissenschaftliche Inhalte in eine für Nichtfachleute verständliche Form transformieren.
Der Bachelorstudiengang Elektrotechnik dient der Vermittlung von Grundlagen- und ausgewählten Spezialkenntnissen aus dem Bereich der Elektrotechnik. Der Studiengang ist anwendungsorientiert konzipiert.
Um die Fachqualifikation sicherzustellen, werden Handlungskompetenzen zu sechs Kompetenzclustern zusammengefasst und den Modulen der Bachelorstudiengänge gewichtet zugeordnet. Die Aufstellung der Cluster beruht auf einer Analyse des regionalen und überregionalen Arbeitsmarktes sowie dem aktuellen Stand der Technik.
In der folgenden Tabelle sind die sechs Kompetenzcluster und die zugehörigen Handlungskompetenzen der Absolvent_innen des Bachelorstudiengangs Elektrotechnik aufgelistet.
Kompetenzcluster
Handlungskompetenzen
A Kompetenzen und Fähigkeiten zu lebenslangem Lernen, um sich arbeitsmarktorientiert weiterzuentwickeln, abgesichert durch fundierte physikalische, mathematische und elektrotechnische Kenntnisse und grundlegende, entwicklungsunabhängige Informatikfähigkeiten.
Die Absolvent_innen des Studiengangs - berücksichtigen branchenspezifische und aktuelle Vorgaben und Bestimmungen zu Sicherheitsthemen.
- überblicken permanent aktuelle Entwicklungsthemen und branchenspezifische Trends und setzen diese im betrieblichen Umfeld um.
- können die Grenzen und Fähigkeiten neuer Tools und die Lösungsvorschläge von KI-Tools beurteilen.
- können Lösungsvorschläge in kurzer Zeit umsetzen.
- arbeiten sich eigenständig in neue Verfahren und Technologien ein, z.B. durch Literaturrecherche.
- bilden sich in dieser als auch in verwandten Ingenieurdisziplinen kontinuierlich weiter, um sich den wandelnden Arbeitsmarktanforderungen anzupassen.
B Kompetenzen und Fähigkeiten zur Problemlösung, zur studien- und fachübergreifenden Umsetzung von Lösungsstrategien und -konzepten
Die Absolvent_innen des Studiengangs - berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte im Produktlebenszyklus elektrotechnischer Geräte.
- kombinieren verschiedene Teildisziplinen der Elektrotechnik miteinander, um neue Lösungen zu finden.
- entwickeln elektrische, elektronische sowie informationstechnische Produkte (inkl. Service-Produkte).
- modellieren komplexe elektrotechnische Sachverhalte für Simulationszwecke.
C Kompetenzen und Fähigkeiten zur arbeitsmarktspezifischen, regionalpassfähigen Ausrichtung in den klassischen Spezialisierungen
Die Absolvent_innen des Studiengangs - kennen und verstehen spezifische Problemstellungen gemäß gewählter Spezialisierung.
- beherrschen die Verfahren und Methoden gemäß gewählter Spezialisierung und können diese zur Lösung von entsprechenden Fragestellungen qualifiziert anwenden.
D Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kompetenzen und Fähigkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit im nationalen und internationalen Kontext
Die Absolvent_innen des Studiengangs - haben ein ausgeprägtes Wissen und Verständnis für interkulturelle Aspekte in der internationalen Zusammenarbeit, z.B. in internationalen Projekt- und Produktmanagement-Teams.
- beherrschen Kommunikation, Wissensaustausch und Arbeitsorganisation in inter- und multidisziplinären Projekten sowie in Teams zur Entwicklung innovativer elektrotechnischer Produkte und Dienstleistungen.
- präsentieren Arbeitsergebnisse souverän in Präsenz, Online- oder Hybridformaten, was die Grundlage bildet z.B. für Tätigkeiten in technischer Beratung, Wissenschaftskommunikation oder Kundenschulung.
- vertreten souverän elektrotechnische Aspekte in inter- und multidisziplinären in nationalen sowie internationalen Projekten.
