Julia Strotmann | Entwerfen 2 | Stegreifentwerfen 4 x 24

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Stegreif 4: Ein Haus für eine ausgewählte Persönlichkeit

Im Herzen von Hamburg, am Ufer der Alster, steht die Auflage Eins - ein Haus, in dem Kunst und Leben vereint werden. Der Hamburger Fotograf Pascal Kerouche fand vor zwei Jahren dieses unscheinbare Reihenhaus am Nebenfluss der Elbe (5,5m breit; 17,5m lang; 11m hoch).
Er wollte es zunächst nur zu einem Wohnhaus umbauen, merkte dann aber schnell, dass es für ihn allein viel zu groß ist.
Zusammen entwickelten wir die Idee, seine größte Leidenschaft – die Fotografie – mit ins Haus einziehen zu lassen. Wir haben angefangen, den gesamten Innenraum frei von Wänden und Geschossdecken zu machen und nur die Gebäudehülle stehen gelassen.
Es sind insgesamt vier Stockwerke entstanden, eins davon unter der Erde. Man geht in das Haus und kommt in einen riesigen, hellen und offenen Raum. An den Wänden hängen große Fotografien und im Raum stehen zahlreiche Stehtische. Auf der Südseite ist ein Sitzbereich eingerichtet und der Boden besteht aus Glas – man schwebt über der Alster. So ist eine Galerie für den Fotografen entstanden, die er jederzeit öffnen und benutzen kann.
Wenn man unten im Erdgeschoss steht und nach oben schaut, kann man ungehindert in den Himmel blicken: Die Ebenen sind nicht an den Wänden angeschlossen und Glasaussparungen im Dach ermöglichen den Blick nach Außen und bringen gleichzeitig viel Licht in die Auflage Eins.
Von innen wirkt die Galerie kühl und schlicht. Den Boden bildet Sichtestrich und die Wände sind aus Sichtbeton, damit die Fotografien mehr herausstechen. Von außen sieht die Galerie fast unscheinbar aus. Die Fassade besteht aus rötlich / braunen Stahlplatten, die über die Zeit eine rostrote Farbe annehmen werden.
Wenn eine Ausstellung bei gutem Wetter stattfindet, können auch Stehtische nach draußen unter die Bäume gestellt werden. Eine gute Außenbeleuchtung sorgt für eine gemütliche und entspannte Atmosphäre.
Der Name der Galerie ist durch seine Fotobücher entstanden:
Die erste Auflage seines Fotobuchs „Snapshot Stories“ war in kurzer Zeit ausverkauft. Also produzierte er später eine zweite Auflage. Auch diese kam sehr gut an. Ähnlich soll es auch mit der Galerie funktionieren.
Dies ist der erste Versuch einer neuen Idee: eine eigene Galerie. In den nächsten Jahren können weitere „Auflagen“ gebaut werden. Ob für ihn oder seine Kollegen, ob wieder in Hamburg oder irgendwo anders in Deutschland.
Ziel ist es, Galerien zu bauen, die alle eins gemeinsam haben: Der Künstler selbst soll in der Galerie wohnen.