Referenten

Henning Butz

Henning Butz war von 1986 bis 2009 in der System- und Prozesstechnik bei Airbus in Hamburg, Bremen und Toulouse tätig. Neun Jahre leitete er den Unternehmensbereich „Cockpit und Avionik“. Seit 2010 arbeitet er als internationaler Berater und Interim-Manager für verschiedene Branchen der Transport- und Systemindustrie im Bereich Systemsicherheit, Prozesse und Methoden sowie Mensch-Maschine-Systeme. Z.Zt. ist er als Systemchef für Frachtflugzeug-Entwicklung bei Pacific Aviation Inc. in Bremen beschäftigt. Henning Butz hat Physik, Elektrotechnik und Systemtechnik in Bochum und Karlsruhe studiert.

Die Dialektik der Digitalisierung

Seit den 80ger Jahren hat ein entscheidender technischer, wie auch sozialer Wandel begonnen: die „Digitalisierung“ von Funktionen. Die Verdichtung höchster Rechenleistung auf kleinstem Raum ermöglicht jedem den wahlfreien Zugriff auf intelligente Dienste. Digitale Funktionen erobern zunehmend sicherheitskritische und kognitive Bereiche und machen so unsere Welt „idealer“. Das Versagen, wie auch die Weiterentwicklung solcher Funktionen, bergen jedoch auch die Gefahr des Kontrollverlustes in vielfältiger Form. Der Beitrag zeigt die Pros und Cons der Digitalisierung sowie die damit verbundenen Herausforderungen.

Frank Steffens

studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Fokus Bauwirtschaft an der Fachhochschule Oldenburg. Seit 2008 ist er Lehrbeauftragter mit dem Schwerpunkt Unternehmensprozesse und -organisation von Unternehmen mit Projektleistungstätigkeit. Nach dem Studium fokussierte er sich auf das Konzerncontrolling verschiedener Branchen (Telekommunikation, Handel); seit 2008 ist er zudem beratend in der systemischen Organisationsentwicklung eingesetzt. Seit 2009 ist er in leitenden Positionen für das Familienunternehmen Brüninghoff (Heiden, Westfalen) aktiv, seit 2013 als Geschäftsführer der operativen Gesellschaften der entstandenen Unternehmensgruppe. Aus der industriellen Vorfertigung mit Beton, Stahl, Holz und Aluminium heraus, entwickelt Brüninghoff Konzepte für hybride Tragwerksysteme und hybride Elemente. Brüninghoff baut mit der Arge H7 das Holz-Hybrid-Gebäude am Hafen in Münster.

Sichtweise des Generalunternehmers

Innerhalb der Session „Lösungsansatz - BIM entlang des Objektlebenszyklus“ veranschaulicht Frank Steffens in seinem Vortrag „Sichtweise des Generalunternehmers“ anhand aktueller Projekte mit dem Schwerpunkt der systemorientierten Hybridbauweise wie der Change Prozess entlang der Wertschöpfungskette Bau in einem Unternehmen mit den Schwerpunkten Produktion und Projektgeschäft bereits seit vielen Jahren vollzogen wird.

Samy Kröger

Als technischer Leiter des BIM-Lean-Teams bei der Zech Bau Holding GmbH ist es für mich selbstverständlich, die modellbasierte Projektabwicklung innerhalb und auch außerhalb der Zech Bau Holding GmbH zu koordinieren und die Fachbereiche bzw. Fachplaner bei der Umsetzung zu unterstützen. Dabei hilft mir der Umstand, dass ich mich seit acht Jahren mit der Thematik BIM und seit über 5 Jahren mit der Thematik Lean Construction beschäftige.

Gerade die Umsetzung von BIM und Lean Construction im operativen Bereich liegt mir besonders am Herzen, sind doch hier die daraus resultierenden Mehrwerte am größten. In meiner täglichen Arbeit unterstütze ich Projekte in einer Größenordnung bis weit in den hohen zweistelligen Millionenbetrag, die operativen Kollegen werden eingewiesen und so in eine eigenständige modellbasierte Arbeitsweise "entlassen".

Da in der Regel nicht nur eine CAD-Plattform, sondern mehrere Softwareanwendungen eingesetzt werden, ergibt sich für mich auch immer wieder die Fragestellung der Interoperabilität. Wie jedem bekannt sein wird, gibt es hier leider noch immer keine zufriedenstellende Lösung. Ich sehe es jedoch als eine meiner Aufgaben an, hier entsprechende Lösungsansätze zu entwickeln und voranzutreiben. So versteht sich auch mein Einsatz bei der Richtlinienarbeit des VDI zu den Richtlinien 2552 und 2553 sowie meine Mitwirkung im DIN Gremium zur Spiegelung der ISO 19650.

