Marie Behrens und Stefanie Thöle | Entwerfen 4 | Umnutzung und Erweiterungsbau Wallkino Oldenburg

Ansicht Wallstraße
  • Ansicht Wallstraße
    Ansicht Wallstraße
  • Konzeptgrafik
    Konzeptgrafik
  • Grundriss 3.OG
    Grundriss 3.OG
  • Schnitt A-A
    Schnitt A-A
  • Modellfoto 1
    Modellfoto 1
  • Modellfoto 2
    Modellfoto 2
  • Visualiserung innen
    Visualiserung innen
  • Visualiserung außen
    Visualiserung außen
Ansicht WallstraßeAnsicht WallstraßeKonzeptgrafikKonzeptgrafikGrundriss 3.OGGrundriss 3.OGSchnitt A-ASchnitt A-AModellfoto 1Modellfoto 1Modellfoto 2Modellfoto 2Visualiserung innenVisualiserung innenVisualiserung außenVisualiserung außen
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Das frühere Wallkino am Rande der Oldenburger Fußgängerzone ist das älteste Kinogebäude der Stadt, welches bis zur Schließung 2007 ununterbrochen bespielt wurde. Nach Erbauung galt es zu seinerzeit als modernstes Lichtspiel-Theater Nordwestdeutschlands. Seit seiner Schließung bildet es eine klaffende Lücke in der Oldenburger Kulturlandschaft.

Entwurfskonzept
Die Grundidee für den Entwurf eines neuen Konzert- und Eventhauses für Oldenburg ist, zwar die alten Fassadenmauern des Wallkinos zu erhalten, die innere Gebäudestruktur aber komplett zu entfernen. Die Fassade des Bestandsgebäudes dient nur noch als Ruine und gibt den Blick frei auf die neu entworfene Gebäudestruktur im Inneren. Hier wird ein Stahlgerüst hineingestellt, welches weit über das ursprüngliche Gebäude hinausragt. Eine klassische Grundrissgestaltung wird es in der Struktur nicht geben. Anstelle dessen werden verschiedene Boxen in das Gerüst eingestellt, zu welchen man über eine Stahltreppe und Stege gelangen kann. In den Boxen gibt es Platz für verschiedene Funktionen: Proberäume, Aufnahmestudios, aber auch ein eigener Künstlerbereich bieten Platz für kreative Ideen. Das Highlight ist eine große, mehrstöckige Blackbox mit vier Rängen, in welcher das eigentliche Konzertgeschehen stattfinden wird.
In Zeiten der globalen Erderwärmung und Umweltverschmutzung war es uns wichtig, möglichst nachhaltig zu bauen und graue Energie zu vermeiden. Deswegen haben wir ein Design entwickelt, in welchem vorrangig vermeintlicher Industriemüll neu verarbeitet wird und zusätzliche Bauabfälle vermieden werden können. Der Einsatz von Gerüsten und temporär wirkenden Elementen für diese Installation tragen dazu bei, die Lebendigkeit und Dynamik der in den Räumen stattfindenden Aktivitäten zu unterstreichen.
Das Stahlgerüst besteht aus einem 4,0 x 4,0 x 3,0 m Raster, welches sich nach oben hin auflöst. Durch eine Unterkonstruktion aus Stahl werden die Boxen, welche mit Wellblech verkleidet sind, gehalten. Da die Struktur ein wichtiges Gestaltungselement des Entwurfes ist, aber dennoch eine wetterfeste Gebäudehülle benötigt, entschieden wir uns für eine transluzente Polycarbonat Fassade, welche die Struktur ummantelt und dem Inneren eine angenehme Helligkeit, aber auch den freien Blick nach Draußen gibt. Auch für Fußgänger wird die Fassadengestaltung ein Highlight sein, da durch das lichtdurchlässige Polycarbonat die Lichtshows von Innen nach Außen gelangen können.