Sina Eick und Laura Lamberti | Forschungsstelle Küste

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Die Forschungsstelle Küste ist ein Forschungs- und Bürogebäude des NLWKNs im Hafen von Norddeich. Die Aufgaben der Forschungsstelle Küste bestehen darin Analysen und Bewertungen von Messungen, Beobachtungen und Veränderungen im Küstenbereich zu dokumentieren. Die dadurch gewonnenen, wissenschaftlichen Erkenntnisse und Entwicklungen werden dann beispielsweise für den Sturmwarndienst genutzt.
Das Grundstück für die neu zu planende Betriebsstelle des NLWKNs liegt auf dem Deich im westlichen Bereich des Hafens von Norddeich und wurde bislang als "Drachenwiese" genutzt. Die Bebauung in der Umgebung ist sehr gegensätzlich. Es gibt große Hallen und Industriebauten im Hafenbereich, mehrstöckige Hotels, viele Restaurants, kleine Läden und mehrere Ferienhaussiedlungen mit ein- bis
zweistöckigen Gebäuden im Ortsinneren. Mit unserem Entwurf wollen wir etwas neues, markantes, aber nicht befremdliches in diese Umgebung bringen. Durch das gefaltete, sich duckende Gebäude soll ein interessanter, harmonischer Eindruck für die Bewohner und Besucher zwischen Hafen und Sandstrand erzeugt werden. Durch die Faltungen wirkt es spannungsreich, durch die flache Gebäudehöhe und die
verbauten Materialien jedoch stimmig. Die drei prägnantesten Materialien sind ein gräuliches Lärchenholz, die Glasfassade und ein extensiv begrüntes Dach. Diese Materialien geben die Atmosphäre des Ortes im Sommer, wie im Winter wider. Das gräuliche Holz erinnert an Treibholz und die rauen, windigen Winter, das begrünte Dach und die Bepflanzungen an den Wegesrändern strahlen im Sommer. Durch das
leicht spiegelnde Glas passt sich das Gebäude zusätzlich in seine Umgebung ein. Die großen Holzstützen und das begrünte Dach dienen dabei zur Gliederung der Fassade und rahmen das entstandene Bild. Die Faltungen des Gebäudes resultieren aus der Gestaltung des Innenraums und aus der Umgebung. Die Bürostruktur ist so aufgebaut, dass es je fünf Büros in einer Abteilung gibt. Diese Büros sind mit einer
zusätzlichen Tür untereinander verbunden, damit eine offene Arbeitsatmosphäre entsteht, aber dennoch die Möglichkeit besteht den Raum für ein intensives Arbeiten schließen zu können. Den Angestellten soll ein Arbeitsplatz mit großer Qualität geboten werden, an dem man auch nach Jahren noch gerne arbeiten möchte. Es wurde darauf geachtet, dass alle Büros einen Ausblick entweder auf das Meer oder den Hafen haben und gut belichtet werden. Tageslicht tritt nicht nur durch die Fenster in der Außenfassade ein, sondern auch durch die Türen mit Glaselementen zum lichtdurchfluteten Flur, welcher direkt am Innenhof entlang führt. Der Innenhof bietet nicht nur den Vorteil von Tageslicht im Gebäudeinneren, sondern auch einen windgeschützten Aufenthaltsraum im Freien für die Angestellten. Der zusätzliche Wunsch nach einem windgeschützten Hofbereich vor dem Eingang und einem etwas separierten, neuen Ort für die Gedenkstätte "Meeresblick" führten zu der außergewöhnlichen Gebäudekubatur. Diese Formsprache wird auch in der Außengestaltung fortgeführt. Der Geländeanstieg vom Ufer des Hafens bis hoch zum Eingang des Gebäudes wird mit einer vor- und zurückspringenden Geländekante stufenartig angelegt und sorgt mit der Haupttreppenanlage für einen imposanten Zugangsweg. Eine weitere Besonderheit des Entwurfes ist, dass auch den Besuchern neue Wege und Qualitäten geboten werden. Da das Gebäude auf einem Teil der jetzigen Drachenwiese entsteht und somit der Teil nicht mehr für die Besucher nutzbar gewesen wäre, wollten wir einen Ausgleich schaffen. Dieser Ausgleich besteht darin, dass wir das Gelände weiterhin für die Besucher zugänglich lassen und zusätzlich einen Gang über das Dach des Gebäudes ermöglichen. Dieser Weg über das Dach wird mit jeweils einer Treppe an beiden Seiten erschlossen und gewährt einen weiten Ausblick über den Hafen, das Meer und den Strand.