Weiterhin gehört es auch zu meinen Aufgaben, die Weiterentwicklung von BIM und Lean Construction im Hause der Zech Bau Holding GmbH weiter nach vorne zu bringen und sicherzustellen, so dass zukünftig mehr und mehr Projekte auf Basis von Modellen abgewickelt und zunehmend mehr Geschäftsprozesse an BIM angebunden werden. Unabhängig davon halte ich auch gerne Vorträge an Hochschulen, um auch dort die Verbreitung und das Verständnis von BIM zu fördern.

Moderation: Session 3 - Praxis - von der Idee zur Ausführung

Hinrich Münzner

ist Geschäftsführer bei Boll und Partner. Seine Erfahrungen in Großprojekten des Kraftwerksbaus und sein MBA Abschluss "Industrial Management" nutzt er erfolgreich bei der Optimierungen von Geschäftsprozessen. Er ist für die Entwicklung und Einführung innovativer Planungsmethoden bei Boll und Partner zuständig. Mit dem Anspruch "Teamgeist digital" werden von ihm über die Tragwerksplanung hinaus weitere Fachbereiche in die kollaborative BIM Planung integriert.

Herr Münzner ist im Vorstand der Fachgruppe BIM der Ingenieurkammer BW und im Lenkungskreis "BIM Cluster Stuttgart" aktiv für die Einführung der BIM Methodik.

Arbeiten mit BIM im Planungsunternehmen

Das Thema BIM (Building Information Modeling) bewegt im Moment die Bauindustrie und die Ingenieurbüros. BIM wird in Zukunft die Planungsabläufe maßgeblich beeinflussen.

Anhand der Abfolge erfolgreicher Anwendungsbeispiele digitaler Planung wird die Einführung der BIM Methode im Unternehmen Boll und Partner dargestellt. Hierbei werden z.B. die Fragestellungen "wie werden die Mitarbeiter erreicht...", "welche organisatorischen Umstellungen sind erforderlich..." beantwortet. Gleichzeitig wird ein Überblick zum Anwendungsstand der Arbeitsmethode in der integrierenden Tragwerksplanung gegeben. Boll und Partner erbringt seit über 40 Jahren Beratungsdienstleistungen aus dem Bereich der Tragwerks- und Objektplanung von Ingenieur- und Hochbauprojekten. Mit mehr als 60 Mitarbeitern werden regionale, überregionale und internationale Projekte abgewickelt.

Gerhard Kracht

ist seit 2007 Geschäftsführer der Kamü Projektbau GmbH Oldenburg, einem General-unternehmer im schlüsselfertigen Hochbau, mit der Spezialisierung auf den Neubau von Sozialimmobilien. Nach Studium und Promotion im Fachgebiet Bauingenieurwesen war Gerhard Kracht seit 1991 in der Bauindustrie tätig. Zunächst als Bau- und Oberbauleiter bei der Philipp Holzmann AG, im Anschluss - seit 1997 - als Niederlassungsleiter und Vorstand in der mittelständischen Bauindustrie.

Lean Construction - Umsetzung im schlüsselfertigen Hochbau

Seit einigen Jahren werden zunehmend auch in Deutschland Prinzipien und Werkzeuge des Lean-Construction in der Praxis eingesetzt. Hierbei werden die aus dem Automobilbau bekannten Prinzipien des Lean-Managementansatzes auf den Bau übertragen. Nach einer kurzen Darstellung der wesentlichen Elemente der Lean-Construction-Methode wird die konkrete Umsetzung der seit 2012 im Unternehmen ausgeführten Projekte vorgestellt. Ein Ausblick auf künftige Entwicklungen schließt den Vortrag ab.

Michael Kastner

studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Karlsruhe. Seine Tätigkeit bei der SAP begann er im Jahre 1997 im Bereich der Industrielösung für Aerospace & Defense. Seit 2001 arbeitet er in verschiedenen Positionen im Bereich der Industrielösung für Engineering, Construction & Operations. Augenblicklich ist er als Product Owner für die Weiterentwicklung des SAP Lösungsportfolios für die Bauindustrie verantwortlich.

