Michael Anselm und Marten Buns | Entwerfen 4 | Forschungsstelle Küste

Lageplan
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  • Sprengaxonometrie
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Der Neubau der Forschungsstelle Küste, die von Norderney nach Norddeich verlegt wird, ist auf dem Grundstück westlich des Bootshafen in Norddeich zu finden. Die Lage zeichnet sich durch eine gute Infrastruktur, die Nähe zum Ortskern und die direkte Verbindung zur Nordsee und zum Bootshafen aus. Der Standort bietet auf Grund der präsentativen Lage und der Verbindung zur Nordsee viele Chancen auf eine qualitative Arbeitsstätte. So sind gute Ausblicke in alle Richtungen und die Anbindung an den Hafen Beispiel hierfür. Allerdings bringt der Standort auch Schwierigkeiten mit sich. So muss der nord-westliche starke Wind aus der Richtung des Meeres und die stark populierte Promenade berücksichtigt werden.
Die Baumasse ist bewusst kompakt gehalten, um dem rauen Wetter zu trotzen. Durch das Vorrücken der westlichen Baumassen in nördlicher Richtung entsteht zum einen eine Auflockerung des Gebäudes und zum anderen windgeschützte Bereiche. Auch der Innenhof lockert den massiven Baukörper auf. Die verschiedenen Funktionsbereiche werden durch die unterschiedlichen Dachformen ablesbar. Das Sheddach markiert den Bereich des Labors mit den darüberliegenden Seminarräumen. Die Büroräume und das zweigeschossige Foyer mit einer umlaufenden Galerie werden durch das Flachdach markiert.
Die Sanitäranlagen und der Serverraum fungieren als tragende Kerne, von denen die Lasten über Stützen abgetragen werden. Dies macht eine Umstrukturierung und Umbauten des Gebäudes einfacher. Die Last des Sheddaches wird über Fachwerkträger abgetragen. Das Gebäude orientiert sich von den innenliegenden tragenden Kernen nach außen. Die große Treppe im Foyer dient als Haupterschließung und soll als Treffpunkt fungieren. Durch den Innenhof wird das Innere des Gebäudes belichtet und erschafft einen windgeschützten und privaten Freiraum für die Nutzer. Dieser bricht die starke Orientierung nach außen auf und schafft eine weitere Orientierung in Richtung Zentrum des Komplexes. Außerdem verbindet der Innenhof visuell und funktional das Labor mit den Büroarbeitsplätzen. Die beweglichen Holzlamellen, die einen robusten Sonnenschutz darstellen, gewährleisten eine Erkennung der einzelnen Geschosse. Auch die Pfosten-Riegel-Fassade soll dem robusten Wetter Widerstand leisten.
Im Inneren des Gebäudes dominieren ruhige Materialien. Die tragenden Wände sind aus Sichtbeton, dessen archaische Wirkung durch die Lamellen und eine mit Holz vertäfelte Decke aufgebrochen wird. Zudem wirkt der gräuliche gegossene Boden beruhigend und ist zudem äußerst robust. Die Büros werden durch Glasscheiben mit Milchglaselementen abgetrennt. Die Außenanlagen sind bewusst klein gehalten, um außenstehende Personen weiterhin die Möglichkeiten zu bieten die Drachenwiese zu nutzen. Um das Gebäude herum sind Beete mit Strandgräsern angelegt, in denen standorttypische Bäume (z.B. schwedische Mehlbeere) wachsen. Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten ist ein Aufzug und ein behindertengerechtes WC auf beiden Geschossen geplant. Eine Rampe beim Hafen ermöglicht zudem die Erschließung des Gebäudes.
Der Neubau wird den Nutzern einen Arbeitsplatz bieten, in dem jedem die Möglichkeit gegeben wird, eigenständig mit der nötigen Privatsphäre in einem angenehmen Umfeld zu arbeiten. Die Zusammengehörigkeit wird durch offen gehaltene Sozialräume, der freien Wegeführung und dem gemeinschaftlich genutzten Innenhof erzeugt. Zudem wird durch den flexiblen Grundriss, die bewusste Auswahl der Materialien und das Erschaffen von qualitativ hochwertigen Räumen die Konzentratiosfähigkeit unterstützt und ein angenehmes Arbeitsklima erzeugt. Der Entwurf soll abschließend die Forschungsstelle Küste, auch bei internationalen Gästen präsentieren.