E Überdurchschnittliche praktische, anwendungsbezogene Kompetenzen durch erhöhten Praxisanteil
Die Absolvent_innen des Studiengangs -parametrieren und bedienen moderne elektrotechnische Komponenten und Systeme.
- analysieren, bewerten und visualisieren technische Daten und Sachverhalte, z.B. von technischen Prozessen.
- beherrschen moderne Messgeräte und Messverfahren zur Ermittlung von technischen Kenngrößen zur Qualitätssicherung und Prozessüberwachung.
- planen Tests und Prüfungen, bereiten diese vor und führen sie in allen Phasen der Produktentwicklung sowie des Produktlebenszyklus durch.
F Kompetenzen zur wissenschaftlichen Arbeitsweise
Die Absolvent_innen des Studiengangs
- analysieren und strukturieren komplexe elektro- und informationstechnische Aufgabenstellungen.
- dokumentieren Ergebnisse von wissenschaftlichen Arbeiten verständlich in einer komplexreduzierten Weise.
- erforschen und erweitern vorhandenes Wissen der Elektrotechnik selbstständig.
Tabelle: Handlungskompetenzcluster im Bachelorstudiengang Elektrotechnik
Im Rahmen des Studiengangs können sich Studierende in drei Bereichen spezialisieren:
Automatisierungstechnik
Nachhaltige Energiesysteme und
Nachrichtentechnik
Die Ausrichtung und die vertieften Qualifikationsziele dieser Spezialisierungen basieren auf der Analyse des regionalen und überregionalen Arbeitsmarktes, den daraus resultierenden Anforderungen sowie dem aktuellen Stand der Technik.
Spezialisierung Automatisierungstechnik
Die Automatisierungstechnik befasst sich mit der automatischen Steuerung technischer Prozesse. Dabei werden Anlagen und Maschinen so aufgebaut und programmiert, dass sie selbstständig und ohne die Bedienung von Menschen funktionieren und arbeiten können. Mit Fortschritten der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet finden deshalb immer mehr intelligente und digital vernetzte Systeme Anwendung, mit denen eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich wird. Dabei kann nicht nur ein einzelner Produktionsschritt, sondern eine ganze Wertschöpfungskette optimiert werden.
Die Absolvent_innen spezialisiert auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik sind befähigt zur Aufnahme einer qualifizierten Erwerbstätigkeit in dem gewählten Bereich und sind vorbereitet für die Aufnahme eines Masterstudiengangs Elektrotechnik.
Der Einsatzbereich der Automatisierungstechnik ist sowohl regional als auch bundesweit sehr breit aufgestellt. Deshalb werden die Handlungskompetenzen nicht branchenspezifisch, sondern in Anlehnung an die in der Abbildung gezeigte Automatisierungs-pyramide definiert. Die Pyramide bietet eine klare Struktur für die Planung, Implementierung und Wartung von Automatisierungssystemen. Dabei hat jede Ebene eigene Aufgaben und erfordert damit unterschiedliche Kompetenzen, die bei der Formulierung der Qualifikationsziele berücksichtigt werden müssen.
Die wesentlichen Handlungskompetenzen der Absolvent_innen spezialisiert auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik umfassen ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Wissen, das ihnen die Einarbeitung in unterschiedliche technische Prozesse zur Automatisierbarkeit ermöglicht. Dazu gehört die Fähigkeit, komplexe Prozesse zu analysieren und geeignete Automatisierungsansätze zu identifizieren. Die Absolvent_innen sind in der Lage, Automatisierungsaufgaben systematisch in die Prozessleit-, Steuerungs- sowie Feldebene zu unterteilen und für jede Ebene geeignete Lösungen zu entwickeln. Sie kennen die Schnittstellen zwischen diesen verschiedenen Ebenen.