BIM und SAP

Digitalisierung ist ein Thema, das alle Industrien betrifft. Gerade in der Bauindustrie eröffnet die durchgängige Digitalisierung der Geschäftsprozesse Chancen, Bauprojekte in Zukunft besser und effizienter abzuwickeln. BIM im Sinne einer durchgängigen Digitalisierung aller planungs- und realisierungsrelevanter Bauwerksinformationen ist Voraussetzung für das Digitale Bauen der Zukunft. In seinem Vortrag veranschaulich Michael Kastner die Sichtweise der SAP zum Thema BIM und Anknüpfungspunkte bezüglich einer durchgängigen Digitalisierung der Geschäftsprozesse.

Tamara Gasteiger

hat im Juli 2012 das Studium „Bauingenieurwesen“ an der Leopold Franzens Universität Innsbruck abgeschlossen und ihre Fachkompetenz im April 2013 mit der Befähigungsprüfung im Gewerk Baumeister ergänzt.

 

Seit September 2012 verstärkt sie das BIM-Team und ist im Zuge dessen u.a. in der AG 011.09 der ÖN A 6241-2 und in Forschungsprojekten gemeinsam mit der TU Wien und der LFU Innsbruck tätig.

Moderation: Session 4 - Hier und Jetzt - Live BIM

Hanno Hummerich

Prokurist und Partner des Ingenieurbüros OP Engineers, ist seit über 10 Jahren als Tragwerksplaner tätig. Bereits seit dem Studium an der Fachhochschule Aachen bildet die datenbankorientierte 3D-Modellierung die Basis seines Handelns. Die als Projektleiter gesammelte Erfahrungen mit der konsequenten Nutzung von BIM innerhalb eines Ingenieurbüros bringt er bei der Mitarbeit in der buildingSMART-Anwendergruppe "Tragwerksplanung" ein. Unter anderem zeichnet er sich für die Bearbeitung der Tragwerksplanung bei dem BIM-Referenzobjekt BIMiD verantwortlich.

Förderprojekt BIMiD / Zentrales BIM-Referenzobjekt der Volkswagen Financial Services
Planungsphase

Gerade in der Planungsphase ist die Kommunikation der Planer untereinander und mit dem Bauherren entscheidend. Systeme müssen entwickelt und Entscheidungen getroffen werden. Ein 3D-Modell kann diesen Prozess entscheidend beschleunigen und so Zeit und Geld sparen. Am Beispiel des BIM-Referenzprojektes BIMiD sollen hierzu Wege und Möglichkeiten in der Planungsphase gezeigt werden.

Anton Gasteiger

Seit 1988 ist Anton Gasteiger selbständiger Baumeister und Geschäftsführer der Firma AGA-Bau PlanungsGmbH mit Schwerpunkt integrale Gesamtplanung von kleinen und mittleren Bauvorhaben. Seit 2010 ist er Geschäftsführer der b.i.m.m GmbH mit Schwerpunkt Consulting von Planungs- und Bauunternehmen (u.a. ATP, RIEDERBAU, PORR aus Österreich, STRABAG/Züblin, Wolff und Müller Stuttgart). Seit 2015 ist Anton Gasteiger Mitbegründer der DhochN Digital Engineering GmbH zusammen mit Siegfried Wernik und Hans Georg Oltmanns.

Seit 2012 ist Anton Gasteiger Mitglied in der ON AG 011.09 "Digitale Bauwerksdokumentation - Teil 2: Building Information Modeling (BIM) - Level 3-iBIM" (ÖN A 6241-2), welche seit 01.07.2016 in Österreich in Kraft ist.

Weiters ist er Mitglied des Vorstandes von buildingSMART German Speaking Chapter, Mitglied bei der IG Lebenszyklus in Österreich und im Cluster Informationstechnologien Tirol (Standortagentur Tirol).

Anton Gasteiger wirkt und wirkte mit der b.i.m.m GmbH bzw. AGA-Bau PlanungsGmbH bei diversen Forschungsprojekten mit:
"Integration bauwirtschaftlicher Prozesse in ein Building Information Model (BIM)" gemeinsam mit der LFU Innsbruck und der Baufirma RiederBau GmbH & Co KG.
"BIMsustain" in Zusammenarbeit mit der TU Wien.
"freeBIM Tirol" in Zusammenarbeit mit der LFU Innsbruck (i3b, DBIS), CAD Anwendungen MUIGG KG, inndata Datentechnik GmbH. http://www.freebim.at
"BIM in der Bauausführung" gemeinsam mit der LFU Innsbruck (i3b).

Adriane Gasteiger

studierte an der Leopold Franzens Universität Innsbruck „Bau- und Umweltingenieurswissenschaften“ und schloss im Juli 2014 das Studium ab. Zusätzlich erweiterte sie ihre Ausbildung durch die Befähigungsprüfung zum Baumeister im November 2013. Sie ist derzeit die jüngste Frau Baumeister Tirols.

