Geschichte der Jade Hochschule

Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven wurde im Jahr 2000 durch Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Fachhochschulen an diesen Studienorten gegründet. Sie war mit etwa 10.000 Studierenden, 800 Beschäftigten und einem Haushaltsvolumen von mehr als 60 Millionen Euro die größte Fachhochschule Niedersachsens.

Zum 1. September 2009 wurde die FH OOW aufgelöst und in die beiden selbstständigen Hochschulen Emden/Leer und Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth übergeleitet.

FH Studenten Alumni

Die Jade Hochschule am Studienort Oldenburg/Elsfleth geht zurück auf Einrichtungen aus dem 19. Jahrhundert. Bereits im Herbst 1877 wurde in der Nähe Oldenburgs eine Winter-Bauschule für Bauhandwerker gegründet, die über viele Umwege 1938 zur "Staatsbauschule, Fachschule für Hoch- und Tiefbau in Oldenburg", 1968 zur "Staatlichen Ingenieurakademie" und durch Zusammenschluss mit der Seefahrtschule in Elsfleth im Jahr 1971 schließlich zur "Fachhochschule Oldenburg" wurde.

Vor der Fusion waren am Studienort Oldenburg/Elsfleth 2000 junge Menschen in den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Vermessungswesen und Seefahrt immatrikuliert.

Die Seefahrtausbildung in Elsfleth begann bereits 1832 durch Gründung einer privaten Navigationsschule.

Chronik der Studienorte Oldenburg und Elsfleth

Oldenburg

1877 - Gründung einer Baugewerkschule in Aumund-Vegesack


1882 - Verlegung nach Oldenburg


1893 - Angliederung einer Maschinenbauschule und Verleihung der Bezeichnung "Großherzogliche Baugewerk- und Maschinenbauschule"


1895 - Verlegung der Schule nach Varel i.O


1908 - Angliederung einer Tiefbauabteilung


1919 - Umbenennung in "Technikum"


1928 - Verlegung nach Oldenburg, Trennung der beiden Ingenieurgruppen und Weiterführung der Baugewerkschule als selbständige städtische Institution


1931 - Umbenennung in "Höhere Technische Lehranstalt für Hoch- und Tiefbau"


1938 - Übernahme durch das Land Oldenburg und Umbenennung in "Staatsbauschule, Fachschule für Hoch- und Tiefbau in Oldenburg"


1945 - Angliederung einer Vermessungsabteilung und Umbenennung in "Staatsbauschule Oldenburg, Fachschule für Hochbau, Tiefbau und Vermessungswesen"


1959 - Umbenennung in "Staatliche Ingenieurschule"


1963 - Aufnahme in das Verzeichnis der "Amtlich anerkannten Materialprüfstellen für Baustoffe"


1968 - Umbenennung in "Staatliche Ingenieurakademie"

Elsfleth

1832 - Gründung einer privaten Navigationsschule in Elsfleth
 

1852 - Umwandlung in eine staatliche Schule mit der Bezeichnung "Großherzogliche Navigationsschule"
 

1916 - Umbenennung in "Seefahrtschule"
 

1943 - Verlegung nach Danzig und Einrichtung einer Seeberufsfachschule in Elsfleth
 

1946 - Neugründung einer Seefahrtschule in Elsfleth
 

1949 - Errichtung einer Seefahrtschule in Cuxhaven und in Grünendeich als Abteilungen der Seefahrtschule Elsfleth
 

1959 - Die Seefahrtschule Cuxhaven wird selbständig und erhält die Prüfungsaufsicht über die Abteilung in Grünendeich

Zusammenlegung der Hochschulen Oldenburg und Elsfleth


1971 - Überleitung der Staatlichen Ingenieurakademie für Bau- und Vermessungswesen Oldenburg und der Seefahrtschule Elsfleth in die Fachhochschule Oldenburg mit den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Vermessungswesen in Oldenburg und Seefahrt (Große Fahrt) in Elsfleth


