Elektrotechnik (B. Eng.)

Elektrotechnik findet man in allen Lebensbereichen. In Industrie, Haushalt, Verkehr, Kommunikation, Unterhaltung findet man elektrotechnische Komponenten.

In Deutschland als Industrienation hat die "Automatisierungstechnik" in der Elektrotechnik eine besondere Bedeutung. Effizientes Arbeiten mit prozessautomatisierten Systemen sorgt für eine hohe Produktivität und hohe Qualität der Produkte.

Die "Elektrische Energietechnik" mit Energieerzeugung und Verteilung bis hin zur Nutzung in Industrie, Verkehr und dem täglichen Leben ist die Grundlage aller Elektrizitätsnutzung. Ziel ist immer die optimale Erzeugung und Verwendung elektrischer Energie nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten. Die Umsetzung der Energiewende für eine stabile, kostengünstige elektrische Energieversorgung ist ein breites Aufgabenbebiet.

Die "Nachrichtentechnik" ist eine Schlüsseltechnologie unserer Informationsgesellschaft. Sie befasst sich mit den technischen Grundlagen, der Weiterentwicklung und Nutzung moderner Computer- und Kommunikationssysteme und Medien. Informationen aller Art (Daten, Sprache, Text, Grafik, Bilder, multimediale Inhalte) sind zu erzeugen, zu erfassen, über Netze zu transportieren, in Computern zu verarbeiten, zu speichern und in unterschiedlichen Formen wiederzugeben.

Die zunehmende Digitalisierung gewinnt in der Elektrotechnik mehr und mehr an Bedeutung.

Elektrotechnik Messobjekt Labor

Informationsfilm zum Studiengang Elektrotechnik / Elektrotechnik dual vom

Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. 

Elektrotechnik B. Eng. im Überblick

Abschluss

Bachelor of Engineering (B. Eng.)

Bewerbungsfrist

15.09. fürs Sommersemester und
15.03. fürs Wintersemester

Studienbeginn

Winter- und Sommersemester


Regelstudienzeit

8 Semester, 240 credits

Voraussetzung

Hochschulzugangsberechtigung

beim dualen, ausbildungsintegrierten Studium Ausbildungsvertrag mit dem Partnerunternehmen

beim dualen, praxisintegrierten  Studium Praxisvertrag mit dem Partnerunternehmen

Studienform

Präsensstudium, duales Studium, Teilzeitstudium ist möglich


Studienort

Wilhelmshaven

Numerus Clausus

Nein

Sprache

deutsch

Studierende in Wilhelmshaven

Bewerbung

Für den Studiengang Elektrotechnik ist eine Bewerbung zum Sommer- und Wintersemester möglich.

Für den dualen Studiengang Elektrotechnik ist in der ausbildungsintegrierten Variante eine Bewerbung zum Wintersemester möglich, in der praxisintegrierten Variante zum Sommer- und Wintersemester.

Zulassungsvoraussetzungen

Für den Studiengang Elektrotechnik müssen Sie eine Hochschulzugangsberechtigung haben.

Ein Vorpraktikum ist nicht erforderlich.

Bewerbung zum Wintersemester und zum Sommersemester

Wintersemester: 1. Juni bis 15. September jeden Jahres
Sommersemester: 1. Dezember bis 15. März jeden Jahres

Die Bewerbung findet online über den eCampus statt.

Ausländische Studienbewerber_innen

Ausländische Studienbewerber_innen, die ihren Schulabschluss oder ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben oder Deutsche Studienbewerber_innen, die ihren Schulabschluss oder ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben (Ausnahme: deutsche Auslandsschule) bewerben sich über uni-assist.

Deutschkenntnisse für ausländische Studienbewerber_innen

Gemäß § 1 (4) der Immatrikulationsordnung der Jade Hochschule kann die Immatrikulation bei Bewerber_innen mit einem als gleichwertig anerkannten ausländischen Vorbildungsnachweises davon abhängig gemacht werden, dass die Bewerber_innen über ausreichende Kenntnisse in der deutschen Sprache verfügen. Diese sind dann durch eine Deutschprüfung nachzuweisen. Zur Übersicht über die erforderlichen Deutschkenntnisse.