Auf der Feldebene kennen sie Mess- und Stellprinzipien für den jeweiligen technischen Prozess und können nach weiterer Recherche geeignete Sensoren/Aktoren ermitteln und auswählen. Zudem kennen sie die gängigen Methoden zum Informationstransport, d.h. der Vernetzung. Auf der Steuerungsebene haben die Absolvent_innen einen Überblick über die gängigen Methoden zur Prozessdatenverarbeitung und können sich nach weiterer Recherche für die notwendige bzw. die zielführende Methode entscheiden. Sie können diese implementieren, d.h. programmieren, in Betrieb nehmen und testen. Auf der Prozessleitebene können sie technische Informationen visualisieren und die Mensch-Maschine-Schnittstelle darstellen. Sie müssen in der Lage sein, physikalische Modelle des Prozesses zu bilden, diese in geeigneter Weise in eine Simulation umzusetzen und Regelungen / Steuerungen hinsichtlich der Zielkriterien zu entwerfen.
Die Fähigkeit, die erarbeiteten Lösungen zu implementieren, schließt den gesamten Prozess von der Konzeptentwicklung über die Detailplanung bis hin zur Inbetriebnahme und Optimierung der Automatisierungssysteme ein. Hierzu gehören ebenfalls die kontinuierliche Überwachung, Anpassung und Verbesserung der Systeme, um ihre Zuverlässigkeit und Effizienz zu gewährleisten.
Die Absolvent_innen spezialisiert auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik sind durch ihre umfassende Ausbildung in der Lage, die Herausforderungen der Automatisierungstechnik zu meistern, innovative Lösungen zu entwickeln und damit den Anforderungen der Industrie 4.0 gerecht zu werden.
Spezialisierung Nachhaltige Energiesysteme
Der voranschreitende Klimawandel ist Treiber für neue Technologien in der Energiebranche, erhöhte Netzausbauaktivitäten, eine intensivere Sektorenkopplung und damit einhergehend eine verstärkte Elektrifizierung des Endenergieverbrauchs.
Die Absolvent_innen spezialisiert im Bereich Nachhaltige Energiesysteme kennen die technologischen und systemischen Herausforderungen der Energiebranche und können die sich daraus ergebenden gesamt-gesellschaftlichen sowie regionalen Veränderungen einordnen und verantwortlich mitgestalten. Dazu verfügen sie über vertiefte Kenntnisse sowie anwendungsorientierte Fähigkeiten und Kompetenzen in den Bereichen:
Energiewirtschaftliche und -technische Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten sowie Anforderungen an die Versorgungssicherheit.
Regenerative Energieerzeugung und Energieumwandlung beispielsweise durch Nutzung von Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Biomassekraftwerke, solarthermische und geo-thermische Kraftwerke, thermische und motorische Kraftwerktechnologie.
Leistungsübertragung, -verteilung und -transport in intelligenten Stromnetzen inklusive Betriebsmitteltechnologie (On- und Offshore), Aspekte der Qualitätssicherung sowie Netzbetrieb und Netzentwicklung in Zeiten einer voranschreitenden Digitalisierung der Energienetze.
Energiespeicherung und Power2X-Technologien, z.B. Einsatz von Wasserstofftechnologie.
Mobilitätskonzepte basierend auf batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Fahrzeugrealisierungen.
Spezialisierung Nachrichtentechnik
Die Nachrichtentechnik befasst sich mit digitalen Netzen, deren Komponenten und mit der Datenübertragung. Die Absolvent_innen spezialisiert im Bereich Nachrichtentechnik werden zur Aufnahme einer qualifizierten Erwerbstätigkeit und zur Vorbereitung für die Aufnahme eines Masterstudiengangs in diesem Bereich befähigt. Sie sind darauf vorbereitet, eine breite Palette von Aufgaben im Bereich der Kommunikationstechnologie zu übernehmen. Sie können Telekommunikationsnetze planen, installieren, betreiben und diese Netzwerke effizient konfigurieren und verwalten. Darüber hinaus sind sie in der Lage, Kommunikationschips zu entwickeln, die für die hardwarebasierte Umsetzung von Kommunikationssystemen unerlässlich sind.