Adriane hatte in ihrer Diplomarbeit das Thema „BIM in der Bauausführung“. Seit September 2014 ist sie Teil des Teams.

Förderprojekt BIMiD / Zentrales BIM-Referenzobjekt der Volkswagen Financial Services
Ausführungsphase

Ende 2013 wurde das Forschungsprojekt „BIM-Referenzobjekt in Deutschland“ (BIMiD) bewilligt mit dem Ziel, ein konkretes Bauvorhaben bei der Anwendung von BIM zu unterstützen. Volkswagen Financial Services AG stellte ihr Projekt „Bürogebäude Haus H“ dafür zur Verfügung. Im Zuge dessen wurde die Möglichkeit geschaffen, dem Bauherrn sämtliche Facetten von BIM darzustellen.

WIR zeigen die Umsetzung  des BIM Gedanken auf der Baustelle bis hin zur „aufmaßfreien Abrechnung aus dem Datenmodell“

Frank Markus

Seit 2009 ist Frank Markus verantwortlich für das Infrastrukturgeschäft bei Mensch und Maschine, kurz MuM. In dieser Rolle hat er auch immer wieder Kundenkontakt, vor allem in Großprojekten wie dem Hüttenwerk Krupp-Mannesmann. Aufgrund seiner Ausbildung sind Geschäftsprozessoptimierung und Projektmanagement wichtige Bausteine, um BIM erfolgreich bei den MuM Kunden einzuführen. Durch den ganzheitlichen Auftritt der MuM stehen ihm neben dem eigenen Infrastrukturteam über 700 weitere Mitarbeiter aus dem Hochbau, Anlagenbau der Elektrotechnik und dem Maschinenbau in ganz Europa zur Seite. Auf die Weise ist es möglich, große Projekte abteilungsübergreifend und kollaborativ und aus einer Hand zu bearbeiten.

BIM-Infrastrukturplanung: Von der Punktwolke zur digitalen Fabrik

Das Projekt ISYDIF des Hüttenwerks Krupp-Mannesmann in Duisburg, ist genau so ein Projekt, bei dem Anlagenbau, GIS, CAD und Dokumentenmanagement in einem Werksmodell zusammenfließen. Zum Projektstart Ende 2010 war von BIM keine Rede. Aber von einem ganzheitlichen Datenmodell, dass möglichst alle Bereiche des Stahlwerks mit einbezieht. Und bei dem jedes Objekt einen Raumbezug hat. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es bislang das einzige 3D-Stahlwerk ist, dass mittels der BIM Methode, wie sie heute verstanden wird, erstellt wurde. Das hat weltweit für großes Furore gesorgt und wurde 2015 mit dem BIM Excellent Award von Autodesk ausgezeichnet

Michael Benrath

Michael Benrath ist seit etwa 25 Jahren Vertreter von CAD Lösungen der Firma Autodesk für den Hochbau. Als studierter Maschinenbauer erfolgte der Einstieg über den klassischen Stahlbau. Seit 2009 zeichnet Michael Benrath für Geschäftsleitung und Vertrieb bei der Mensch und Maschine benCon 3D GmbH mit Sitz in Hamburg verantwortlich. In dieser Funktion ist er einer der Architekten des mittlerweile standardisierten Ausbildungskonzeptes "BIM Ready" der Mensch und Maschine. Um die regionale Bauwirtschaft nachhaltig zu unterstützen und das Thema BIM zu forcieren ist Michael Benrath aktives Mitglied der Oldenburger Baukompetenz, wie auch des BIM HUB Hamburg.

Moderation: Session 5 - Erfahrungen - closed big BIM

Sen Christoph Ickert

Ist nach Abschluss des Studiums an der Jadehochschule 2000 mit Beitritt 2003 in die Architektenkammer NDS zunächst 10 Jahre freiberuflich tätig. 2013 erfolgte die Gründung des Büros PZWO Architektur in Oldenburg. Mit Gründung der PZWO Architektur wurde konsequent die Planungsmethode BIM mit Autodesk Revit und RIBitwo eingeführt. „Wir bieten unseren Bauherren auf Wunsch Generalplanung mit BIM im Verbund mit unseren Netzwerkpartnern OP Engineers (Tragwerksplanung) und M+P Consult Hanse (TGA) – dieser Service wird extrem gut von unseren Bauherren angenommen“. Die Zusammenarbeit „closed big BIM“ erfolgt über einen gemeinsamen betriebenen Modelserver auf dem die Revit-Modelle gehostet werden, so stehen allen Planungsbeteiligten jederzeit alle planungsrelevanten Informationen zur Verfügung.
Seit 2015 Dozent an der Jade Hochschule „BIM aus Sicht des Auftraggebers“
Im Rückblick ist die Neugründung 2013 der PZWO Architektur als ein Ein-Personen-Unternehmen in Verbindung mit der Entscheidung ausschließlich mit BIM zu planen ein grandioser Glücksfall. Wir konnten so viele Bauherren von den Vorzügen der Planung überzeugen. Heute tragen 15 Mitarbeiter zum stetig weiterwachsenden Erfolg des Architekturbüros bei. www.pzwo.de

