Lorena Clabes und Julia Gößmann | Projekt I | Jugendherberge

Visualisierung außen 1
  • Visualisierung außen 1
    Visualisierung außen 1
  • Grundriss EG mit Freianlagen
    Grundriss EG mit Freianlagen
  • Grundriss 1. OG
    Grundriss 1. OG
  • Grundriss 4. OG
    Grundriss 4. OG
  • Grundriss 15. OG
    Grundriss 15. OG
  • Schnitt
    Schnitt
  • Fassadendetails
    Fassadendetails
  • Visualisierung Innenraum 1
    Visualisierung Innenraum 1
  • Visualisierung Innenraum 2
    Visualisierung Innenraum 2
  • Visualisierung außen 2
    Visualisierung außen 2
Visualisierung außen 1Visualisierung außen 1Grundriss EG mit FreianlagenGrundriss EG mit FreianlagenGrundriss 1. OGGrundriss 1. OGGrundriss 4. OGGrundriss 4. OGGrundriss 15. OGGrundriss 15. OGSchnittSchnittFassadendetailsFassadendetailsVisualisierung Innenraum 1 Visualisierung Innenraum 1 Visualisierung Innenraum 2Visualisierung Innenraum 2Visualisierung außen 2Visualisierung außen 2
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Die neue Jugendherberge am Stintfang bietet vor allem eines: atemberaubende Blicke. Sowohl der Anblick aus der Ferne als auch direkt vom Fuße des 74 m hohen Gebäudes mit 21 Stockwerken zeigen die extreme Form des Baukörpers. Durch den eigentlich rechteckigen Baukörper zieht sich eine mehrere Meter breite Spalte, der obere Teil des Gebäudes scheint aus dem richtigen Blickwinkel regelrecht zu schweben. Durch seine Schrägen erhält der Körper so zwei Bereiche. Während die senkrechten Fassaden aus einer eher geschlossen wirkenden Außenhaut aus Lamellen und Lochblech besteht, wird das Innere, die Schrägflächen, durch eine offenere Gestaltung heller hervorgehoben.

Der Haupteingang befindet sich im 1. OG. Neben Rezeption und Mitarbeiterbereichen ist ein Foyer mit Reisebüro untergebracht, dieser ist barrierefrei von der Nordseite des Gebäudes zu erreichen. Durch eine offene, repräsentative  Treppe gelangt man in das im Erdgeschoss liegende Restaurant. Daran anschließend erstreckt sich der Hauptgarten der Judenherberge, welcher Richtung Elbe ausgerichtet ist. Der Höhenausgleich zwischen dem ebenerdig zugänglichen Haupteingang im Norden und dem ebenfalls ebenerdig angrenzenden Garten- und Terrassenzugang erfolgt durch das abfallende Gelände an den Ost- und Westseiten des Hochhauses. Des Weiteren sind die öffentlichen Sanitärbereiche im Erdgeschoss untergebracht. Im Zentrum des Gebäudes steht der massive Kern. Dieser bildet einen der Hauptpunkte des statischen Systems, bestehend aus den zwei Treppenhäusern, drei Personen und einem Feuerwehraufzug. Konstruktiv werden die aufkommenden Lasten durch den zentralen Stahlbetonkern als auch von den umliegenden Stützen nach unten geleitet. Diese durchstoßen den unteren Baukörper und liegen im Bereich der (Gebäude-)Spalte im Freien, bis sie im oberen Baukörper wieder eindringen und weitergeführt werden. Um die Höhe von teils 30 Metern ohne zusätzliche horizontale Aussteifung im Außenbereich zu überwinden, werden die Stützen dort mit einem vergrößerten Querschnitt versehen. Zur Vermeidung von Wärmebrücken durch auskragende Bauteile werden diese im Freibereich vollständig gedämmt. Im Innenbereich wird dieser Dämmbereich über jeweils ein Geschoss weitergeführt.

Während das Untergeschoss den funktionalen Räumen vorbehalten ist, sind in den ersten Geschossen hauptsächlich Zimmer für Gäste integriert. Die Grundrisse sind dabei in jedem Geschoss stark an die Gegebenheiten der wandernden Schrägwände, bedingt durch die Spalte, angepasst. So werden die notwendigen Leitungen hauptsächlich zum Inneren des Kerns geleitet, um dort in Sammelleitungen nach unten geführt zu werden.

Die Zimmer sind schlicht und funktional möbliert. Besonderheit sind hier die zwei Achter Supreme Zimmer, welche in der unteren Spitze des oberen Baukörpers liegen. Sie erstrecken sich als Maisonette Zimmer über zwei Etagen. Im unteren Bereich befindet sich ein Gemeinschaftszimmer, im oberen Schlafbereich und Bad. Im 9. OG ist die Spielebene mit Netflix-Raum, Spielekonsole und Tischtennisplatten. Ein besonderes Highlight ist die über zehn Meter hohe Kletterwand.

In der Spitze des unteren Baukörpers ist ein zusätzlicher Rückzugsort für die Gäste der Jugendherberge angelegt. Das Greenhouse ist sowohl vom Kern als auch durch zusätzliche Wendeltreppen über mehrere Etagen verbunden. Eine Kaffeestation und Sitzgelegenheiten sind besonders für die Besucher von Konferenzen im 15. OG interessant. Im 16. OG, der Spitze, befindet sich der Zugang zum Fitness- und Wellnessbereich der Jugendherberge. Das oberste Geschoss ist der Skybar mit großer Dachterrasse vorbehalten.