Cooperative Pilotage für Schiffe und Leitsysteme (greenCoPilot)

Projektleiter Prof. Dr. Holger Korte
Mitarbeiter

Oliver Köckritz M.Sc.

Timotheus Kisselbach M.Sc.

Dipl.- Ing. Jan-Hendrik Wesuls

Projektvolumen 457.420
Fördermittelgeber Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - EFRE/Kooperationsprojekte mit Unternehmen
Projektlaufzeit 01/02/2019 – 31/01/2022
Kooperationspartner
  • HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG
  • SevenC’s GmbH
  • vesseltracker.com GmbH
  • OFFIS e.V.
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 

Schiffsunglücke in küstennahen Gewässern und Revieren beherbergen immer großes Schadenspotential für Umwelt und Menschen. Bessere Kommunikation und Automation tragen dazu bei, synchronisierte Lagebilder des Verkehrs an Bord der beteiligten Schiffe und in den Revierzentralen zu erzeugen. Daher ist es naheliegend, über autorisierte Modifikationen den Verkehrsablauf zentralisiert zu steuern. Es soll ein System zur Wegpla-nung von Schiffen aufgebaut werden, mit dem basierend auf erweiterte Routen-Parametersätze für die Schiffe, realisierbare Wege an Bord für eine Pier-zu-Pier-Navigation geplant werden können. Durch Schaffung eines Standard-Datensatzes für Manövrierkennwerte der Schiffe sollen diese Planungen auch bordextern mit nauti-scher Kompetenz verändert werden können.
Im Projekt greenCoPilot wird dazu ein Prototyp auf einer mobilen Brücke entwickelt, mit dem das Verfahren parallel an Bord und auch in der Revierzentrale (vorzugsweise Cuxhaven) unter nautischer Expertise erprobt werden kann. Der Kerngedanke des Vorhabens greenCoPilot besteht in der Beibehaltung der Verantwortung für nautisches Personal durch Verteilung von Manövrierkenndaten an die Leitstellen.
So kann das zu entwickelnde System im regulären Bordbetrieb eingesetzt werden. Die Revierzentralen erhal-ten per Funk/WiFi Kenntnis vom Fahrweg des Schiffes. Im Versuchsaufbau wird es möglich, dass der dienst-habende Nautiker der Revierzentrale mit Kenntnis der Manövrierdaten Routen-Modifikationen vornimmt, diese zurück an das Schiff als Vorschlag sendet. Nun können auf der Brücke Lotse oder Kapitän entscheiden, ob sie die Änderungen akzeptieren oder nicht. Die geänderte Wegplanung kann dann direkt auf den Autopiloten geschaltet werden. Entsprechend wird das Lagebild wieder synchronisiert