Informationsmodell in der Planung

Innerhalb der Session „Lösungsansatz - BIM entlang des Objektlebenszyklus“ wird in dem Vortrag „Informationsmodell in der Planung“ dargestellt, wie in einem frühen Planungsprozess plausibilisierte Informationen aus einem 3d-Gebäudemodell generiert werden. Eine der Fragen der Christoph Ickert nachgeht ist „Kostenberechnung auf Knopfdruck“ oder kann BIM wirklich um bis zu 80 % der Zeit bei der Kostenberechnung sparen?

Erfahrungen - closed big BIM

Wie verändert sich die Kommunikation zwischen Architekt, Tragwerksplaner und TGA-Planer wenn man zusammen im Model arbeitet – wenn jedem Projektbeteiligten jederzeit der aktuelle Planungsstand des Fachplanerkollegen zur Verfügung steht? Sie wird papierloser und besser. Diese Erkenntnis ist die beste Errungenschaft für uns Architekten – seit BIM!
In seinem Vortrag „Objektplanung“ zeigt Christoph Ickert auf, wie der Planungsbereiche für Architekten im Revit-Model gut organisiert sein kann ohne dass man sich mit dem Statiker und TGA-Planer in die Quere kommt.

Michael Ortmann

studierte an der Fachhochschule in Dortmund im konstruktiven Bereich des Stahlbaus. Nach seinem Studium war er für ein großes Stahlbauunternehmen in Delmenhorst ca. 4 Jahre als Tragwerksplaner tätig. Danach zeichnete er sich innerhalb eines Ingenieurbüros in Hildesheim für die baubegleitende Montagestatik der Glasdacheindeckung des "Lehrter Bahnhofs" in Berlin verantwortlich. Im Jahr 2001 trat Herr Ortmann in verantwortlicher Position dem Ingenieurbüro Oltmanns & Partner GmbH bei. Seit 2012 ist er geschäftsführender Gesellschafter der daraus entstandenen OP Engineers GmbH. Herr Ortmann ist darüber hinaus seit 2009 Lehrbeauftragter an der Jade Hochschule in Oldenburg.

Das Ingenieurbüro für Tragwerksplanung OP Engineers GmbH beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema des Building Information Modeling (BIM). Als Grundlage einer ganzheitlichen Planung und Zusammenarbeit sowie aufgrund des eigenen qualitativen Anspruchs wurden die dafür erforderlichen EDV-Voraussetzungen bereits vor geraumer Zeit geschaffen (REVIT, TEKLA). In Anbetracht der mittlerweile langjährigen Erfahrungen, stetigen Fortbildungen sowie der teilweise oder auch bereits ganzheitlichen BIM-Projektbearbeitungen ist das Büro mit der Eigenschaft als "bim-ready" zu bezeichnen.

Milos Mikasinovic

ist Gründer und GF des innovativen Start-Up NUCE- Building Information Management aus Hamburg. Die Entwicklung und Programmierung seiner Diplomarbeit an der TU Wien "Neues BIM" als App auf dem Tablet Nexus 7, war ein Impulse für die Projekte von NUCE. Er hat langjährige Erfahrungen als zertifizierter Trainer in mehreren Bausoftwarelösungen bei Nemetschek und der BIM Implementierung in Planungsunternehmen. Er hat Erfahrung mit Förderanträgen im Kooperationsaufbau zwischen Wirtschaft und Universitäten als Education Manager für Österreich, mit Teamführung und Zertifizierung von Allplan Coaches, gesammelt.

Innovation Indoor Mapping

Das Indoor Mapping ist das weltweit einzige System mit dem Scandaten direkt ohne großen Aufwand mit Informationen angereichert werden können. Somit ist es eine kostengünstige und schnelle alternative zum BIM-CAD Model.

