Wasserstoff als zukünftige Antriebstechnologie in der Schifffahrt

Unter dem Motto „Von der Idee zum Einsatz“ trafen sich Vertreter der maritimen Wirtschaft, Energieerzeuger und die Wasserstofftechnologie-Branche im TGO im Rahmen des Projekts „Wasserstoff als regenerativer Energiespeicher für die maritime Wirtschaft“. Dabei stellten Studierende des Fachbereichs Seefahrt der Jade Hochschule ihre Projektstudie „Potenzialanalyse zur Implementierung von Wasserstoff als Energieträger in der maritimen Wirtschaft“ vor.

Am Beispiel bremenports Bremerhaven simulierten die Master-Studierenden den Einsatz von Wasserstoff. Dabei konnte in Szenarien von der Herstellung, Speicherung, Versorgung bis hin zum Verbrauch die Nutzung von Wasserstoff im Hafenbetrieb sowie am Beispiel dreier unterschiedlicher Schiffstypen dargestellt und analysiert werden.

Die gesamte Versorgungskette wurde sowohl wirtschaftlich-logistisch als auch unter der Berücksichtigung von CO²-Emissionen betrachtet. Das Ergebnis zeigte, dass bei einer Wasserstoffherstellung durch Elektrolyse mit regenerativen Energien der CO² Ausstoß auf etwa 15 Prozent der derzeitigen Emissionen reduziert werden könnte.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre dieses Ergebnis aber nur mit sehr hohen Investitions- und Betriebskosten zu erzielen. Insofern konnte auch ein differenzierter Forschungsbedarf ermittelt werden. „Das Ergebnis der Master-Studierenden fand in der Expertenrunde einen großen Anklang und ermöglicht weitere Forschungsvorhaben“, betonten Prof. Ralf Brauner und Prof. Dr. Peter Wengelowski, die das Projekt betreut haben. Die Ideen der emissionsfreien Schifffahrt sollen im „Kompetenzzentrum Green Shipping“  in Elsfleth weiter verfolgt werden.

Das Projekt wird aus dem Förderfonds der Metropolregion Nordwest unterstützt, Projektträger ist das ttz Bremerhaven. Die Projektpartner sind neben der Jade Hochschule die germanwind GmbH, Windenergie-Agentur WAB e.V., Next Energy - EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e.V., Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., ARSU GmbH, bremenports GmbH & Co. KG, DEEP. Underground Engineering GmbH, BLG Logistics, Kompetenzzentrum Energie und PLANET GbR.
Beantragt wurde das Projekt vom Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen.

Text: Prof. Dr. Wengelowski