Pflegeverantwortung

Mitarbeiter_innen, die Angehörige pflegen oder deren Pflege organisieren, stehen oft vor besonderen Herausforderungen. Der Eintritt einer Pflegesituation wie auch jede Veränderung bei den Angehörigen ist in der Regel eine emotional sehr belastende Situation. Oftmals sind weder Betroffene noch die Angehörigen darauf vorbereitet, weil Pflegefälle häufig unerwartet eintreten. In kurzer Zeit müssen sich alle auf die neue Situation einstellen, Informationen sammeln und zeitnah die Pflege übernehmen bzw. organisieren. Dies hat häufig auch Auswirkungen auf die Situation am Arbeitsplatz. Die Hochschule unterstützt Sie deshalb bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege mit Informationen und persönlicher, vertraulicher Beratung.

Auf dieser Seite finden Sie weitere Informationen zu den Themen Pflegetagebuch, Vorsorge, Vollmachten, Beratung und Information vor Ort.

Pflegetagebuch

Zur Vorbereitung auf die Begutachtung der pflegebedürftigen Person durch den Medizinischen Dienst (MK) der Krankenversicherung ist es hilfreich, ein Pflegetagebuch zu führen. Einen Vordruck dazu erhalten Sie bei Ihrer Krankenversicherung. Beispielhaft kann hier das Pflegetagebuch der AOK heruntergeladen werden:

Download Pflegetagebuch

Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

Jede_r kann im Alter, aber auch durch Krankheit oder einen Unfall, in eine Situation geraten, in der man keine Entscheidungen mehr für sich treffen kann. In diesen Fällen dürfen Angehörige - auch Eheleute - nicht automatisch für Sie entscheiden! Daher wird empfohlen, für diese Fälle vorzusorgen:

Mit einer Vorsorgevollmacht  benennen Sie schon jetzt eine Person, die Sie rechtswirksam vertritt, wenn Sie nicht mehr handlungsfähig sind, und die nicht mehr rechtlich kontrolliert wird.

In einer Betreuungsverfügung  können Sie festlegen, wie Ihr Leben weiter gestaltet werden soll, wenn gerichtlich eine Betreuungsperson eingesetzt wird.

Eine Patientient_innenverfügung beschränkt sich dagegen auf die Festlegung von Behandlungsmöglichkeiten im Krankheitsfall.

Weitere Informationen zum Betreuungsrecht und den Vorsorgemöglichkeiten sowie entsprechende Vordrucke finden Sie in der Broschüre des Ministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, die Sie hier herunterladen können:

Broschüre Betreuungsrecht

Beratung und Informationen vor Ort

Nicht immer leben die pflegebedürftigen Angehörigen vor Ort. Umso wichtiger ist es, sich kompetente Beratung am Wohnort der Angehörigen zu suchen, die Unterstützungsangebote vor Ort kennt und vermitteln kann. Dabei geht es nicht nur um Einrichtungen wie Pflegedienste, sondern z.B. auch um ehrenamtliche Besuchsdienste o.ä.

Sie haben einen Anspruch auf Beratung durch die Pflegeberaterinnen und -berater Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse bzw. der Pflegekasse der zu pflegenden Person.

Darüber hinaus gibt es in vielen Kommunen Pflegestützpunkte, die Betroffene und Angehörige informieren und beraten. Eine deutschlandweite Übersicht finden Sie beim Bundesgesundheitsministerium.

Pflegestützpunkt Oldenburg

Pflegestützpunkt Landkreis Wesermarsch

Privat Versicherte können sich an die "COMPASS Private Pflegeberatung" wenden.