Das System nimmt Gebäude mit einer revolutionieren Geschwindigkeit von 10.000 bis 40.000 m² am Tag auf und erfasst mehrerer elektromagnetische Signale. Diese Fähigkeiten ermöglicht es, durch das Gebäude zu Navigieren und Informationen an örtlich definierten Punkten in die Punktwolke zu integrieren. Das macht das Indoor Mapping zu einem großartigem Ersatz, zu den herkömmlichen Aufwendungen, die zum Erstellen eines Informationsmodells aufgenommen werden müssen.

Mit den generierten Aufnahmen lassen sich neben der Indoor Navigation und dem Einbinden von Informationen über die Point of Interest auch viele weiterführende nützliche Anwendungen darstellen. Dazu gehört zum Beispiel die Unterstützung des Facility Managements und des Baumanagements. NUCE möchte diese Technologie auch nutzen um die BIM Prozesse und das BIM Qualitätsmanagement zu unterstützen und zu erweitern.

Andrés García Damjanov

Seit September 2015 hat Newforma den Branchenkenner Andrés García Damjanov als Sales Director für die Regionen Zentral- und Osteuropa an Bord geholt und damit auch zum Leiter des Geschäfts in der DACH-Region ernannt. Damjanov war zuvor als Architekt, Bauleiter und Projektmanager sowohl in großen Bauunternehmen als auch bei einem führenden Projektmanagementanbieter tätig. Sein Spezialgebiet sind Projektmanagement-Prozesse, zudem verfügt er über tiefe -Branchenfachkenntnisse in den Bereichen Architektur und Ingenieurwesen sowie Bau- und Bauherren-Organisation sowie umfassende Expertise in Building Information Modeling (BIM) und LEAN-Prozessen.

Projektinfomationsmanagement: #läuft mit Newforma

In den letzten zehn Jahren ist die Datenmenge, die bei einem Projekt im Durchschnitt zusammenkommt, um ein 65-faches gestiegen. Leider sind die Möglichkeiten, wie wir aus diesen Daten für unsere Arbeit wirklich Mehrwert schöpfen, nicht in der gleichen Weise mitgewachsen. Im Gegenteil: Unternehmen stehen heute vor einer immensen Herausforderung, nicht in der Datenflut zu ertrinken. Projektinformationsmanagement (PIM) mit Newforma geht einen anderen Weg. Die intelligente und effiziente PIM-Technologie versetzt Anwender in die Lage, digitale Daten auch digital zu nutzen. Projektbeteiligte haben einfachen Zugriff auf das Wissen, mit dem sie in der Lage sind, ihren Job optimal zu machen - und zwar ohne ihnen zusätzlich administrative Bürden aufzuerlegen oder sie zu Arbeitsweisen zu zwingen, die dem Projektziel nicht dienlich sind. Kein Wunder also, dass Newforma heute bei den größten Projekten weltweit die PIM-Technologie der Wahl ist.

Katja Maaser

 

Frau Katja Maaser ist seit Juli 2014 als Großprojektleiterin des BIM Pilot-Projektes „Erneuerung der Verkehrsstation Hannover Hauptbahnhof“ tätig. Für den Standort Hamburg / Hannover leitet Sie den Unternehmensbereich „BIM Management“ bei DB Engineering & Consulting GmbH. Nach Studium und Promotion im Fachgebiet Bauingenieurwesen führte sie seit 2002 erfolgreich Projektmanagementleistungen für Eisenbahnverkehrsinfrastrukturprojekte aus. Auf Grund ihrer mehrjährigen internationalen Projekterfahrungen kann sie auf unterschiedliche praktiziert BIM-Anwendungsfelder und Projektmanagementmethoden im internationalen Kontext partizipieren. Frau Maaser ist darüber hinaus European Consultant für Internationales Management und zertifizierter Europäischen Eisenbahningenieur.

Einführung von BIM bei der „DB International“ aus Bauherrensicht

Mit der Verabschiedung einer Richtlinie für das EU-Vergaberecht wurde festgelegt, dass bis 2016 alle Mitgliedsstaaten der EU die Nutzung von BIM in der Umsetzung öffentlich finanzierter Bau- und Infrastrukturprojekte fokussiert umzusetzen haben. Infolgedessen wurden einzelne Pilotprojekte ausgewählt, um die BIM-Methodik hinsichtlich möglicher Anpassung der Organisationen im Projekt und Betrieb, der IT-Infrastruktur und der Prozessen und Richtlinien sowie der rechtlicher Rahmenbedingungen zu analysieren, um so eisenbahninfrastrukturspezifische BIM-Standards zu etablieren und nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Damit die Verkehrsstation Hannover Hauptbahnhof auch weiterhin den Anforderungen an einen modernen, barrierefreien und kundenfreundlichen Personenbahnhof gerecht wird, hat die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover beschlossen den Bahnhof zu  modernisiert. Bei der Erneuerung des Bahnhofes handelt es sich nicht nur um die Grunderneuerung der sechs Bahnsteige mit Bahnsteigdächern, Wetterschutzanlage und technischer Anlagen, sondern umfasst auch das Konglomerat an Ingenieurbauten – „Ein komplettes Shopping-Center im Bahnhof“. Diese Anlagen sind mit zu erfassen, zu dokumentieren, zu planen und „unter rollendem Rad“ auszuführen. Im Hinblick auf die prognostizierte lange Projektlaufzeit von ca. 15 Jahren ist die Datenkontinuität und -verfügbarkeit neben der Komplexität eines Großprojektes eine herausfordernde Größe. Aus diesem Zweck wird das Projekt „Erneuerung Hannover Hauptbahnhof“ als eines der ersten BIM-Projekte umgesetzt.