Ein weiteres wichtiges Kompetenzfeld ist die Entwicklung von Signalverarbeitungssystemen. Dabei geht es um die Analyse und Optimierung von Signalen mit dem Ziel deren Übertragung und Verarbeitung zu verbessern. Die Absolvent_innen spezialisiert im Bereich Nachrichtentechnik können komplexe Algorithmen entwickeln, die für die Signalverarbeitung und Fehlerkorrektur notwendig sind, sowie Protokolle erstellen, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen und Komponenten regeln. Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihnen, umfassende und leistungsfähige Kommunikationslösungen zu entwickeln und zu implementieren.
Die ingenieurwissenschaftliche Bildung an der Jade Hochschule folgt dem Prinzip des anwendungsorientierten Lehrens und Lernens, das die Studierenden während des Vertiefungsstudiums oder im Praxismodul bzw. der Praxisphase in das Arbeitsumfeld der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung einführt. Dieses Qualifikationsziel gibt unseren Absolvent_innen langfristig die Perspektive, Stellen in Führungspositionen zu besetzen.
Unsere Absolvent_innen
haben ein breites und integriertes Wissen und Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen auf dem Gebiet des jeweiligen Studiengangs nachgewiesen. Ihr Wissen entspricht dem Stand der Fachliteratur und schließt zugleich vertiefte Wissensbestände des aktuellen Stands der Forschung auf dem gewählten Spezialisierungsgebiet ein.
beherrschen die notwendigen ingenieurwissenschaftlichen Methoden und verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Prinzipien sowie über Methodenkompetenz auf dem Gebiet des Studiengangs Elektrotechnik.
sind in der Lage, selbständig weiterführende Lernprozesse zu gestalten und damit ihr Wissen im ingenieurwissenschaftlichen Bereich selbständig zu erweitern und zu vertiefen.
beherrschen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und können fachbezogene Positionen und Problemlösungen formulieren und argumentativ verteidigen.
können technisch-wissenschaftlich fundierte Berichte erstellen.
sind in der Lage, sich sowohl mit Fachvertretern als auch mit Laien über Informationen, Ideen, Probleme und Lösungen auszutauschen.
kennen die technologischen und systemischen Herausforderungen der Energiebranche und können die sich daraus ergebenden gesamt-gesellschaftlichen sowie regionalen Veränderungen einordnen und verantwortlich mitgestalten.
können einschätzen, welches Potential die sog. „Future Skills“ wie Industrie 4.0, Digitalisierung und KI-Anwendungen bieten. Aktuell steht der Jade Hochschule das von der HAWK Hildesheim/Holzminden angebotene generative KI-System HAWKI zur Verfügung.
können als Ingenieure die Auswirkungen von Entwicklungen unter fachlichen, gesellschaftlichen und ethischen Gesichtspunkten bewerten.
Der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Dimension Persönlichkeitsbildung, die auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen umfasst, wird durch fünf Werte: innovativ, kompetent, kooperativ, vielfältig, zugewandt (siehe das Leitbild der Jade Hochschule) geprägt und spiegelt sich in der Strategie für Studium und Lehre, die ein lebendiger Prozess ist und zurzeit weiterentwickelt wird.
Die Flexibilität der Bachelor- und Masterstrukturen wird für die Umsetzung attraktiver Studienangebote genutzt. Auf der Grundlage solider Kerncurricula bieten die Studiengänge zahlreiche Möglichkeiten für interdisziplinäre Brückenschläge, die charakteristisch für aktuelle und künftige technische und gesellschaftliche Herausforderungen sind und damit den Berufsalltag unserer Absolvent_innen prägen werden.
Im Rahmen der fachwissenschaftlichen Ausbildung wird die Persönlichkeitsentwicklung durch eine Kombination eigenständiger, individueller Arbeit mit Gruppenarbeiten unterstützt. Diese Lehr- und Lernform fördert neben der fachlichen Weiterentwicklung auch die individuelle Sozialkompetenz und Verbindlichkeit durch die wechselseitige Abhängigkeit innerhalb eines Teams.