Studieninhalte

Die genauen Regelungen zum Ablauf des Studiengangs Elektrotechnik finden Sie in der Prüfungsordnung. Schauen Sie bitte in die Prüfungsordnung, die zum Zeitpunkt Ihrer Studienaufnahme gültig war.

1. bis 3. Semester

In den ersten drei Semestern werden in jeweils drei Modulen die „mathematischen“ und „elektrotechnischen Grundlagen“ gelegt. Allgemeine Kennnisse in „Physik“ und „Werkstoffe Elektrotechnik“ sowie „Bauelemente und Grundschaltungen“ werden vermittelt. Informatikkenntnisse werden in den Veranstaltungen „Grundlagen der Informatik“, „Hochsprachenprogrammierung“ und „Einführung in die Betriebssysteme“ gelehrt. Die „Elektrische Messtechnik“ und die "Digitaltechnik" rundet das Angebot ab. Ein „nichttechnisches Wahlpflichtmodul“ bietet Veranstaltungen aus dem Bereich Recht, Sprachen o.ä.

4. Semester

Das 4. Semester setzt sich aus drei Pflichtmodulen, einer Schlüsselqualifikation wie „Projektmanagement“ oder „Qualitätsmanagement“ oder „Logistikplanung“ und den ersten zwei von insgesamt sechs Modulen aus dem gewählten Spezialisierungsbereich zusammen. Die Pflichtmodule sind "Einführung in die Leistungselektronik", "Signale und Systeme" und "Sensorik und Messelektronik“.

Folgende drei Spezialisierungsbereiche werden angeboten:

  • Automatisierungstechnik

    • 4. Sem. Mikroprozessortechnik
    • 4. Sem. Prozesssteuerung 1
    • 6. Sem. Elektronische Schaltungen
    • 6. Sem. Grundlagen der elektrischen Maschinen
    • 7. Sem. Elektromagnetische Verträglichkeit
    • 7. Sem. Regelungtechnik 2

  • Elektrische Energietechnik

    • 4. Sem. Elektrische Energieanlagen 1
    • 4. Sem. Mikroprozessortechnik
    • 6. Sem. Grundlagen der elektrischen Maschinen
    • 6. Sem. Hochspannungstechnik
    • 7. Sem. Elektromagnetische Verträglichkeit
    • 7. Sem. Regelungstechnik 2

  •     Nachrichtentechnik

    • 4. Sem. Mikroprozessortechnik
    • 4. Sem. Übertragungstechnik
    • 6. Sem. Elektronische Schaltungen
    • 6. Sem. Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik 1
    • 7. Sem. Datenkommunikation und Rechnernetze
    • 7. Sem. Elektromagnetische Verträglichkeit

Für den erfolgreichen Abschluss des Studiengangs müssen alle Module aus einem Spezialisierungsbereich erfolgreich absolviert werden!

5. Semester - Praxissemester

Im 5. Semester findet das Praxissemester statt. Das Praxissemester dient dazu erste, praktische Erfahrungen in einem Unternehmen in einer ingenieurnahen Tätigkeit zu bekommen. Das Praxisamt unterstützt bei der Suche von einem geeigneten Unternehmen, Eigeninitiative ist aber bei der Suche ausdrücklich erwünscht. Zum Praxissemester gehört eine vorbereitende Veranstaltung im 4. Semester und einen nachbereitende Veranstaltung im 6. Semester. Im 4. Semester hören sich die Studierenden vorbereitend die Vorträge der Studierenden aus dem 6. Semester an, die das Praxissemester absolviert haben.