Ausgangsbasis der Planung ist die vollständige digitale Bestandserfassung per 3D_Laserscann, die Erstellung des virtuellen Bestandsmodelles sowie die Schaffung einer BIM-gerechten IT-Infrastruktur einschließlich der Anbindung eines DMS. Im Rahmen der Vorplanung ist das Zusammenführen und die Bereitstellung der Projektinformationen durch eine Kollaborationsplattform unter die Einbeziehung eines 3D-Modells zentral.

Ob nun die Erkenntnisse der Vorplanung „der weitverbreitete Meinung, dass die Anwendung der BIM-Methodik in der Planungsdurchführung mehr Aufwand verursacht“, wird erläutert.

 

 

Prof. Dr. Manfred Breit

Prof. Dr. Manfred Breit ist Studiengangleiter und Leiter Forschungsfeld 4D-Technologien an der FH Nordwestschweiz sowie Professor für konstruktiven Ingenieurbau und Virtual Design and Construction. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des Building Smart Schweiz und Mitglied der SIA Kommission 2051 BIM-Leitfaden Schweiz. Als Geschäftsführer der nifty4D GmbH ist er zuständig für BIM-Consulting und virtuelles Planen, Bauen und Nutzen.

Digitales Bauen - Master a.S. in der Schweiz

Das MAS Digitales Bauen ist das erste Ausbildungsprogramm in der Weiterbildung von Fachleuten für die digitale Transformation im Bauwesen in der Schweiz. Die Teilnehmer sind Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Projektentwicklung, Architektur, Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik, Baumanagement und Bauausführung und FM. Theoretische Grundlage ist das Virtuelle Planen, Bauen und Nutzen. Die Kurse sind praxisorientiert – alle Teilnehmer implementieren digitale Methoden in ihrem eigenen Praxisumfeld und nutzen ihre Projekte als Studienarbeiten. Das didaktische Konzept ist das interdisziplinäre Project-based Learning. Der Vortrag erläutert das Ausbildungskonzept und gibt Einblick in die Arbeiten der Teilnehmer und berichtet über die gemachten Erfahrungen.

Christian Heins

arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit dem Schwerpunkt im Konstruktiven Ingenieurswesen, für das Institut für Datenbankorientiertes Konstruieren (IDoK) an der Jade Hochschule. Neben den Tätigkeiten als Dozent für Holzbau im Grundsemester des Bauingenieurwesens und seiner Promotion auf dem Gebiet der digitalen Prüfung von Tragwerken, ist Herr Heins für die BIM-basierte Durchführung und Entwicklung von wissenschaftlichen Untersuchungen zur Anwendung und Bemessung von Holzbaukonstruktionen sowie für die didaktische Aufbereitung der Ergebnisse des Forschungsprojektes "BIMiD - BIM-Referenzprojekt in Deutschland"1 verantwortlich. Nach seinem Studium zum Bauingenieur (MEng) arbeitete Herr Heins von 2011 bis 2014 als freischaffender Ingenieur und ist Mitgründer des Ingenieurbüros OP Engineers GmbH. Darüber hinaus engagiert er sich als Vorstandmitglied beim Bund Deutscher Baumeister e.V. (BDB) der Bezirksgruppe Nord-West-Niedersachsen und beteiligt sich an dem VDI-Arbeitskreis "Building Information Modeling - Qualifizierung".