1977 - Inbetriebnahme einer Mensa am Studienort Oldenburg


1985 - Inbetriebnahme eines Radarsimulators der Fachbereiche Seefahrt der Fachhochschulen Oldenburg und Ostfriesland


1998 - Erwerb des Wohnhauses Zeughausstraße 21 (Weißes Haus)


2000 - Ab dem 01.01.2000: Fusion mit den Fachhochschulen Ostfriesland (Emden/Leer) und Wilhelmshaven zur FH Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven.
Eröffnung der "Infothek" am Studienort Oldenburg. Als studentisches Projekt entstand mit diesem Neubau auf dem FH-Gelände ein Ort der Begegnung und Entspannung.


2001 - Inbetriebnahme eines modernen Schiffsführungssimulators in Elsfleth.
Einrichtung eines Simulationszentrums.
Erwerb der Liegenschaften der ehemaligen Berufsbildenden Schulen II in der Zeughausstraße 73.


2006 - Umzug des Fachbereichs Architektur in die Ofener Straße 15


2008 - Inbetriebnahme des ehemaligen BBS-Gebäudes an der Zeughausstraße 73 vom Studiengang Hörtechnik und Audiologie


1.9.2009 - Gründung der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth (nach Defusion der FH Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven in zwei unabhängige Hochschulen)

FH Dozentenzimmer

Vorgängerinstitutionen der Fachhochschule am Studienort Wilhelmshaven sind die Akademie für Betriebswirte, die letztlich ihre Wurzeln in der 1947 gegründeten Fachschule für wirtschaftliche Betriebsführung hatte, und die staatliche Ingenieurakademie, die 1965 als vierte Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik in Niedersachsen errichtet wurde. Beide Akademien wurden 1971 zur Fachhochschule Wilhelmshaven zusammengeführt und neu gegründet. In wenigen Jahren traten zu den klassischen Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaft die zwei neuen Fachbereiche Feinwerktechnik und Wirtschaftsingenieurwesen hinzu.

Die an der FH Wilhelmshaven immatrikulierte Anzahl an Studentinnen und Studenten wuchs von anfangs 700 bis zum Jahr 1999 auf rund 3000 Studierende an. Zurzeit sind an dem Studienort Wilhelmshaven ca. 4300 Studierende immatrikuliert.

Chronik des Studienortes Wilhelmshaven

1946 - Anregungen durch Oberstadtdirektors Hans Beutz, Kulturamt, in Wilhelmshaven Hochschulen und wissenschaftliche Institute anzusiedeln.


1947 - Gründung der Ursprungseinrichtung der Akademie für Betriebswirte


1958 - Forderung einer Ingenieurschule durch Dr.-Ing. Reichert (Technischer Direktor der Olympia Werke AG, Wilhelmshaven).
Beschluß der Landesregierung die Hochschule für Gewerbelehrer an die TH in Hannover anzugliedern. Dieser Plan wurde nach und nach vollzogen.

22.03.1963 - Vereinbarungen zwischen der Stadt Wilhelmshaven und dem Land Niedersachsen über die Errichtung der Ingenieurschule.

24.05.1963 - Das Grundstück für den Neubau wird von der Stadt Wilhelmshaven kostenlos zur Verfügung gestellt.

1964 - Gründung der Städtischen Technikerschule mit den Fachrichtungen Elektrotechnik und Allgemeiner Maschinenbau

1964 - Beauftragung des Architekten Zobel aus Nordhorn mit der Planung und dem Bau des Neubaus (Entscheid erfolgte über einen Architekten-Wettbewerb)

18.01.1965 - Berufung des Oberbaurates Dr. W. Lindrum zum Direktor der Ingenieurschule durch den Niedersächsischen Kultusminister

01.03.1965 - Gründung der Ingenieur-Schule (4. Ingenieurschule in Niedersachsen), Gründungsdirektor Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Lindrum. Aufnahme des Lehrbetriebes der Fachrichtung Maschinenbau. Beginn mit 64 Studenten in den Räumen der damaligen Berufsschule in der Weserstraße 78. Begonnen wurde mit Dozenten der Ingenieursschulen aus Wolfenbüttel und Hannover.

