Projektbericht: Sensitivität von Sprachtestverfahren

Versuchsaufbau des Projekts

Sprachtests haben die Aufgabe, das Sprachverstehen festzustellen und  somit eine Optimierung sowie eine Kontrolle der Hörgeräteanpassung zu ermöglichen. Das Sprachverstehen gehört zu einem wichtigen Aspekt in der alltäglichen Kommunikation. Dieses Projekt hatte das Ziel, zu dem Thema „Sensitivität von Sprachtestverfahren“ eine eigene Studie zu entwerfen und anschließend durchzuführen. Nach einer umfangreichen Literaturrecherche wurden der Freiburger Einsilbertest (FBE) und den Reimtest nach von Wallenberg und Kollmeier (WAKO) für die Erfassung der Sensitivität ausgewählt.

Das Bild zeigt den Messaufbau des WAKOs. Zunächst wurde beidseitig ein Tonaudiogramm über ein vorher ausgewähltes Hörgerät für jeden einzelnen Probanden erfasst. Basierend auf diesem Tonaudiogrammen wurden die Hörgeräte programmiert. Die beiden Sprachtests wurden in drei unterschiedlichen Hörgeräteeinstellungen im Störgeräusch durchgeführt, um zu sehen, wie sich die Ergebnisse bezüglich der Sprachverständlichkeit verändern. Neben der Sprachverständlichkeit wurde zusätzlich die Höranstrengung überprüft. Dabei wurden die Probanden nach jeder Messung gefragt, wie anstrengend es für diese war, dem Sprecher zu folgen. Die erhobenen Daten wurden statistisch ausgewertet. Diese lieferte Aussagen darüber, ob sich die Sensitivität der beiden Sprachtests unterschied und ob es Veränderungen bezüglich der Höranstrengung bei unterschiedlichen Hörgeräteeinstellungen gab.