Christoph Ridder und Jasmin Sander | Städtebau | Stadträumliche Perspektiven in Hamburg

Außenraumperspektive 1
  • Außenraumperspektive 1
    Außenraumperspektive 1
  • Strukturplan
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  • Sprengaxonometrie Nutzung und Formfindung
    Sprengaxonometrie Nutzung und Formfindung
  • Lageplan
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  • Lageplan Ausschnitt 1
    Lageplan Ausschnitt 1
  • Grundriss EG mit Außenanlagen
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  • Lageplan Ausschnitt 2
    Lageplan Ausschnitt 2
  • Grundriss und Schnittaxonometrie
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  • Axonometrien
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  • Außenraumperspektive 2
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Außenraumperspektive 1 Außenraumperspektive 1 StrukturplanStrukturplanSprengaxonometrie Nutzung und FormfindungSprengaxonometrie Nutzung und FormfindungLageplanLageplanLageplan Ausschnitt 1Lageplan Ausschnitt 1Grundriss EG mit AußenanlagenGrundriss EG mit AußenanlagenLageplan Ausschnitt 2Lageplan Ausschnitt 2Grundriss und SchnittaxonometrieGrundriss und SchnittaxonometrieAxonometrienAxonometrienAußenraumperspektive 2Außenraumperspektive 2
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Die stadträumliche Situation am Rödingsmarkt wird von vielen Faktoren geprägt, die momentan ungeordnet koexistieren und keine Einheit bilden. Hinzu kommt das Problem der gewachsenen Entvölkerung des Innenstadtbereichs. Dabei bildet dieses Stadtgebiet die direkte Achse zwischen Alster und Elbe und besitzt somit ein hohes Potenzial. Durch die Haltestelle Rödingsmarkt ist der öffentliche Nahverkehr, nicht allein durch die Dominanz der Hochbahntrasse, ein wichtiger Bestandteil des Gebietes. Südlich der Haltestelle befindet sich die Willy-Brandt-Straße, sie bildet entlang der Achse zur Elbe eine Barriere und trennt den Stadtraum durch ihre Sechsspurigkeit in zwei Teile. Im südlichen Verlauf ist in der Nachkriegszeit das Parkhaus am Rödingsmarkt entstanden und wirkt heute an dieser Stelle mit seiner Nutzung aus Parken, Tankstelle und Waschanlage wie aus der Zeitgefallen.

Das Ziel des Entwurfes „Anschluss Rödingsmarkt“ ist es den Straßenraum und die angrenzenden Gebiete Alsterfleet, Herrlichkeit und Steintwietenhof zu Reurbanisieren und auf lange Sicht den Autoverkehr stark zu reduzieren. Der Autoverkehr wird auf eine Straßenseite reduziert und der Fußgänger- und Radverkehr wird in den Vordergrund gestellt, um eine übersichtliche Situation für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Der Grünraum am Rödingsmarkt wird erweitert und mit einer attraktiveren Wasserkante versehen. Dies soll zum einen die Aufenhaltsqualität steigern und zum anderen dem Eingang der Haltestelle eine gewisse Ankunfts- und Orientierungsfläche bieten. Zusätzlich sieht der Entwurf weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder unter der Hochbahn und hinter der Haltestelle vor, um das autofreie Verkehrskonzept und den Anschluss an den Individualverkehr zu erweiteren.

Entlang der Hochbahn-Achse zur Elbe wird eine Fahrradbrücke installiert um problemlos die Willy-Brandt-Straße zu queren. Durch das neue Fahrradwegekonzept wird die Veloroute lückenlos und ohne gefährliche Verkehrsschnittstellen, in dem Gebiet Rödingsmarkt, vervollständigt. Außerdem wird die Willy-Brandt-Straße auf vier Spuren reduziert und die beiden gewonnen Spuren werden begrünt.

Im angeschlossenen zweiten Gebiet im Süden ist der Autoverkehr ebenfalls auf eine Seite begrenzt. Der gewonnene Raum sowie die abgeschafften Parkplätze unter der Hochbahn werden genutzt für einen urbanen Park mit unterschiedlichen Nutzungen und Veranstaltung um ebenfalls die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Der gegebene Wetterschutz durch die Hochbahn macht diese Orte interessant, besonders in Bezug auf das Zusammenspiel mit dem zum Großteil offene Erdgeschoss im Parkhaus, in dem eine Marktfläche und Restaurants entstehen sollen um die Menschen in dem Gebiet zu halten. Die Umnutzung und der Erhalt der Grundkonstruktion des Parkhauses bezieht sich auf nachhaltige Entscheidung wie „Graue Energie“ und der respektvolle Umgang mit der Bausubstanz.