01.04.1965 - Einstellung des ersten "eigenen" Dozenten: Baurat Robert Meyer-Ahrens

01.09.1965 - Aufnahme des Lehrbetriebs in der Fachrichtung Elektrotechnik

01.10.1965 - Bezug der Räume des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums in der Eberstraße. Einstellung von sieben neuen Dozenten.

22.06.1966 - Grundsteinlegung des Neubaus an der Friedrich-Paffrath Straße

26.07.1966 - Erlaß des niedersächsischen Kultusministers zur Verselbständigung der Höheren Wirtschaftsfachschule in eine Akademie für Betriebswirte (ab 01.08.1966)

19.01.1967 - Richtfestfeier des Neubaus der staatlichen Ingenieurschule

01.09.1967 - Beginn des Lehrbetriebs der Fachrichtung Feinwerktechnik

15.01.1968 - Umbenennung der staatlichen Ingenieurschule in staatliche Ingenieurakademie Wilhelmshaven

1968 - Umwandlung der Höheren Wirtschaftsfachschule in eine Akademie für Betriebswirte. Ausbildung von Betriebswirt (grad.) in einem 6-semestrigen Studiengang.
Errichtung der Ingenieurakademie mit den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Feinwerktechnik.
Bezug des Neubaus (13.000 m² Nutzungsfläche/Kosten 37 Millionen DM, davon 7 Millionen für die Erstausrüstung der Laboratorien) an der Friedrich-Paffrath Straße durch die technischen Fachbereiche der Ingenenieurakademie (05/06.06.1968).

1969 - Abzug der Pädagogischen Hochschule für Gewerbelehrer einschließlich der Übungsschule

01.08.1971 - Zusammenschluß der Staatlichen Ingenieurakademie und der Akademie für Betriebswirte zur Fachhochschule Wilhelmshaven.
Die Fachhochschule bestand aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Feinwerktechnik, Maschinenbau und Wirtschaft mit folgendem Personalbestand: Dozenten / Mitarbeiter im technischen und Verwaltungsdienst: Elektrotechnik (14/3), Feinwerktechnik (8/2), Maschinenbau (16/3) und Wirtschaft (22/1) sowie Verwaltung (-/15).

20.09.1975 - Beginn des Lehrbetriebs des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen

01.06.1978 - Eingliederung der niedersächsischen Fachhochschulen in den Bereich der Hochschulen (NHG)

1980/81 - Ausbau des Studienortes an der Friedrich-Paffrath Straße und Bezug (01.03.1981) des Erweiterungsbaus (Südgebäude) an der Friedrich-Paffrath-Straße durch die Fachbereiche Wirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen.
Einrichtung des Rechenzentrums, der Bibliothek (Bestand 1987 ca. 30.000) und der Mensa.

06.10.1996 - Übergabe des Westgebäudes an die Fachhochschule und den Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen durch Ministerin Schuchardt

01.09.1997 - Errichtung des ersten spezifischen Frauenstudienganges in Deutschland "Wirtschaftsingenieurwesen für Frauen" im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen.
Errichtung der Studiengänge "Systems Engineering – Technisches Management" und "Environmental Engineering"(internationaler Studiengang) im Fachbereich Maschinenbau sowie Applied Microelectronics als internationaler Studiengang im Fachbereich Elektrotechnik.

01.01.2000 - Fusion der Fachhochschulen Oldenburg, Ostfriesland und Wilhelmshaven zur Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven

Sommer 2004 - Das neue Ostgebäude wird nach einer zweijährigen Bauzeit in Betrieb genommen

01.09.2009 - Gründung der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth (nach Defusion der FH Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven in zwei unabhängige Hochschulen)