1)(Teil der Förderinitiative "eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern" im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mittelstand-Digital" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie)

BIM in der Aus- und Weiterbildung // Bergische Universität Wuppertal / Jade Hochschule

BIM verspricht eine ganzheitliche und medienbruchfreie Planung. Bei der Anwendung des Repressivsystems im bautechnischen Prüfwesen (Planen - Bauen – Überprüfen – Mängelbeseitigung) können bereits Kosten- und Terminüberschreitungen, die durch Verzögerungen im Prozess der Bauvorbereitung entstehen, ganz vermieden werden. Aber wie gestaltet sich der BIM-basierte Planungsprozess bei der Anwendung des Präventivsystems (Planen - Prüfen – Genehmigen – Bauen) in Deutschland?

Herr Heins möchte im Zuge seiner Promotion für den Bereich der Tragwerksplanung herausfinden, wie digitale Bauwerksmodelle nach dem „Vier-Augen-Prinzip“ geprüft werden können und wie die BIM-Anwendung zukünftig im Ingenieurbüro aussehen sollte, damit Planungsverzögerungen infolge des Genehmigungsverfahrens vermieden werden können.

Nahid Khorrami

ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr- und Forschungsgebiet für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Bergischen Universität Wuppertal und für das Institut für Datenbankorientiertes Konstruieren an der Jade Hochschule tätig.

Frau Khorrami erarbeitet derzeit gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern im Rahmen des Forschungsprojektes "BIM basiertes Bauen im Prozess" an der Bergischen Universität Wuppertal unter Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus eine idealtypische Soll-Prozesskette zur Anwendung der BIM-Methode im Lebenszyklus von Hochbauwerken. Das Ziel ihrer Promotion ist die Entwicklung eines standardprozessorientierten Weiterbildungsmodells für die BIM-basierte Hochbauprojektabwicklung. Daneben ist sie als Dozentin für Projektentwicklung im Masterstudiengang "Planen, Bauen, Betreiben" - in dem Studienschwerpunkt Konstruktiver Ingenieurbau (KIB) des Bauingenieurwesens tätig und engagiert sich im VDI-Arbeitskreis "Building Information Modeling - Qualifizierung".

BIM in der Aus- und Weiterbildung // Bergische Universität Wuppertal / Jade Hochschule

Die Anwendung der Methode BIM bedingt einen Strukturwandel in der Abwicklung von Bauprojekten. Das führt zu veränderten Anforderungen an die am Bau Beteiligten. Der öffentliche wie auch der private Bausektor werden künftig mehr und mehr auf fundiertes Wissen in diesem Bereich angewiesen sein, und so müssen die am Bau Beteiligten an die geänderten Anforderungen herangeführt werden. Auf Basis der Ergebnisse des Forschungsprojektes "BIM-basiertes Bauen im Prozess" entwickelt Frau Khorrami im Rahmen ihrer Promotion ein sich am Standardprozess der Bauabwicklung orientierendes Weiterbildungsmodell für die BIM-basierte Hochbauprojektabwicklung. Im Rahmen des Vortrages "BIM in der Aus- und Weiterbildung an der Bergischen Universität Wuppertal und der Jade Hochschule" sollen die Herangehensweise und bereits erzielte Zwischenergebnisse vorgestellt werden.

Christian Schaefer

Schon während des Bauingenieurstudiums zog es den gebürtigen Berliner und heutigen Oldenburger Christian Schaefer in die Praxis eines Architekturbüros. Es folgten nach Studienabschluss mehrere Stationen in Bauunternehmen in Oldenburg und Bremen, bis der gelernte Maurer 1999 zum Bauunternehmen Alfred Döpker kam, wo er den Bereich Schlüsselfertiges Bauen aufbaute und etablierte. 2008 trat der heutige Geschäftsführende Gesellschafter offiziell die Nachfolge im Unternehmen Alfred Döpker an und führt seither die Projektgeschäfte mit einem hohen Maß an Innovationskraft fort. Besonders wichtig ist ihm dabei das partnerschaftliche Arbeiten mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern - immer getreu dem Leitsatz: Wir bauen Vertrauen.

Auf Basis dieser Innovationskraft fiel Anfang 2015 der Startschuss für die Implementierung von BIM in unser Unternehmen und eine "BIM-Taskforce" wurde ins Leben gerufen, die sich mit den Grundlagen der Einführung beschäftigte. Mitte 2015 haben wir dann eine eigene BIM-Abteilung, unser "BIM-Team", gegründet, die heute mit den Werkzeugen Autodesk Revit und RIB iTwo arbeitet und schon gute Ergebnisse vorweisen kann. Auch die ersten interdisziplinären BIM-Korporationen in unterschiedlichen Projekten mit Tragwerks- und Fachplanern hat erfolgreich stattgefunden. Zwar stehen wir noch relativ am Anfang unseres "BIM-Weges", doch die ersten Schritte in Richtung Zukunft haben wir bereits getan...