6. Semester

Im 6. Semester hört man das Pflichtmodul "Regelungstechnik 1" sowie zwei weitere Module aus dem gewählten Spezialisierungsbereich. Im 6. und 7. Semester hat die/der Studierende die Möglichkeit technische Wahlpflichtmodule im Umfang von insgesamt 30 credits (15 credits je Semester) zu wählen, um seine Qualifikation individuell zu gestalten.
Es gibt eine umfangreiche Liste von zugelassenen Wahlpflichtmodulen, aus denen der Studierende wählen kann. Als Entscheidungshilfe stellt der Fachbereich Empfehlungslisten zur Verfügung, die Module aus der Liste für ein bestimmtes Qualifikationsprofil empfehlen. Jedes Pflichtmodul aus einem anderen Studiengang des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften ab dem 4. Semester kann auch Wahlpflichtmodul im eigenen Studiengang sein. Die Wahlpflichtmodule werden in einem extra Semesterplan bei den Veranstaltungsplänen geplant.

7. Semester

Im 7. Semester wählt die/der Studierende zwei weitere Module aus dem gewählten Spezialisierungsbereich sowie die weiteren drei technischen Wahlpflichtmodule und eine weitere Schlüsselqualifikation wie „Projektmanagement“ oder „Qualitätsmanagement“ oder „Logistikplanung“.
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8. Semester

Im 8. und letzten Semester finden die Praxisphase und die Bachelorarbeit statt. Beides wird typisch von den Studierenden in der Industrie absolviert. Während der Praxisphase lernt die/der Studierende das entsprechende Unternehmen und sein Arbeitsumfeld kennen und erledigt erste Vorarbeiten für die Bachelorarbeit. Die Bachelorarbeit ist zum Schluss eine in sich abgeschlossene, eigenständige wissenschaftliche Bearbeitung eines Themas mit entsprechender Dokumentation. Ein zugehöriges Kolloquium am Ende schließt das Studium dann ab.

Berufsbild

Ein Elektroingenieur kümmert sich um Simulation, Konstruktion, Entwicklung, Produktion und Montage von elektrischen Systemen, Anlagen, Maschinen, Geräten und Verfahren. Er entwickelt, konstruiert, produziert und kontrolliert Elektrogeräte und –anlagen wie Elektrische Maschinen, Mechatronische Systeme, Hard- und Software zur Informationsübertragung, Messwandler, elektronische Schaltungen, sowie Bauelemente für Steuer-, Mess-, Regelungs-, Nachrichten- und Rechnertechnik.

Es werden drei große Bereiche unterschieden. Die Automatisierungstechnik, die Energietechnik und die die Nachrichtentechnik. Im Verlauf des Studiums kann man sich auf eines dieser Bereiche spezialisieren.

Arbeitgeber ist die klassische Elektroindustrie, wo Ingenieure z.B. Elektromotoren und Steuerungseinrichtungen konstruieren und produzieren. Dazu gehören auch alle Unternehmen, die Regelungs-, Mess- und Steuerungstechnik sowie elektrische Antriebstechnik, Kommunikationstechnik sowie Informationstechnik entwickeln. Es können auch die Automobilindustrie, Betriebe der Elektrizitätserzeugung oder der Elektroinstallation sein. Auch der Maschinen- und Anlagenbau beschäftigt viele Absolvent_innen des Studiengangs Elektrotechnik. Forschungseinrichtungen, die IT-Branche sowie Softwareunternehmen benötigen Elektroingenieur_innen. Eine Selbständigkeit ist natürlich auch möglich.

Kontakt

Kontakte im Fachbereich

Einrichtungen der Jade Hochschule

Qualifikationsziele

Abschluss und Qualifikationsziel des Studiengangs ist der Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Für diesen Abschluss werden studiengangsspezifische, fachliche als auch allgemeine, überfachliche Qualifikationen vermittel.

Studiengangspezifische Qualifizierungsziele:
ELEKTROTECHNIK - Bachelor Qualifizierungsziele

Allgemeine Qualifizierungsziele:

Auslandssemester

Internationalisierung wird vom Fachbereich gefördert. Ein Auslandsaufenthalt ist eine wichtige Erfahrung im Studium. Das 4. oder 6. Semester bietet sich für ein oder zwei Auslandssemester an. Im Ausland erbrachte Studienleistungen können nach vorheriger Absprache auf das Studium anerkannt werden. Das Praxissemester im 5. und das Abschlusssemester im 8. Semester können auch im Ausland absolviert werden.

Möglichkeiten nach dem Bachelor

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