Fallstudienworkshop verknüpft Studium und Praxis

12 Studierende aus dem Fachbereich MIT entwickelten bei einem Workshop mit Sopra Steria Consulting das Konzept für den Aufbau einer Wissensdatenbank.

Wilhelmshaven. Mit dem Aufbau einer Wissensdatenbank für den IT-Support eines logistischen Datenverarbeitungsverfahrens (DV-Verfahren) der Marine, beschäftigten sich zwölf Studierende aus dem Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen und dem Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik während des Workshops Fallstudie Wissensmanagement. In zwei Gruppen wurden Lösungsvorschläge für eine softwaregestützte Wissensdatenbank erarbeitet. Unterstützt wurden die Studierenden dabei von der Sopra Steria Consulting GmbH, die mit dem IT-Support des DV-Verfahrens beauftragt wurde.

Optimierungspotential sieht das Unternehmen vor allem bei der bedarfsgerechten Verfügbarkeit der Dokumentation bekannter Störungen und deren Lösungen auf  den verschiedenen Support-Leveln. „Die Verfahrensverantwortlichen der Marine und wir verfügen zum Teil über Wissen, das an spezielle Personen gebunden ist“, berichtet Holger Schmitz. Eine softwaregestützte Wissensdatenbank soll die Fehlerbehebung zukünftig vereinfachen und beschleunigen. Zur Lösung der Aufgabenstellung bearbeiteten die Studierenden aus dem Fachbereich Management, Information, Technologie während des Workshops drei Arbeitspakete. „Im ersten Step haben wir eine Prozessbeschreibung entwickelt“, erläutert Workshop-Teilnehmer Jens Sterk. „Dabei wurden die Auswirkungen einer Wissensdatenbank auf den bestehenden Prozess verdeutlicht. Innerhalb eines Soll-Prozesses haben wir dargestellt, wie sich die Störungsbearbeitung zukünftig gestaltet.“ In der zweiten Phase, der Konzeption, legten die Studierenden dar, welche Inhalte für die Datenbank relevant und notwendig seien. Dabei mussten alle beteiligten Akteure berücksichtigt werden.  „Im letzten Schritt haben wir dann die Projektrahmenbedingungen erarbeitet“, berichtet Jonas Kallisch. „Dazu zählten zum Beispiel vertragliche Details über die Form der Abrechnung, die Art des Projektmanagement (agil oder mit starrem Konzept) und die Definition von Projektschnittstellen auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite.“

Die Ergebnisse wurden zum Ende des Workshops präsentiert und in der Gruppe diskutiert. „Die realitätsnahe Aufgabenstellung sowie die Einblicke in den Arbeitsalltag und die Herangehensweise von Consultants an interdisziplinäre Aufgabenstellungen waren eine perfekte Verknüpfung zwischen Studium und Praxis“, fasst Sterk den Workshop zusammen.