Lehrveranstaltungen wie Projektmanagement oder Bürgerliches Recht, die zu Schlüsselqualifikationen bzw. den nichttechnischen Wahlpflichtmodulen gehören, sind feste Bestandteile des Curriculums. Hier und in anderen (Labor)Veranstaltungen wird sowohl das Arbeiten in Gruppen, das Lösen von Konflikten, das Abwägen von Entscheidungen als auch die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und das Schreiben technisch-wissenschaftlicher Berichte vermittelt. Curricular verankert ist auch Vermittlung von interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen (Intercultural Communication and Management oder International Project). Diese Kompetenzen können auch durch Auslandsaufenthalte für Studium und / oder Praktika erworben werden. Dafür sind Mobilitätsfenster z.B. im fünften sowie dem siebten oder / und achten Semester vorgesehen. In den Lehrveranstaltungen werden interkulturelle Teamarbeit und Kommunikation gefördert. Die aufgelisteten Maßnahmen und Bestandteile des Studiums tragen erheblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei und leisten zusätzlich einen Beitrag zur Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement.
Daneben gibt es Bildungsaktivitäten, die außerhalb des Curriculums im Rahmen des Jade Kulturwerks angeboten werden. Das Engagement über den Vorlesungsplan hinaus gibt den Studierenden und allen Hochschulangehörigen die Gelegenheit, ein breit gefächertes kulturelles Angebot zu gestalten und zu nutzen.
Unsere Absolvent_innen
sind teamfähig und kooperativ.
verfügen über soziale und interkulturelle Kompetenz.
können Verantwortung in einem Team übernehmen.
reflektieren wissenschaftliches Handeln im ethischen, sozialen und kulturellen Zusammenhang.
Die Dimension Persönlichkeitsbildung umfasst auch die künftige zivilgesellschaftliche, politische und kulturelle Rolle der Absolvent_innen. Die Studierenden erwerben in ihrem Studium auch überfachliche Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, die Relevanz ihres ingenieurwissenschaftlichen Fachwissens für aktuelle gesellschafts- und umweltpolitische Fragestellungen einzuordnen. Sie können damit ein Verständnis für Nachhaltigkeit und Diversität entwickeln und einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Die Lehrenden sind gefordert, Handlungsfelder, Möglichkeiten und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements im Rahmen des Curriculums zu berücksichtigen und zum zivilgesellschaftlichen Engagement anzuregen. So werden die Studierenden motiviert, den Einsatz ihrer im Studium erlangten professionellen Handlungs- und Urteilsfähigkeit nicht nur auf das ingenieurwissenschaftliche oder berufliche Handlungsfeld zu begrenzen, sondern auch zivilgesellschaftlich einzusetzen. Die Studierenden sind aufgefordert, z.B. durch die Beteiligung an Gremienarbeit und der studentischen Selbstverwaltung.
Unsere Absolvent_innen
sind in der Lage, relevante Informationen in ihrem Handlungsfeld zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren, dabei eigene und fremde Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und ihre Bedeutung in einen zivilgesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
verfügen über die Fähigkeit, ingenieurwissenschaftliche Problemstellungen als mehrdimensionale Aufgabenkomplexe zu betrachten, in denen neben wissenschaftlichen im gleichen Maße gesellschaftliche und ethische Erkenntnisse berücksichtigt werden.
können ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in der Öffentlichkeit oder vor einem Fachpublikum unter Berücksichtigung ethischer und gesellschaftspolitischer Gesichtspunkte vertreten.
Diese Grundqualifikationsziele werden in der darüberliegenden Ebene um fachrichtungsspezifische Qualifikationsziele ergänzt. Die Fachqualifikation garantiert die Befähigung, eine qualifizierte Erwerbstätigkeit in der ausgewählten Fachrichtung aufzunehmen. In den Elektrotechnik-Studiengängen wird neben der Fokussierung auf traditionelle Fächer wie Grundlagen der Feldtheorie oder Bauelemente und Grundschaltungen ein besonderes Augenmerk auf regionale Anforderungen und Randbedingungen gelegt. Zu nennen sind dabei für die Region Wilhelmshaven insbesondere die elektrische Energietechnik und Energiespeicherung.